Waldläufer 19.12.2019

Endlich früh Feierabend und die Sonne scheint noch. Also nichts wie gleich nach der Arbeit raus in den Wald. Bei einer Temperaturen zwischen 5 und 10 Grad Celsius, ist es im Winter im Wald sehr matschig. Meine schönen neuen Schuhe möchte ich nicht im Wald ruinieren, denn die waren echt teuer. Die Lösung heißt Baumarkt und da komme ich sowieso vorbei. Im Baumarkt besorge ich mir ein paar schwarze Gummistiefel die bis zum Knie gehen. Die Gummistiefel können dann auch gleich im Auto bleiben.
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Am Waldrand angekommen werden zuerst die neuen Gummistiefel angezogen, eine Lampe in die Jackentasche gesteckt und ab geht es in den Wald. Einfach nur im Wald sein. Der Sonnenuntergang am Nachmittag ist total schön. Am liebsten würde ich die Nacht im Wald bleiben, aber ich muss ja morgen arbeiten. So geht es auch bald wieder auf den Nachhause Weg. In der Dämmerung sehe ich ein sehr großes Wildschwein. So ein großes Wildschwein habe ich noch nie gesehen, es ist groß wie ein Klavier. Ich blinke das Schwein mit meiner Taschenlampe an und es rennt weg. Puh…. Schwein gehabt. Es wird wieder eine Nachtwanderung durch den Wald und ich begegne noch einem Fuchs und einem Reh. Am Waldsee sitzen ein paar Angler in der Dunkelheit und hoffen noch einen dicken Karpfen zu Weihnachten zu angeln. Die Angler haben die Wildschweine auch gesehen. In der Dämmerung und bei mildem Winterwetter ohne Frost, kommen die Schweine an den See um sich am Ufer im Matsch zu suhlen. Hier stehen auch ein paar große Eichen und die Samen (Eicheln) werden von den Schweinen gern gefressen.
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Bis bald im Wald

Waldläufer 27.03.2019

Update 07.04.2019
Eigenversuch hat funktioniert.
https://pilgerinkati.wordpress.com/2019/03/23/waldlaeufer-heilkraeuter-grippewelle/
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Ein paar Tage Urlaub. Mein Infekt möchte nicht so richtig weichen aber frische Luft wird mir gut tun. Im Osterwald sind Forstarbeiten und die Straße ist wegen Bauarbeiten gesperrt. Mit meinem Infekt möchte ich nicht 8 Km zu meinem Lieblingslagerplatz und wieder zurück laufen. So verdrücke ich mich in den Zwergenwald, dort brauche ich nur 4 Km von einem Parkplatz zu meinem Lieblingslagerplatz laufen. Ich habe mehrere Lagerplätze.
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Die Stämme von meinem Waldsofa/Trapperbett hatte ich im Gebüsch aufgestapelt. Sie sind alle noch da. Auch das Grillrost steht noch versteckt im Gebüsch. Es ist so windig das Heringe vom Wind aus dem Boden reißen würden und deshalb binde ich die Plane an den Stämmen fest. Ein Sitzkissen und eine warme Decke habe ich auch mit. Regenschauer, Sonne und Wind wechseln sich heute ab.
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Ich habe meinen Trangia Brenner mit. Ein komplettes Trangia Kochset benutze ich nicht, weil es zu viel Platz im Rucksack weg nimmt. Als Kochergestell benutze ich einen Edelstahl Besteckhalter, den gibt es für 2 Euro im Supermarkt. Den Edelstahl Besteckhalter kann ich auch als Hobo benutzen, das geht prima. Als Topfhalter benutze ich 2 Alu Zeltheringe aus dem Camping Laden. Topf und Becher sind ebenfalls aus Edelstahl und aus dem Campingladen.
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Es gibt Cowboy Küche wie in Western Filmen. Chili Bohnen mit Sonnenblumenkern Brötchen. Dazu heißen Kaffee. Draußen schmeckt das Essen einfach besser, egal was es ist.
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Hinter mir im Gebüsch höre ich mehrmals Wildschweine. Durch das Zelt bleiben sie aber auf Distanz. Die Zeit im Wald vergeht viel zu schnell. Als es Dunkel wird, kommen Gänse angeflogen und balzen noch etwas herum. Schön ist es den Gänsen zu zu sehen.
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Ich höre Menschenschritte und dann sehe ich eine Lampe auf dem Waldweg. Ich selbst sitze im Dunkeln mit grünem Zelt, grüner Jacke und dicker grauer Decke. Die Person scheint mich nicht zu sehen, sonst hätte sie mich schon angeleuchtet. Jagdgrün und grau wirkt sehr gut. Die Person schleicht weiter, bleibt stehen und schleicht wieder zurück. Nach einer Stunde kann ich immer noch die Lampe sehen.
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Im dunkeln, ohne Licht und ganz langsam packe ich meine Sachen zusammen. Die Person soll nicht merken das ich anwesend bin. Die Stämme lege ich ganz leise und vorsichtig wieder in das Gebüsch. Wer weiß wer da durch den Wald schleicht. Danach schleiche ich ganz leise weg in die andere Richtung. Als ich kurz vor dem Parkplatz bin, kann ich immer noch die Lampe im Wald herumschleichen sehen. Die Person hat meinen Lagerplatz nicht gefunden, die Lampe leuchtet auf dem Waldweg entlang.
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Nix wie weg.
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Bis bald im Wald

Wölfe und Waldläufer

Bei uns in Niedersachsen gibt es viele Wölfe. Nutztiere wie Schafe und junge Rinder ohne Muttertiere werden angegriffen. Sie werden vom Wolf als Beute betrachtet.
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Bei uns sind nur noch Rinder mit ordentlichen Hörnern auf der Weide. Oft ist ein stattlicher Bulle/Stier dabei. Die Stiere haben ebenfalls ordentliche Hörner. Die Kälber und jungen Rinder sind so durch Muttertiere und Stier geschützt. Rinder bei denen die Hörner abgeschnitten werden, haben bei uns keinen Wert mehr. Denn mit Hörner und Stier kann sich eine Rinderherde gut gegen den Wolf wehren.
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Im Hutewald des Dorfes sind Galloway´s, das sind Schottische Hochlandrinder. Die kleine Herde hat 2 Bullen/Stiere. Normal habe ich keine Angst vor Rindern. Aber in den Hutewald gehen ich nicht rein. Kommt man zu nahe, dann stehen die Stiere auf und gucken ein an. Verhalten wir uns als Mensch ruhig, dann greifen die Viecher nicht an. Alles bleibt friedlich.
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Die Pferde werden bei uns oft mit Rindern zusammen gehalten. Auf der Weide vertragen sie sich gut mit den Rindern. Einen Wolfsangriff hat es hier noch nicht gegeben.
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Die Schafe brauchen bei uns einen Schäfer, der immer aufpasst. Ebenfalls sind Hütehunde nötig, die auch Nachts bei den Schafen auf der Weide bleiben. Der Schäfer benötigt also Hütehunde und Schäferhunde als Treiber. 5 bis 6 Hunde benötigen eine Menge Futter. Schafe, Hunde und Schäfer (Mensch) brauchen zusammen einen guten Umgang und viel Pflege, dann funktioniert es. Schafhaltung ist teuer, bringt aber auch viel Geld. Fleisch, Wolle und Felle können verkauft werden. Muslime kaufen oft ein ganzes lebendes Schaf um dies am Feiertag mit der Familie zu essen. Auf unseren Weihnachtsmärkten und Mittelalter Märkten werden oft kuschelige Schaffelle verkauft. Ich möchte ein Kuschelfell für den Winter im Auto und versuche auf dem Weihnachtsmarkt einen günstigen Preis auszuhandeln. 80,-€ möchte der Händler haben und das ist der günstigste Preis. Das ist mir dann doch zu viel. Schafhaltung lohnt sich.
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Was ist nun mit uns Waldläufern. Hier kommt es ebenfalls auf ein gutes Verhalten zwischen Mensch und Wolf an. So werden wir nicht angegriffen. Dazu sollten wir uns fragen, was für Grundbedürfnisse hat der Wolf? Der Wolf hat die selben Grundbedürfnisse wie wir Menschen und so stehen wir in Konkurrenz. Konkurrenten müssen erst einmal beschnuppert werden. So ist es normal wenn ein Wolf um unseren Lagerplatz schleicht. Wölfe sind schlau, sie gehen Verletzungen aus dem Weg und passen auf. Es kommt also auf unseren guten Umgang mit den Tieren an, damit wir als Waldläufer nicht angegriffen werden. Es ist normal, wenn wir uns als Waldläufer fast in die Hose machen vor Angst. Das sind menschliche Urinstinkte die unser Überleben schützen und uns zur Vorsicht ermahnen. Als Menschen können wir gut denken, wir wissen das wir jetzt nicht weg rennen dürfen. Denn wer weg rennt, wird als Beute erkannt. Bitte keine wilden Wölfe füttern und zähmen, es sind Nahrungskonkurrenten die auf Abstand gehalten werden müssen. Es gibt also eine natürliche Distanz, damit es nicht zu einem Angriff kommt. Mir selbst fehlt allerdings die Erfahrung um über natürliche Distanzen zwischen Wolf und Mensch zu berichten. Ich habe auch niemanden von dem ich dies lernen kann. So muss ich mich auf meine angeborenen Instinkte verlassen und genau das tut der Wolf auch. Ich muss mich also in die Lage und in die Gedanken des Wolfes versetzten und mir selbst die Frage stellen, was würde ich als Wolf tun? In der Natur wird dieses Verhalten von den Schamanen praktiziert. Da war doch was, ach ja der Ith Schamane mit seiner Trommel im Wald. Ich weiß nicht ob ich seinen Namen nennen darf, also lass ich es. Er hat einen Kanal auf Youtube. Viele Grüße wenn du es liest 😉
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Als Waldläufer kommt es auf unser eigenes Verhalten an, damit der Wolf nicht angreift.
Schiss und die Hosen voll hab ich trotzdem aber ich gehe weiter in den Wald.
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Bis bald im Wald

Waldläufer 16.11.2018

Früher Feierabend und keiner erwartet mich schon mittags zu Hause. Ich verdrück mich in den Osterwald. Mit guten Klamotten, da muss ich etwas aufpassen damit ich nicht schmutzig werde. Zu meinen Lagerplatz kann ich leider nicht, dort ist heute eine große Jagdgesellschaft unterwegs. So gehe ich an einer anderen Stelle in den Wald. Was für ein schönes Waldstück. Erst ist der Tannenwald durch den ich gehe tief und dunkel und dann kommt eine Lichtung mit einem Bach. In der Sonne ist es schön warm. Leider ist der Bach ausgetrocknet, wie an meinem Lagerplatz. Ich brauch noch ein bisschen Baumharz als Brennpaste und werde auch fündig. Ein passender Stock vom Boden um das Baumharz ab zu kratzen findet sich und in der Jackentasche habe ich eine kleine Tüte zum einpacken. Es wird ca. eine Hand voll Baumharz. Ich stromer noch weiter durch den Wald es ist so schön hier. Leider sind hier keine Felsen wo man einfach ein Feuerchen drauf machen kann. Der Bach ist einfach nur eine Rinne im Waldboden. Da wird auch in Zukunft nicht viel Wasser kommen, sonst wäre das Bachbett ausgewaschener und mit Steinen. Wenn hier ein Campingkocher umfällt, gibt es keine Möglichkeit zum löschen. Als Lagerplatz ist das dann doch nicht so toll. Passendes Geäst mit Astgabeln für eine Lastenkraxe habe ich noch nicht gefunden. Bei Sonnenuntergang gehe ich zum Waldrand, dort habe ich mein Auto geparkt und fahre nach Hause. Zu Hause reinige ich schnell meine Hände mit Olivenöl (damit geht das Baumharz ab). Muss ja keiner merken, das ich schon wieder im Wald unterwegs war.
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Im Wald habe ich meine Ruhe, kann ein kleines Schläfchen machen, lesen, mir etwas zu Essen kochen und ganz in Ruhe futtern. Als Frau muss ich mich natürlich immer gut verstecken und tarnen. Im Sommer ist es im Zwergenwald schön, wegen der Seen. Der Zwergenwald ist ein Laubwald mit vereinzelten Nadelbäumen in der Nähe vom Ith. Hier gibt es ein altes Kohleflöz. Offene Feuer, Grillen und Rauchen (im Wald sitzen und kiffen), sind wegen Waldbrandgefahr verboten. Am Waldrand und auf den Parkplätzen stehen überall Schilder. Mein Campingkocher, direkt am See neben dem Wasser, wird toleriert. Hat noch keiner gemeckert.
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Im Winter ist es im Osterwald besser. Im Osterwald sind teilweise so dichte Nadelwälder in denen die Sonne nur auf den Waldlichtungen scheint. Es ist ein dunkler Nadelwald und an manchen Stellen sind Felsen. Im Osterwald sind einige Bäche ausgetrocknet, das heißt Wasser schleppen. Auf den Felsen kann man schon mal ein kleines Feuerchen machen. Auf Steinen kann nichts passieren, wenn man das Feuerchen gut beobachtet. In Niedersachsen sind die Förster im Winter bei Nässe und Schnee nicht so streng, wenn man mit einem Feuerchen erwischt wird. Im Sommer bei Waldbrandgefahr ist auch hier Feuermachen und Rauchen im Wald, streng verboten. Aber qualmende Lagerfeuer verärgern die Jäger und den Jägern geht man besser aus dem Weg. Im Osterwald kann ich natürliche Baumformationen als Lagerplatz nutzen. Eine Leine oder Seil zwischen die Bäume gespannt und ein Tarp drüber. Kleine Stöcke als Zeltheringe finden sich am Boden. In 3 – 5 Meter Entfernung gibt es große abgeflachte Felsbrocken aus der Eiszeit. Flache Felsen sind immer gut als Untergrund für ein Feuerchen.
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Der Ith ist ein langgezogener Gebirgszug. Er besteht überwiegend aus Buchenwald mit Bärlauch Feldern. Oben am Berg sind Felsen, die von Kletterern genutzt werden. Auch als Waldläufer muss ich hier aufpassen, es besteht an einigen Stellen Absturzgefahr. In der Vergangenheit hat es auch schon einige Abstürze mit Verletzungen und Todesfällen gegeben. Eine Bergrettung gibt es hier nicht. Die Feuerwehr hat ein paar Leute die in Sachen Bergrettung ausgebildet sind. Oben am Ith gibt es kein Wasser. Auf mittlerer Höhe sind einige Quellen von denen einige Schwefel enthalten (stinken). Für Wanderer gibt es kleine Schutzhütten, die aber meist sehr versteckt und oft in keiner Karte sind. Bei uns ist eine Schutzhütte, nicht das was eine Schutzhütte in den Dolomiten ist. In unseren Schutzhütten stehen nur 1-2 Bänke aus Holz zum ausruhen. Sonst ist da nichts. Am Ith gibt es 2 gemauerte Feuerstellen, an denen man Feuer machen darf. Diese Feuerstellen können auch von privaten Gruppen ( kommerzielle sind ausgeschlossen ) gemietet werden. Waldläufer und einzelne Wanderer dürfen die Feuerstellen kostenlos zum ausruhen nutzen. In der Hütte hängt die Telefonnummer. Die Feuerstellen gehören zu den Dorfgemeinden. Es gibt wahrscheinlich noch weitere Feuerstellen, da diese aber auf Gemeindegrundstücken stehen, sind sie in keiner Karte. Als Waldläufer findet man solche Plätze.
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17.11.2018
Die Jagdgesellschaft ist fort. Ich kann meinen Lagerplatz im Osterwald wieder aufsuchen. Als ich los gehe, sagt mein Mann: „Na, willst du einen Grill mitnehmen? Es wird kalt im Wald.“ Nein, nehme ich nicht mit. Aber ein 2. dicker Pulli und eine Mütze kommen mit in den Rucksack, denn es sind nur 3 Grad Celsius. Essen und Trinken kommen natürlich auch mit. Ein Tarp nehme ich nicht mit weil der Himmel wolkenlos ist und die Sonne scheint. Meine dicke Winterjacke mit Kapuze reicht mir.
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Als ich an meinem Lagerplatz ankomme, sind einige Stellen leicht angefroren. Hier sind es jetzt unter 0 Grad. Meine Wildkamera hänge ich ca. 500 Meter hinter meinem Lagerplatz auf. Den Felsen, auf dem ich schon mal ein kleines Feuerchen mache, befreie ich ganz vom Moos. Aus dem ausgetrocknetem Bach hole ich mir Steine und baue mir eine Feuerstelle für den Winter. Danach wird ein Feuer gemacht. Es gibt Kräutertee und Kartoffelpuffer (vor gebraten). Meine Winterjacke habe ich mir nur lose übergehängt. Am Feuer ist es schön warm.
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Es ist innerhalb von einer halben Stunde total dunkel geworden. Ich sitze immer noch am wärmenden Feuer. In Richtung Deister heult was. Ein Wolf? Es ist ganz nah. Das Feuer wird die Wölfe auf Distanz halten. Ich trinke in Ruhe meinen Kräutertee und schaue in das Feuer. Schön ist es. Ein Rothirsch röhrt. Ein weiteres Tier läuft krachend durch den Wald. Nach einer Weile bellt ein Fuchs. Hier ist echt was los im Wald. In der Dunkelheit kann ich nichts sehen. Am warmen Feuer fühle ich mich sicher und habe keine Angst. Ich genieße es. Spät in der Nacht lösche ich das Feuer. Meine Wildkamera muss ich auch wieder mitnehmen. Ich habe echt Angst, das jetzt ein Wolf vor mir steht.
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Es wird einmal wieder eine Nachtwanderung durch den Osterwald nach Hause. Meine Trillerpfeife habe ich zu Hause vergessen. Wie soll ich jetzt den Wolf verscheuchen wenn er aus dem Gebüsch kommt. Man hab ich Schiss. Im Gebüsch höre ich wieder ein Tier, es kommt zum Glück nicht raus. Zu Hause schau ich mir an was auf der Wildkamera ist, leider nichts.
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17.11.2018 Kati´s Winter Feldküche

Kati´s Winter Feldküche


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Bis bald im Wald
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20.11.2018
Der erste Schnee im Osterwald. Hoffentlich bleibt etwas auf der Waldlichtung und in der Rückegasse liegen, dann habe ich wieder Wasser an meinem Lagerplatz.
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24.11.2018
Osterwald und Ith im dichten Nebel. Zwischendurch regnet es bei 2 Grad Celsius. Bei so einem Wetter im November, wird es nicht richtig hell. Wir haben tagsüber Licht im Haus an. Leben im Dunkeln.

Waldläufer 17.10.2018

Die Blätter der Bäume im Mischwald haben sich bunt verfärbt. Tagsüber ist es aufgrund einer Hochdruck Wetterlage wieder schön warm geworden. Wir haben noch einmal sommerliche Temperaturen. Zum wandern durch den Wald ist mir das zu warm. So gehe ich im Oktober im Waldsee schwimmen. An den Seen im Zwergenwald ist es jetzt schon sehr schattig, da sie in tiefen Mulden liegen und die Sonne um diese Jahreszeit schon sehr schräg durch den Wald scheint. So bleibe ich am See im alten Ton-Sandbruch. Es ist anders als im Sommer, die Blätter fallen und der Boden ist kalt. Die ersten Pilze sprießen an feuchten Waldstellen. Das Wasser im See hat ca. 15 bis 17 Grad Celsius. Noch machen mir die Wassertemperaturen nichts aus, es ist herrlich im Herbst im See zu schwimmen und sich danach in die Sonne zu legen.
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Ein Feuer im Wald machen geht immer noch nicht, es ist wieder sehr trocken. Der Regen zwischendurch hat nichts gebracht, es war zu wenig. Die Edertalsperre hat so wenig Wasser, das die Stromproduktion eingestellt werden musste. Dadurch hat auch die Weser einen sehr niedrigen Pegel. Die Stromproduktion an der Pfortmühle in Hameln musste auch wegen niedrigem Wasserstand eingestellt werden. Gut das wir so viele Windräder haben, so gibt es genug Strom per Windkraft. Im Harz macht man sich ernsthafte Sorgen um die Trinkwasserversorgung in den Großstädten. Die Talsperren sind fast leer. Die Stadtbewohner interessiert dies nicht, denn aus dem Wasserhahn kommt ja immer was raus. Wenn da mal das Wasser weg bleibt, ist bestimmt Panik. Das WC geht dann auch nicht und wo soll man in der Stadt ein Loch in den Garten buddeln, das man dann als Klo benutzen kann? Auf einen Eimer würde sich in der Stadt nie jemand setzten. Kein Wasser in der Stadt bedeutet Exkremente, Gestank und Bakterien. Macht sich da überhaupt einer Gedanken drüber? Alle sind so sorglos.
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Auch wenn ich das schöne und sonnige Wetter mag. Wir brauchen dringend Regen in Deutschland, die globale Erderwärmung ist schlecht für uns. Es scheint niemanden mehr zu interessieren. Gier, Neid, Krieg und Flüchtlinge scheinen wichtiger zu sein. Wenn wir so weiter machen, geht Europa unter. Aber das juckt ja auch niemanden mehr. Wir sind ja egal, wir sind ja nur Europäer.
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Demokratie, Freiheit und Gerechtigkeit für alle.
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Wir wollen keinen Krieg.
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In den Kriegsgebieten soll Frieden werden, damit die armen Flüchtlinge nach Hause können. Denn wir können nicht die ganze Welt retten. Wir sind zu klein und als Volk schon fast nicht mehr da. Die Kriegstreiber laugen auch uns aus. Ein Teil unserer Steuern, unser hart verdientes Geld, geht in das Ausland. Wir brauche es doch dringend selbst für Krankenhäuser, Ärzte und Schulen. Warum nehmt ihr uns das weg. Wir können das nicht verstehen. Ärzte, Rettungshelfer, Polizei und kleine Beamte die helfen wollen, werden auch noch angegriffen von einem aufgebrachten Mob. Warum macht ihr das. Wollt ihr alle das wir den Bach runter gehen? Bestimmt nicht.
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Also bewahrt die Demokratie, Freiheit und Gerechtigkeit.
Eine Diktatur ist äußerst schädlich für uns.
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Bis bald im Wald

Waldläufer 18.08.2018. Nachts durch den Wald.

Eigentlich war diese Nachtwanderung nicht geplant, es hat sich so ergeben.
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Samstag Nachmittag waren mein Mann und ich in Bodenwerder (Weser) zum Eis essen, am Anleger. Wir saßen unter dem großen Walnussbaum der Gastwirtschaft. Und beobachteten die Schiffe auf der Weser. Es war einiges los. Danach beschlossen wir noch zum Grohnder Fährhaus (Weser, Kernkraftwerk Grohnde) zu fahren um uns den neu ausgebauten Campingplatz an zu schauen. Schön ist es geworden. Das Kernkraftwerk ist mir allerdings immer unheimlich. Es ist gerade wieder in Betrieb. Oft ist es ja abgeschaltet weil wieder irgendwas war. Hoffentlich kommt das Biest bald weg, wir haben ja jetzt genug Windräder (Möwenschredder) für Strom.
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Als wir wieder zu Hause waren, war es immer noch so warm, 32 Grad Celsius. Ich wollte unbedingt noch Schwimmen gehen.
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Ende August wird es schon wieder früher dunkel. So packe ich auch meine Solarlampe und eine Stirnlampe in meinen Rucksack. Man kann ja nie wissen. Wenn ich zum Sand-Tonbruch möchte muss ich vom Parkplatz aus mindestens eine halbe Stunde durch den Wald gehen. Dahinter fängt dann der Zwergenwald mit seinen Seen an. In den Zwergenwald gehen eh nur Leute die keine Angst vor Wildschweinen haben, oder Waldläufer. Neulich fand ich 2 versteckte Flaschen Bier. Sie lagen aber schon länger hinter einem Baum unter Gestrüpp. Das Bier roch schon komisch. Ich hab es weg geschüttet und die Pfandflaschen mit genommen. Im Gebüsch war auch ein Campingstuhl. Den hab ich stehen lassen. An einem anderen Lagerplatz liegt seit Wochen eine Wolldecke, eine Flasche Schnaps und ein paar Latschen. Inzwischen kann ich ganz gut Spuren lesen und habe schon so einige versteckte Lagerplätze gefunden. Meine Sachen lasse ich nicht im Wald zurück, denn sie werden von Mäusen zerfressen.
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So war ich bei Sonnenuntergang im Wald. Ich breite meine Isomatte (Evazote) im feuchten Schilf aus. Eine grüne Decke habe ich auch dabei, falls mir kalt wird uns als Tarnung. Ebenfalls einen schwarzen Pulli und ein Flecktarn T-Shirt in Übergröße um es über einen Pulli tragen zu können. Die Shorts ist dunkelblau. Nach dem Schwimmen ziehe ich meine Tarnklamotten an und decke mich mit der grünen Decke zu. Es wird dunkel und kühl im Schilf. Essen und Trinken hab ich auch dabei. Am anderen Ufer erscheinen 2 Angler, ein Zelt wird in der Dämmerung zwischen den Büschen aufgebaut. Sie tarnen sich ebenfalls sehr gut da Zelten im Wald verboten ist. Aber einer trägt ein weißes T-Shirt. Die Angler haben gemerkt das im Schilf etwas ist und leuchten mit einer fetten Taschenlampe direkt in das Schilf. Ich mach es dann wie ein Vogel, ich bewege mich nicht. So sehen sie nichts, hören mich aber gelegentlich rascheln und dann geht die Taschenlampe wieder an. Ein lustiges Spiel bis Mitternacht.
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Dann raschelt es hinter mir. Oh nein, die Wildschwein Rotte kommt aus der Dickung. Oh oh, schnell weg hier. Leise packe ich meine Sachen zusammen. Au weia, das Rascheln kommt immer näher. Die Angler haben es auch gehört und leuchten das Schilf und das Gebüsch mit ihren Taschenlampen ab. Ich setzte meine Stirnlampe auf und haue ab. Jetzt können mich die beiden Angler natürlich sehen, wie ich vor den Wildschweinen abhaue. Ich muss noch durch den total düsteren Wald wandern und es ist Geisterstunde.
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Bis bald im Wald

Wassermangel in Deutschland, August 2018.

Die Nacht hat es geregnet, aber es ist schon wider warm. Der wenige Regen wird die Wasserknappheit in Deutschland nicht lindern. Die Bauern haben große Ernteausfälle. Der Mais droht auch zu verdorren. Das wird schlimm, denn gerade der Mais wird bei uns auf dem Land als wichtiges Viehfutter angebaut. Das Gras wächst bei der Trockenheit nicht nach und so hat es nur wenig Heuernte gegeben. Einige Bauern müssen jetzt schon ihr Heu, das eigentlich für den Winter gedacht war, verfüttern. Die Höfe fürchten um ihre Existenz. Lebensmittel werden teuer werden.
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Einige Familien auf dem Land haben jetzt schon kein Geld mehr um für ihre Kinder Obst und Gemüse zu kaufen. Die Kinder kommen in die Schule und kennen kein Obst. In unserer Schule im Dorf gibt es seit einigen Jahren ein Schulobst Projekt, gesponsort von der EU. Einige Kinder halten mit 6 Jahren das erste mal Obst in der Hand. Für uns Waldläufer und Pilger ist das oft unvorstellbar. Da wir den ganzen Tag im Wald rumstrolchen, Beeren und Wildfrüchte essen. Gelegentlich essen wir auch Fallobst auf der Pferdeweide. Die Pferde sind harmlos, da kann man schon mal auf die Weide gehen und sich 2 oder 3 Apfel holen und in den Rucksack stecken. Für die Tiere fallen die nächsten Apfel ja bald wieder herunter. Gut wenn der Bauer ein paar Apfelbäume auf der Weide stehen hat, dort haben die Tiere jetzt noch genug Futter. Aber was wird aus den armen Familien wo die Kinder jetzt schon kein frisches Obst kennen. Wir wissen es nicht.
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Unsere Quelle hinter dem Dorf gibt noch genügend Wasser ab. Aber an meinem Lagerplatz im Osterwald ist der Bach eingetrocknet, da ist nichts mehr. Seit Juni 2018 bin ich nicht mehr dort gewesen. Es war sehr anstrengend immer dort Wasser hin zu schleppen. Ich hoffe das der Bach im Herbst und Winter wieder Wasser führt. Über Sommer bin ich viel im Zwergenwald im alten Ton Sandbruch Gebiet. Dort ist genug Wasser. Sonntag nach Sonnenuntergang sind dort 24 Graugänse eingeflogen. Ja auch die Gänse suchen Wasser. Es ist interessant ihnen zu zu sehen. Leider hatte ich keine Kamera dabei. Auf dem Rückweg war es schon dunkel. Und ja, ich bin auch wieder Wildschweinen begegnet. Im alten renaturierten Sand und Tonbruch sind jetzt viele Wildtiere, denn hier gibt es noch Wasser. Ich kann jetzt viele Tiere beobachten. Die Tiere kommen zum Wasserloch.
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Ich mach mir langsam Sorgen, was wenn die Quelle hinter unserem Dorf versiegt? Das kann übel werden. Das ganze Dorf lebt von dieser Quelle, Mensch und Tier.
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Bis bald im Wald

Natürlicher Sonnenschutz für die Haut / natural suncare to the skin / Im Zwergenwald 15.07.2018

Niemand möchte einen Sonnenbrand, da dieser gefährlich ist und zu Spätfolgen wie Hautkrebs führt. Sonnencremes gibt es viele, aber sind die auch alle gut? Nein, nicht alle. Es gibt Sonnencremes auf rein pflanzlicher Basis. Als wir unterwegs in Griechenland waren, hab ich mir so eine Creme gekauft. Teuer war das, ja richtig teuer. Aber gut.
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Die meisten Sonnencremes enthalten leider Mineralöl, das steht im Kleingedrucktem. Gehen wir nun schwimmen und haben diese Sonnencreme auf der Haut, löst sich auch bei wasserfester Creme ein Teil ab. Dieses Mineralöl gefährdet Fische und Pflanzen in Flüssen und Seen. Im Meer kann Sonnencreme auf Mineralölbasis Schäden in Korallenriffen anrichten, auf Hawai sind deshalb Sonnencremes auf Mineralölbasis verboten. Vor Ort kann rein pflanzliche Sonnencreme gekauft werden, die unschädlich für die Korallenriffe und Meeresbewohner sind.
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Erinnern wir uns, was hat denn die Mutter mit uns gemacht als wir klein waren. Meine Mutter hat mir immer ein Hemdchen aus dünnem Stoff mit langen Ärmeln angezogen und ein Sonnenhütchen aufgesetzt, damit ich keinen Sonnenbrand bekomme. Ich durfte auch als Kind und Jugendliche immer mit einem großen T-Shirt schwimmen und baden gehen, gegen Sonnenbrand. Und dann gab es das Walnussöl. Das Walnussöl hatte Lichtschutzfaktor 2, also nicht sehr viel. Es reichte aber hin.
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Als Jugendliche hatte ich eine Vorliebe um Kosmetik selbst her zu stellen. Es gab Jean Pütz und die Hobbythek. Laborgläser und Reagenzgläser mussten her und natürlich auch ein Laborthermometer. Naja, kleine Mengen Chemie waren gelegentlich dabei. So wurde zu Hause alles nachgemacht, was Jean Pütz in der TV Sendung Hobbythek vor machte. Ich kann mich noch an 10 Liter Shampoo erinnern und keiner in der Familie wollte es haben. Es hat ewig gedauert, bis das aufgebraucht war. Es ist ideal für den Prepper. Gut das ich es gemacht habe. Seife sieden ist geil.
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Sonnencreme
Heute denke ich mir, das muss doch auch mit rein natürlichen Materialien gehen. Günstig sollen sie auch sein. Denn auf Dauer kauft man sich doch keine teure pflanzliche Sonnencreme. Nachwachsende Rohstoffe sind immer gut, auch für den Prepper Bereich. Dünnes Langärmel Hemd und Hut sind natürlich immer gut. Was gibt es noch.
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Walnussöl – LF 2,
Weizenkeimöl – LF 15,
Mandelöl – LF 5,
Himbeeröl – LF 30,
Sojakeimöl – LF 9,
Kokosöl – LF 4,
Olivenöl – LF 4,
Macadamiaöl – LF 6,
Karottensamenöl – LF 30,
Jojobaöl – LF 6,
Avocadoöl – LF 4,
Hanfsamenöl – LF 6.
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Naturöle werden oft zu sehr hohen Preisen gehandelt. Olivenöl und Weizenkeimöl kann in Europa überall gekauft werden und wird in vielen Küchen verwendet. Beides kann gemischt werden. Es können auch ein paar Tropfen Teebaumöl dazu gegeben werden.
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Kati´s Buschöl
Ein kleines Schraubfläschchen mit Olivenöl füllen und ein paar Tropfen Teebaumöl dazu. Das schützt vor Sonnenbrand und Insektenstichen.
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Diese Angaben sind ohne Gewähr, da Naturprodukte natürlichen Schwankungen unterliegen. Der Lichtschutzfaktor kann geringer ausfallen. Bei meinen Recherchen habe ich den Mittelwert der Angaben im Internet aufgeschrieben. Beim nutzen unbedingt die Haut gut beobachten, denn jede Haut reagiert anders. Vorsicht, was bei dem einen funktioniert, das geht bei dem Anderen schief und sie oder er bekommt einen Sonnenbrand da die Haut anders ist.
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Ich habe einen Lederhut und einen Stoffhut mit breiter Krempe. Und eine Kappe mit Nackenschutz gegen die Sonne. Khaki oder Jägerkleidung ist auch ganz nett, da grün. So sieht man nicht nach Militär aus. Mach es mal very british, Khaki Shorts und Hemd mit großem Hut, sieht doch schick aus. Wie in dem Film Hatari mit John Wayne 🙂
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Im Zwergenwald
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Natürlich war ich auch wieder im Zwergenwald unterwegs. Ich bin immer so tief drin, das ich die Wildschweine im Gebüsch höre. In die Dickung sollte man jetzt auf gar keinen Fall gehen, denn die Sauen haben Junge.
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Die Forst ist gerade dabei alle Wege durch dieses renaturierte Gebiet neu zu machen. Kleine Dämme wurden angelegt, damit ein Sumpfgebiet entsteht. Der Wald sieht dadurch schon wieder anders aus. Und zack da war mein Navi im Handy weg. Akku leer. Im Rucksack habe ich immer einen kleinen einfachen Kompass und eine selbstgemachte Karte. Die habe ich mit Google Earth gemacht, auf eine Speicherkarte gezogen und im Laden als Foto ausgedruckt. Das geht super.
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So finde ich auch bei geänderter Wegführung meine Wege durch den Wald. Ich nutze oft die Wege der Tiere. An meinem Lagerplatz angekommen, nehme ich erst einmal ein Bad. Danach mache ich es mir in der Sonne gemütlich. Ich liege auf meiner Iso Matte, horche den Geräuschen und den Vogelstimmen im Wald. Plötzlich schreckt mich ein lautes Hämmern auf. Es ist ein Buntspecht. Es hat sich angehört als wenn ein Mensch mit einem Stock gegen einen Baum haut.
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Auf dem Rückweg nehme ich die Warnrufe der Vögel bewusst war. Das ist ebenfalls wichtig, denn es könnte sich ja ein Wildschwein oder ein Wolf im Gebüsch aufhalten. Ich übe dann schnell und geräuschlos durch den Wald zu pirschen wie die Indianer. Die Fluchtrichtung der Vögel ist wichtig, denn wo sie her kommen lauert die Gefahr. Die Baumstrukturen muss man sich ebenfalls gut merken. So weiß man wo man bereits war und findet schnell den Weg, auf dem man gekommen ist. Es sind angeborene Fähigkeiten, die wir als Menschen haben, die ich aber bisher nicht so richtig war genommen habe.
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Merke: Elektronisch betriebene Geräte, wie Navi oder Smartphone können immer ausfallen. Nimm unbedingt einen Kompass mit. Denn einige Waldgebiete in Niedersachsen sind wie ein wilder Pflanzendschungel. An deinem Lagerplatz kannst du dir eine Stöckchen Sonnenuhr bauen.
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Bis bald im Wald
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17.07.2018
Das heißt jetzt nicht, das wir keine normale Sonnen Creme mehr benutzen dürfen. Im Hochgebirge geht es manchmal nicht anders. Da muss dann Chemie her. Es soll aber weniger Chemie in Flüsse, Seen und das Meer gelangen. Zum Schutz der Bewohner und zu unserem einenem Schutz. Naturschutz.

Im Zwergenwald 08.07.2018, Prepper und Kräuterfrau.

Es sind Sommerferien und viele können nicht in den Urlaub fahren. So ist es im Sand / Steinbruch voll. Selbst an meinem Platz im Schilf hat man keine Ruhe. Ich verzieh mich in den Zwergenwald hinter dem Sand / Steinbruch. In den Zwergenwald geht auch in diesem Sommer kaum ein Mensch. An den beiden Waldseen im Zwergenwald ist es sehr ruhig. Hier gibt es Wildschweine und Wölfe. Ich mach es mir an einem schönen Platz gemütlich und geh erst einmal schwimmen. Danach leg ich mich auf meine Isomatte (Evazote) in die Sonne. Nach einer Weile höre ich die Wildschweine in der Dickung. Es passiert nichts, die Wildschweine verschwinden wieder. Die Wölfe sind scheu, da passiert auch nichts. Essen und Trinken habe ich genug dabei. Ich stelle fest, das ich mehrere Plätze im Wald habe, die ich je nach Witterung aufsuche. Alle Plätze haben eins gemeinsam, sie haben Baumgruppen zwischen denen man ein Seil spannen kann. So ist es einfach zwischen den Bäumen ein Tarp auf zu bauen. Bei schönem Wetter baue ich kein Tarp auf. Im Zwergenwald gibt es viele Birken und das ist auch sehr gut. Bei Durst kann ich sie anzapfen und Birkensaft trinken. Zum Feuer machen eignet sich die Birkenrinde von am Boden liegenden Bäumen. Da die Forst hier renaturiert liegt einiges am Boden und das soll auch so sein und ist gut so. Ich habe mir eine 2 Meter Stoffbahn (T-Shirt Stoff) in der Farbe Olive besorgt. Wenn ich dann im Gebüsch und Schilf auf dem Boden schlafe und mich damit zu decke, bin ich gut getarnt. Meinen Rucksack verstecke ich im Gebüsch. Mein Mikrofaser Handtuch ist mittelgrau und fällt auch kaum auf. Ein Flecktarn T-Shirt in XXL und ein Hemd mit Grasmuster habe ich auch noch, die sind so groß, das ich sie über einen Pulli ziehen kann. Als Frau muss man schon ein bisschen mehr auf Tarnung achten, sich leise und geschickt durch den Wald schleichen. So bin ich sicher, habe meine Ruhe und kann ungestört Vögel beobachten. Das ist toll.
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Muss ich mir bei Waldbrandgefahr etwas im Wald kochen?
Nein.
Ich nehme mir meinen Thermobecher mit heißem Kaffee mit und eine Flasche Wasser. Da ich etwas Geld sparen muss sind alle meine Outdoor Utensilien wieder im Gebrauch. Meine alten Sigg Flaschen kommen wieder zum Einsatz. Einfach nur die Dichtungen im Deckel ausgetauscht und schon sind sie wieder dicht. Das Leitungswasser bei uns ist gut, es kommt aus einer Quelle hinter dem Dorf. Diese Quelle führt zwar bei Trockenheit weniger Wasser, aber es reicht noch für alle im Dorf. Wasserknappheit wegen Hitze, wie in einigen Dörfern in Norddeutschland, gab es bei uns noch nie. Unsere Regentonnen sind allerdings leer, der Garten fängt an zu vertrocknen. Unser Obst an Bäumen und Büschen ist aber in Ordnung. Die Büsche und Bäume haben tiefe Wurzeln und bekommen dadurch noch genug Wasser. Das Gemüse musste ich schnell ernten. Ein Bauer würde von Noternte sprechen. Die Heilkräuter wachsen super, denen macht die Wasserknappheit anscheinend nichts aus, sie brauchen nicht viel Wasser.
Essen, ich nehme mir einfach ein Marmeladenglas gefüllt mit Studentenfutter mit. Das bringt Energie und das reicht mir. Im Wald finde ich jetzt reife Himbeeren und die Samen der Brennnessel lassen sich auch gut essen. Die Samen piksen nicht. An einem Lagerplatz stehen 2 Bäume mit Wildkirschen, sie sind noch nicht reif.
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Mein Waldsofa hab ich nicht mehr aufgebaut. Die Stämme liegen noch im Gebüsch. Baumgruppen sind als Lagerplatz besser. Im Notfall können hier Brombeerranken als Fußangeln gespannt werden. Ungebetene Besucher fallen hin und schimpfen oder fluchen. Wie bei den alten Germanen, Herrmann/Arminius, der die Römer bei uns vertrieben hat. So bekomme ich rechtzeitig mit was los ist. Ich bin jetzt so viel im Wald wie es geht. Leider kann ich nur selten im Wald schlafen, da ich zu Hause meine eigenen Vögel versorgen muss und auch arbeite. Irgendwo muss das Geld ja her kommen.
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Prepper
Im Auto habe ich für den Notfall 4,5 Liter Trinkwasser. 2 mal habe ich es dieses Jahr schon gebraucht und war froh das es da war.
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Meine Campingausrüstung und einige getrocknete Lebensmittel wie Nudeln, Reis, Tee und Instantkaffee (muss alles Hitzebeständig sein) liegen ebenfalls im Auto und wurde schon mehrfach benötigt. Gut das es da ist. Preppen lohnt sich.
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Die Notsituationen waren Stress und einfach mal schnell abhauen in den Wald und Hunger haben, Straßen von Hochwasser überschwemmt und nicht nach Hause können, extreme Hitze und mit dem Auto unterwegs.
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Was neues gegen Mücken und stechende Insekten im Wald heraus gefunden:
Bei diesem heißen Wetter gehe ich mit kurzer Hose in den Wald. Ja, ja, soll man nicht machen, es ist aber so warm. Ich hab auch mal wieder vergessen meine Beine gegen Stechviecher ein zu reiben. Ich suche Rainfarn (Tanacetum vulgare), Insektizid, sehr giftig. Darf nicht bei Schwangeren verwendet werden, es kann zu Fehlgeburten durch Rainfarn kommen. Ein dicker Strauß kann an den Rucksack gebunden werden, der Geruch vom Rainfarn vertreibt Insekten. Leider habe ich keinen Rainfarn gefunden. Da kam mir eine Idee. Es wächst ja gerade überall Spitzwegerich (Plantago lanceolata) und der schmeckt bitter. Spitzwegerich ist ein Heilkraut gegen Husten und es lassen sich kleine Wunden damit desinfizieren. So nehme ich einige Blätter und kaue sie zu einem Brei durch. Den Spitzwegerich Brei spucke ich in meine Hände und damit reibe ich mir die Beine ein. Mich hat nichts gestochen, es hat gewirkt. Spitzwegerich mit den Enzymen des Speichels sind für Insekten unangenehm. Geht doch.
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Bis bald im Wald

Waldläufer und Prepper Neuanschaffungen 05.05.2018

Mein Spork hat mal wieder Füße bekommen. Ich hatte ihn in die Besteckschublade vom Küchenschrank gelegt. Da ist er nicht mehr. Die Familie hat ihn irgendwo in Gebrauch und er ist jetzt in einer anderen Tasche. Im 1 Euro Shop habe ich mir jetzt ein Kinderbesteck aus Edelstahl gekauft. Da ich Berufspendlerin bin, brauche ich ein Essbesteck für unterwegs und immer ein paar robuste Proviantdosen. Fastfood macht krank und ist nichts für Pendler. Meine Rucksäcke müssen auch sehr strapazierfähig sein, da sie in Dauergebrauch sind. Bundeswehrsachen hab ich keine mehr. Alles zerschlissen und kaputt.
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Was ist neu und im Dauergebrauch:
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1 Kellner Messer,
1 Kinderbesteck, Edelstahl, Löffel und Gabel,
1 Klapp Windschutz für Trangia Brenner, kann auch als Hobo verwendet werden,
1 Grillzange aus Edelstahl, habe ich im Wald gefunden, hat ein anderer Waldläufer verloren,
die Grillzange kann auch als Griffzange für Campingtöpfe verwendet werden,
3 Solar Lampen. (Lampen mit Solarzelle und Akku Batterie).
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Ich halte mich weiterhin an meinen Plätzen am Ith, im Osterwald und im Zwergenwald auf. Wildschweine sind hier unterwegs. Gelegentlich zieht ein Wolf durch. Vor den Wildschweinen muss man aufpassen. Die Wölfe sind scheu und werden gelegentlich von den Jägern beobachtet. Weitere Waldläufer sind unterwegs, von denen sehe ich aber nur die Spuren. Seit April gehe ich auch wieder im Waldsee schwimmen. Ein Bad im Wald ist immer sehr angenehm. Als Öko Seife verwende ich meine Kastanienseife. https://pilgerinkati.wordpress.com/2017/07/09/waschen-im-wald-und-in-der-natur/comment-page-1/
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Verdauungsausscheidungen am Lagerplatz
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Jeder muss mal irgendwo hin. Einige nehmen ein kleines Schäufelchen mit. Ist man länger an einem Ort, dann macht das Sinn. Eine kleine Gartenschaufel gibt es günstig im Baumarkt. Hast du einen Kräutergarten oder Gemüsebeete, dann hast du bestimmt ein kleines Schäufelchen, das du mitnehmen kannst. Die Ausscheidungen werden einfach, etwas abgelegen vom Camp, vergraben. Also ein Loch, rüber hocken und alles rein. Achte auf ungefärbtes WC Papier, damit es rückstandslos im Boden verrottet.
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Da ich aber als Frau nicht so viel Klimbim, wie Schaufel und Axt rumschleppen mag, schnitze ich mir im Wald einen Grabstock. Ein Stock, ca. 50 bis 60 cm lang. Unten wird er mit dem Messer nur etwas spitz gemacht, so das man noch gut damit in Loch graben kann. Nach jedem Geschäft einfach etwas Erde drauf. Irgendwann ist das Loch dann zu. Dann muss ein neues Loch gebuddelt werden. Wer kein WC Papier mit in den Wald nehmen möchte, muss sich große Blätter suchen. Ahorn geht hier super und verursacht auch keine Hautreizungen. Die Blätter der Kastanie und des Kirschbaumes eignen sich auch. Für die Mädels: Tampons verrotten nicht, da sind Kunstfasern drin. Die gehören in eine Mülltüte und zurück in den Rucksack. Zu Hause kannst du sie dann entsorgen. Wenn du das nicht möchtest, dann schau mal bei mir unter Frauenhygiene nach. Es geht auch ohne Tampons und Binden.
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Es ist wichtig im Wald seine Verdauungsausscheidungen zu vergraben. Tut man es nicht, zieht das dicke Fliegen an. Und wer hat schon gern dicke Brummer auf seinem Essen im Camp. Lieber nicht.
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Bis bald im Wald