Waldläufer 09.05.2020

Samstag und super schönes Sommerwetter. Ach wie gerne würde ich jetzt an einen See zum Baden und schwimmen gehen. Leider ist das wegen Corona nicht möglich. Wie soll man dort bei schönem Wetter Abstand halten, das geht nicht. So ziehe ich mich in den Osterwald zurück. Am höchsten Punkt des Osterwaldes bin ich noch nie gewesen und ich möchte auch einfach nur im Wald unterwegs sein. Im Osterwald sind seit Corona wenig Wanderer unterwegs, denn die Gastwirtschaft – Sennhütte ist immer noch geschlossen.
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Ich packe meinen Rucksack mit allem was ich brauche und stecke mir mein GPS Gerät (Garmin eTrex Touch 35) Karte, Kompass und Geodreieck ein. Vom Parkplatz am Waldrand geht es los. Ich laufe durch Rückegassen, erst bergab bis zu einem schönem sauberen Bach. Der Bach ist tief im Wald, die Rückegasse fast zu gewachsen. Es ist sehr anstrengend durch das Gestrüpp zu kriechen. Ich finde Wildschweinspuren von ca. 10 cm und bekomme etwas Angst, das ist ein Riesenschwein. Danach komme ich an eine Stelle wo ein kleines Buchenwäldchen ist. Der Boden ist hier trocken mit viel Buchenlaub. Die Sonne scheint warm durch die Buchen und der saubere Bach plätschert so dahin. Es ist hier wunderschön so tief im Wald. Ich ziehe mich aus und nehme ein ausgiebiges Bad im Bach. So tief im Wald braucht man keine Badesachen und auch kein Handtuch. In der warmen Sonne werde ich schnell trocken. Anziehen und die schöne Waldstelle als Wegpunkt mit dem GPS Gerät markieren. Vom Bach aus geht es jetzt immer aufwärts bis zum höchsten Punkt im Osterwald. Weiter durch Rückegassen bis auf einen Wanderweg. Nach einiger Zeit komme ich am höchsten Punkt an. In der Wanderkarte steht Hoher Stuhl im GPS Gerät steht Holenberg. Wie auch immer, am höchsten Punkt steht ein hoher Jagdansitz, eben ein hoher Stuhl. Der Jagdansitz ist aus massiven Holzbalken gebaut, sehr hoch, mit Dach und Seitenwänden gegen Regen und Sturm. Eine richtige kleine Hütte mit Leiter, ohne Tür und offen. Ich steige auf den Jagdansitz, von hier oben kann man bis nach Hannover schauen, was für eine bombastische Aussicht. (Die Entfernung von Hannover bis zum Osterwald beträgt 35 Kilometer). Am Jagdansitz befindet sich eine schöne Waldwiese, ich breite meine Jacke aus, lege mich auf die Wiese in die Sonne und esse erst einmal was. Bis in den späten Nachmittag bleibe ich auf der Waldwiese und genieße es.
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Was gibt es zu essen und zu trinken.
Ich habe 2 Liter Wasser und eine Dose Nüsse im Rucksack. Dazu gibt es frisches Waldgemüse bestehend aus frischen Fichtenspitzen, Knoblauchsrauke und die Blütendolden vom Bärlauch. Waldgemüse und Nüsse machen richtig satt und sind lecker. In Corona Zeiten ist es äußerst wichtig sich gesund und vitaminreich zu ernähren. Fleisch meide ich momentan, da es in einigen deutschen Fleischfabriken vermehrte Corona Fälle gegeben hat.
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Gegen Abend wandere ich auf Wanderwegen zurück. Mir fällt auf, das es hier keine Wegweiser gibt. Wer hier unterwegs ist benötigt mindestens eine Wanderkarte.
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Einige möchten immer wissen was ich im Rucksack habe und auch heute möchte ich es euch verraten.
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1 Fahrtenmesser OCK,
1 Feuerzeug,
1 Spork,
2 Flaschen Wasser von je einem Liter,
1 Dose Erdnüsse, ungesalzen,
1 dicke Jacke,
1 Smartphone,
1 GPS Gerät,
1 Peilkompass (Segelkompass),
1 topographische Wanderkarte,
1 mal Unterwäsche zum wechseln (meine Alleintouren sind immer sehr anstrengend und schweißtreibend, bei Touren mit kleinen Gruppen brauche ich das nicht da nicht so anstrengend),
mein EDC Täschchen ist unten im Rucksack https://pilgerinkati.wordpress.com/2020/04/14/hast-du-ein-edc/ .
Im Wald möchte ich heute nicht übernachten.
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Wetteransage:
Windrichtung Nord, bewölkt, Polarwinde.
Bei uns in Norddeutschland heißt das, es wird kalt und ungemütlich. In Süddeutschland bleibt es schön, bis dahin sind die Polarwinde abgeflaut. Auf die Alpen hat dies nur eine giringe Auswirkung. Es könnte in den Alpen regnen, das ist alles.
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10.05.2020
Ich mache beim Vogelzählen beim NABU mit. Das Ergebnis habe ich gerade online versendet.
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Internet Seite vom NABU:
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https://www.nabu.de/
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Corona
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Bitte passt auf euch auf, die Corona Zahlen steigen in Deutschland wieder. Ich werde weiterhin keine Gastwirtschaft und keine Kirche in diesen Zeiten betreten. Als Pilgerin kann ich mich in den Wald zurück ziehen und als Waldläufer und Kräuterfrau ebenso. Ich war vor 20 Jahren das letzte mal beim Friseur, den brauch ich nicht. Mein Mann sieht auch gepflegt aus, er bekommt von mir einen Top Haarschnitt. Ich schneide seit 20 Jahren Haare, also nicht erst jetzt, ich bin keine Friseurin. Ich bin kein Hippy, die Amerikaner würden mich als „Eco Freak“ bezeichnen, ich bleibe Kräuterfrau.
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Passt auf euch auf und bleibt gesund.
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Bis bald im Wald

Waldläufer 15.02.2020

Heute habe ich meinen Winterlagerplatz aufgesucht. Es war alles noch da, so wie ich ihn zuletzt verlassen hatte. Ein Tarp habe ich heute nicht mit genommen, denn es ist sonnig 14 Grad plus und regnet nicht. Gegen Abend werde ich den Lagerplatz verlassen müssen. Orkan Viktoria ist im Anmarsch. Ich schaue mich nach ein paar Stangen für das Tarp und für ein Dreibein um. Naja, zum Tarp abspannen reicht es. Aber für ein Dreibein werde ich mir bessere Stangen suchen müssen. Haselstangen sind für ein Dreibein gut. Die Stangen werden am Lagerplatz gelagert. Meine Wildkamera hänge ich in einiger Entfernung auf.
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Ein Feuer mache ich mir heute nicht, denn ich möchte Tiere beobachten. Die Tiere werden vom Feuergeruch verscheucht. In der Nähe ist ein Wolf fotografiert worden. Vor 2 Jahren hatte ich hier im Schnee Wolfsspuren gefunden. Die Wölfe sind also noch da.
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Einen festen Shelter oder ein Zelt darf ich hier nicht auf bauen, aber sonst hat niemand etwas dagegen wenn ich an diesem Platz bin. Mein Lagerplatz ist zwischen 2 Bäumen. Zwischen den Bäumen spanne ich ein Seil und darüber kommt das Tarp. Ein paar andere Buschcrafter hatten es sich hier im Sommer gemütlich gemacht und einen Shelter wie Rüdiger Nehberg gebaut. Der Shelter war nicht sehr stabil und ist vom letzten Sturm eingestürzt. Die Bushcrafter sind seit dem Herbst nicht wieder gekommen und ich habe meinen Lagerplatz zurück.
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Für mich ist dieser Lagerplatz im Sommer nicht so gut. Im Sommer ist der Bach ausgetrocknet.
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Heute habe ich eine dicke Wolldecke, ein Iso Sitzkissen, Essen und heißen Tee in einer Thermoskanne mit. Bei Sonnenuntergang wird es kälter und es sind jetzt 8 Grad plus. Ich rolle mich in meine Wolldecke ein und es ist warm und gemütlich. Am liebsten würde ich jetzt hier bleiben und die Nacht im Wald schlafen. Aber wegen des angesagten Orkan´s Viktoria geht das nicht. Von einer umgestürzten Fichte nehme ich mir ein paar Zweige für meine Zebrafinken und für einen Waldtee mit. Wegen der Wölfe mache ich mir auch Gedanken. Es ist wohl besser auf einem Hochsitz zu schlafen. Vor einiger Zeit hatte ich gefragt ob ich auf die Hochsitze in der Umgebung darf um Tiere zu fotografieren. Es hat niemand etwas dagegen gehabt. Ich soll aber gehen wenn der Jäger kommt.
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Auf dem Rückweg sammel ich meine Wildkamera wieder ein. Es waren Tiere unterwegs, ich habe sie gehört. Vor die Wildkamera ist aber kein Tier gelaufen.
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16.02.2020
Es ist windig ca. 6 Bft. und bewölkt, 12 Grad plus. Noch hat uns Orkan Viktoria aus dem Norden nicht erreicht, hoffentlich zieht er vorbei. Danach wird es einen Temperatursturz geben und es soll dann wieder kälter werden.
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Bis bald im Wald
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16.02.2020 um 17:00 Uhr
Laut Seewetterbericht zieht der Orkan an uns vorbei.

Waldläufer 19.12.2019

Endlich früh Feierabend und die Sonne scheint noch. Also nichts wie gleich nach der Arbeit raus in den Wald. Bei einer Temperaturen zwischen 5 und 10 Grad Celsius, ist es im Winter im Wald sehr matschig. Meine schönen neuen Schuhe möchte ich nicht im Wald ruinieren, denn die waren echt teuer. Die Lösung heißt Baumarkt und da komme ich sowieso vorbei. Im Baumarkt besorge ich mir ein paar schwarze Gummistiefel die bis zum Knie gehen. Die Gummistiefel können dann auch gleich im Auto bleiben.
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Am Waldrand angekommen werden zuerst die neuen Gummistiefel angezogen, eine Lampe in die Jackentasche gesteckt und ab geht es in den Wald. Einfach nur im Wald sein. Der Sonnenuntergang am Nachmittag ist total schön. Am liebsten würde ich die Nacht im Wald bleiben, aber ich muss ja morgen arbeiten. So geht es auch bald wieder auf den Nachhause Weg. In der Dämmerung sehe ich ein sehr großes Wildschwein. So ein großes Wildschwein habe ich noch nie gesehen, es ist groß wie ein Klavier. Ich blinke das Schwein mit meiner Taschenlampe an und es rennt weg. Puh…. Schwein gehabt. Es wird wieder eine Nachtwanderung durch den Wald und ich begegne noch einem Fuchs und einem Reh. Am Waldsee sitzen ein paar Angler in der Dunkelheit und hoffen noch einen dicken Karpfen zu Weihnachten zu angeln. Die Angler haben die Wildschweine auch gesehen. In der Dämmerung und bei mildem Winterwetter ohne Frost, kommen die Schweine an den See um sich am Ufer im Matsch zu suhlen. Hier stehen auch ein paar große Eichen und die Samen (Eicheln) werden von den Schweinen gern gefressen.
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Bis bald im Wald

Waldläufer 16.08.2019, Schatzsuche

Urlaub und endlich im Wald unterwegs. Auf geht’s zum Schecken, denn dort sind einige Geocaches versteckt. Der Schecken ist ein Waldgebiet zwischen Diedersen und Hastenbeck im Weserbergland / Niedersachsen. Kleine Dörfer mit abgelegenen Bauernhöfen, viele Pferde, Wald und sonst weiter nichts. Hier gab es einmal eine große Schlacht. Auf Wikipedia im Internet wird sie erklärt: „Die Schlacht bei Hastenbeck am 26. Juli 1757 war eine Schlacht des Siebenjährigen Krieges zwischen dem in Personalunion verbundenen Kurfürstentum Braunschweig-Lüneburg („Kurhannover“) und dem Königreich Großbritannien gegen Frankreich.“
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Die Schatzsuche / Geocaching am Schecken ist sehr anstrengend. 5 Stunden bin ich zu Fuß im Wald unterwegs. Teilweise auf Rückewegen. Wegen Forstarbeiten liegen Bäume auf den Wegen. Wegweiser wie in einem Wandergebiet, gibt es nicht. Ich finde 10 Geocaches. Einen Geocache mag ich nicht mehr weiter suchen, der ist so tief in den Brombeeren versteckt. Die Stacheln stechen durch die Jeans. Da ich erst um 15 Uhr los gehe, kann ich nur einen Teil der Geocaches in diesem Wald finden. Gegen 20 Uhr wird es dunkel. Jetzt muss ich mich beeilen um aus dem Wald heraus zu kommen denn hier gibt es große Wildschweine und gelegentlich Wölfe. Übernachten möchte ich hier nicht, denn am Morgen werden auch die Forstarbeiter, Förster und Rücker zurück kommen.
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Ich werde wieder kommen, denn in diesem Wald warten noch einige Mystery Caches. Da einige wissen möchten was ich dabei hatte, kommt hier ein Foto.
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16.08.2019 Inhalt Tagesrucksack

Tagesrucksack mit Pulli, Regenzeug, Notizbuch, Emsabox, Kappe, Taschentücher, Taschenlampe, Messer, Kellnermesser, Müsliriegel, Feuerzeug, Flasche.


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16.08.2019 Navigation

Emsabox mit altem und neuem Smartphone. Auf dem neuem Smartphone ist ein GPS Programm. Geodreieck, Stirnlampe, Peilkompass, Brille, Taktischer Kugelschreiber aus Metall. /// Nicht abgebildet: kleines Täschchen mit Pflaster und 2 Wundbandagen.


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Bis bald im Wald

Waldläufer 27.03.2019

Update 07.04.2019
Eigenversuch hat funktioniert.
https://pilgerinkati.wordpress.com/2019/03/23/waldlaeufer-heilkraeuter-grippewelle/
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Ein paar Tage Urlaub. Mein Infekt möchte nicht so richtig weichen aber frische Luft wird mir gut tun. Im Osterwald sind Forstarbeiten und die Straße ist wegen Bauarbeiten gesperrt. Mit meinem Infekt möchte ich nicht 8 Km zu meinem Lieblingslagerplatz und wieder zurück laufen. So verdrücke ich mich in den Zwergenwald, dort brauche ich nur 4 Km von einem Parkplatz zu meinem Lieblingslagerplatz laufen. Ich habe mehrere Lagerplätze.
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Die Stämme von meinem Waldsofa/Trapperbett hatte ich im Gebüsch aufgestapelt. Sie sind alle noch da. Auch das Grillrost steht noch versteckt im Gebüsch. Es ist so windig das Heringe vom Wind aus dem Boden reißen würden und deshalb binde ich die Plane an den Stämmen fest. Ein Sitzkissen und eine warme Decke habe ich auch mit. Regenschauer, Sonne und Wind wechseln sich heute ab.
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Ich habe meinen Trangia Brenner mit. Ein komplettes Trangia Kochset benutze ich nicht, weil es zu viel Platz im Rucksack weg nimmt. Als Kochergestell benutze ich einen Edelstahl Besteckhalter, den gibt es für 2 Euro im Supermarkt. Den Edelstahl Besteckhalter kann ich auch als Hobo benutzen, das geht prima. Als Topfhalter benutze ich 2 Alu Zeltheringe aus dem Camping Laden. Topf und Becher sind ebenfalls aus Edelstahl und aus dem Campingladen.
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Es gibt Cowboy Küche wie in Western Filmen. Chili Bohnen mit Sonnenblumenkern Brötchen. Dazu heißen Kaffee. Draußen schmeckt das Essen einfach besser, egal was es ist.
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Hinter mir im Gebüsch höre ich mehrmals Wildschweine. Durch das Zelt bleiben sie aber auf Distanz. Die Zeit im Wald vergeht viel zu schnell. Als es Dunkel wird, kommen Gänse angeflogen und balzen noch etwas herum. Schön ist es den Gänsen zu zu sehen.
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Ich höre Menschenschritte und dann sehe ich eine Lampe auf dem Waldweg. Ich selbst sitze im Dunkeln mit grünem Zelt, grüner Jacke und dicker grauer Decke. Die Person scheint mich nicht zu sehen, sonst hätte sie mich schon angeleuchtet. Jagdgrün und grau wirkt sehr gut. Die Person schleicht weiter, bleibt stehen und schleicht wieder zurück. Nach einer Stunde kann ich immer noch die Lampe sehen.
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Im dunkeln, ohne Licht und ganz langsam packe ich meine Sachen zusammen. Die Person soll nicht merken das ich anwesend bin. Die Stämme lege ich ganz leise und vorsichtig wieder in das Gebüsch. Wer weiß wer da durch den Wald schleicht. Danach schleiche ich ganz leise weg in die andere Richtung. Als ich kurz vor dem Parkplatz bin, kann ich immer noch die Lampe im Wald herumschleichen sehen. Die Person hat meinen Lagerplatz nicht gefunden, die Lampe leuchtet auf dem Waldweg entlang.
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Nix wie weg.
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Bis bald im Wald

Waldläufer 18.08.2018. Nachts durch den Wald.

Eigentlich war diese Nachtwanderung nicht geplant, es hat sich so ergeben.
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Samstag Nachmittag waren mein Mann und ich in Bodenwerder (Weser) zum Eis essen, am Anleger. Wir saßen unter dem großen Walnussbaum der Gastwirtschaft. Und beobachteten die Schiffe auf der Weser. Es war einiges los. Danach beschlossen wir noch zum Grohnder Fährhaus (Weser, Kernkraftwerk Grohnde) zu fahren um uns den neu ausgebauten Campingplatz an zu schauen. Schön ist es geworden. Das Kernkraftwerk ist mir allerdings immer unheimlich. Es ist gerade wieder in Betrieb. Oft ist es ja abgeschaltet weil wieder irgendwas war. Hoffentlich kommt das Biest bald weg, wir haben ja jetzt genug Windräder (Möwenschredder) für Strom.
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Als wir wieder zu Hause waren, war es immer noch so warm, 32 Grad Celsius. Ich wollte unbedingt noch Schwimmen gehen.
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Ende August wird es schon wieder früher dunkel. So packe ich auch meine Solarlampe und eine Stirnlampe in meinen Rucksack. Man kann ja nie wissen. Wenn ich zum Sand-Tonbruch möchte muss ich vom Parkplatz aus mindestens eine halbe Stunde durch den Wald gehen. Dahinter fängt dann der Zwergenwald mit seinen Seen an. In den Zwergenwald gehen eh nur Leute die keine Angst vor Wildschweinen haben, oder Waldläufer. Neulich fand ich 2 versteckte Flaschen Bier. Sie lagen aber schon länger hinter einem Baum unter Gestrüpp. Das Bier roch schon komisch. Ich hab es weg geschüttet und die Pfandflaschen mit genommen. Im Gebüsch war auch ein Campingstuhl. Den hab ich stehen lassen. An einem anderen Lagerplatz liegt seit Wochen eine Wolldecke, eine Flasche Schnaps und ein paar Latschen. Inzwischen kann ich ganz gut Spuren lesen und habe schon so einige versteckte Lagerplätze gefunden. Meine Sachen lasse ich nicht im Wald zurück, denn sie werden von Mäusen zerfressen.
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So war ich bei Sonnenuntergang im Wald. Ich breite meine Isomatte (Evazote) im feuchten Schilf aus. Eine grüne Decke habe ich auch dabei, falls mir kalt wird uns als Tarnung. Ebenfalls einen schwarzen Pulli und ein Flecktarn T-Shirt in Übergröße um es über einen Pulli tragen zu können. Die Shorts ist dunkelblau. Nach dem Schwimmen ziehe ich meine Tarnklamotten an und decke mich mit der grünen Decke zu. Es wird dunkel und kühl im Schilf. Essen und Trinken hab ich auch dabei. Am anderen Ufer erscheinen 2 Angler, ein Zelt wird in der Dämmerung zwischen den Büschen aufgebaut. Sie tarnen sich ebenfalls sehr gut da Zelten im Wald verboten ist. Aber einer trägt ein weißes T-Shirt. Die Angler haben gemerkt das im Schilf etwas ist und leuchten mit einer fetten Taschenlampe direkt in das Schilf. Ich mach es dann wie ein Vogel, ich bewege mich nicht. So sehen sie nichts, hören mich aber gelegentlich rascheln und dann geht die Taschenlampe wieder an. Ein lustiges Spiel bis Mitternacht.
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Dann raschelt es hinter mir. Oh nein, die Wildschwein Rotte kommt aus der Dickung. Oh oh, schnell weg hier. Leise packe ich meine Sachen zusammen. Au weia, das Rascheln kommt immer näher. Die Angler haben es auch gehört und leuchten das Schilf und das Gebüsch mit ihren Taschenlampen ab. Ich setzte meine Stirnlampe auf und haue ab. Jetzt können mich die beiden Angler natürlich sehen, wie ich vor den Wildschweinen abhaue. Ich muss noch durch den total düsteren Wald wandern und es ist Geisterstunde.
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Bis bald im Wald

Wassermangel in Deutschland, August 2018.

Die Nacht hat es geregnet, aber es ist schon wider warm. Der wenige Regen wird die Wasserknappheit in Deutschland nicht lindern. Die Bauern haben große Ernteausfälle. Der Mais droht auch zu verdorren. Das wird schlimm, denn gerade der Mais wird bei uns auf dem Land als wichtiges Viehfutter angebaut. Das Gras wächst bei der Trockenheit nicht nach und so hat es nur wenig Heuernte gegeben. Einige Bauern müssen jetzt schon ihr Heu, das eigentlich für den Winter gedacht war, verfüttern. Die Höfe fürchten um ihre Existenz. Lebensmittel werden teuer werden.
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Einige Familien auf dem Land haben jetzt schon kein Geld mehr um für ihre Kinder Obst und Gemüse zu kaufen. Die Kinder kommen in die Schule und kennen kein Obst. In unserer Schule im Dorf gibt es seit einigen Jahren ein Schulobst Projekt, gesponsort von der EU. Einige Kinder halten mit 6 Jahren das erste mal Obst in der Hand. Für uns Waldläufer und Pilger ist das oft unvorstellbar. Da wir den ganzen Tag im Wald rumstrolchen, Beeren und Wildfrüchte essen. Gelegentlich essen wir auch Fallobst auf der Pferdeweide. Die Pferde sind harmlos, da kann man schon mal auf die Weide gehen und sich 2 oder 3 Apfel holen und in den Rucksack stecken. Für die Tiere fallen die nächsten Apfel ja bald wieder herunter. Gut wenn der Bauer ein paar Apfelbäume auf der Weide stehen hat, dort haben die Tiere jetzt noch genug Futter. Aber was wird aus den armen Familien wo die Kinder jetzt schon kein frisches Obst kennen. Wir wissen es nicht.
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Unsere Quelle hinter dem Dorf gibt noch genügend Wasser ab. Aber an meinem Lagerplatz im Osterwald ist der Bach eingetrocknet, da ist nichts mehr. Seit Juni 2018 bin ich nicht mehr dort gewesen. Es war sehr anstrengend immer dort Wasser hin zu schleppen. Ich hoffe das der Bach im Herbst und Winter wieder Wasser führt. Über Sommer bin ich viel im Zwergenwald im alten Ton Sandbruch Gebiet. Dort ist genug Wasser. Sonntag nach Sonnenuntergang sind dort 24 Graugänse eingeflogen. Ja auch die Gänse suchen Wasser. Es ist interessant ihnen zu zu sehen. Leider hatte ich keine Kamera dabei. Auf dem Rückweg war es schon dunkel. Und ja, ich bin auch wieder Wildschweinen begegnet. Im alten renaturierten Sand und Tonbruch sind jetzt viele Wildtiere, denn hier gibt es noch Wasser. Ich kann jetzt viele Tiere beobachten. Die Tiere kommen zum Wasserloch.
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Ich mach mir langsam Sorgen, was wenn die Quelle hinter unserem Dorf versiegt? Das kann übel werden. Das ganze Dorf lebt von dieser Quelle, Mensch und Tier.
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Bis bald im Wald

Sedimentieren

Aktualisiert am 14.08.2018
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Die Bundeswehr und Rüdiger Nehberg machen es um sich zu tarnen. Wir haben helle Haut die viel zu schnell im Wald auffällt. Im Internet sieht das so einfach aus, wenn es vorgemacht wird. Ist es wirklich so einfach? Nach der Arbeit fahre ich in den Sand- Tonbruch. In den Zwergenwald gehe ich momentan am Abend nicht rein. Denn dort bin ich einer ganzen Rotte Wildschweinen begegnet. Es ist besser sich im Zwergenwald bei Hellem zu bewegen und wenn es dunkel ist am Lagerplatz zu bleiben. Denn die Wildschwein Rotte ist ganz schön groß und bei dem heißem Wetter nachtaktiv. Tagsüber liegen die Wildschweine in der Dickung und schlafen.
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So bleibe ich am vorderem See. Bei dem Wetter ist hier ganz schön was los. Am Abend wird es ruhiger. Die Jugendlichen sitzen wieder mit der Wasserpfeife in den Büschen und kiffen. Wie immer. Ich mach es mir auf meinem Lieblingsplatz im Schilf bequem. An einigen Stellen ist viel Schlamm. Ich habe einen Badeanzug an und den Schlamm schmiere ich mir jetzt auf die Arme, Beine und das Gesicht. Meine Haare sind von der Sonne ganz ausgeblichen, so schmiere ich den Schlamm auch in meine Haare. Ich sehe aus wie ein Erdferkel. So richtig abdecken tut der Schlamm nicht. Meine helle Haut schimmert immer noch durch. Sedimentieren, einfach so mit Schlamm funktioniert nicht.
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Aber ich habe etwas anderes heraus gefunden. Schlamm ist wie Lavaerde und Lavaerde wird zum Haare waschen genutzt. Ich wasch mir die Haare mit Schlamm aus dem See und nehme danach ein Bad um mich wieder sauber zu waschen. Die Haare sind ganz sauber und die Haut ganz weich.
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Es passt zu meinem Thema: Waschen im Wald und in der Natur.
https://pilgerinkati.wordpress.com/2017/07/09/waschen-im-wald-und-in-der-natur/comment-page-1/
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Bis bald im Wald
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Update 14.08.2018
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Wie hält Schlamm und Lehm besser auf der Haut?
Trockenen Lehm oder feine trockene Erde mit Olivenöl zu einer Paste mischen. Die Erde sollte möglichst einen dunklen Farbton haben, du kannst aber auch etwas Holzkohle drunter mischen. Such dir einen Stein oder ein Stück Holz auf dem du mischen kannst. Denn es gibt eine ziemliche Sauerei. Da Olivenöl ein Naturprodukt ist, brauchst du kein schlechtes Gewissen zu haben, es macht also nichts wenn etwas auf den Boden tropft.
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Überlege dir vorher, wie du die Paste im Gesicht wieder loswerden willst. Als Waschlappen kannst du die Blätter vom Pestwurz (giftig, nicht essen) verwenden. Ahorn und Kastanienblätter sind auch als Waschlappen und Kloopapier geeignet. Mach mit einem Grabestock ein Loch in den Boden, wo du die Reste vergräbst. Sollte dein Gesicht jetzt immer noch schmutzig sein, kannst du die Reste mit Olivenöl entfernen. Danach kannst du dich ganz normal mit selbstgemachter Kastanien oder Efeu Seife waschen. (Da kommt der Ökofreak und die Teesocke in mir mal wieder durch). Den Kloobeutel brauchst du nicht aber du brauchst das Wissen über Heilpflanzen. Denn das Wissen über Heilpflanzen ersetzt den Kloobeutel und erspart dir Gewicht im Rucksack. Das ist für uns Frauen wichtig, denn wir wollen uns ja nicht tot schleppen.
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Siehe Waschen im Wald und in der Natur und wie wasche ich mich im Krisenfall.
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Du kannst dir diese Paste auch zu Hause mischen und in einer kleinen Schraubdose mit nehmen. Es macht allerdings mehr Sinn ein kleines Fläschchen Olivenöl mit zu nehmen. Denn das kannst du essen oder auch als Sonnenschutz verwenden. Olivenöl brennt und ist für Öllampen geeignet.
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Denk immer daran, das du als Frau gut getarnt sein musst. Du könntest sonst überfallen werden. Mach es wie die Vögel. Weibliche Bodenbrüter und Jungvögel sind tarnfarben. Für Survival Fälle stecke ich einfach ein pink Unterhemd mit in den Rucksack. Das kann ich im Notfall rausholen, anziehen, als Signal Kopftuch umbinden wenn ich Jägern begegne oder als Fahne aufhängen.
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Bis bald im Wald

Natürlicher Sonnenschutz für die Haut / natural suncare to the skin / Im Zwergenwald 15.07.2018

Niemand möchte einen Sonnenbrand, da dieser gefährlich ist und zu Spätfolgen wie Hautkrebs führt. Sonnencremes gibt es viele, aber sind die auch alle gut? Nein, nicht alle. Es gibt Sonnencremes auf rein pflanzlicher Basis. Als wir unterwegs in Griechenland waren, hab ich mir so eine Creme gekauft. Teuer war das, ja richtig teuer. Aber gut.
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Die meisten Sonnencremes enthalten leider Mineralöl, das steht im Kleingedrucktem. Gehen wir nun schwimmen und haben diese Sonnencreme auf der Haut, löst sich auch bei wasserfester Creme ein Teil ab. Dieses Mineralöl gefährdet Fische und Pflanzen in Flüssen und Seen. Im Meer kann Sonnencreme auf Mineralölbasis Schäden in Korallenriffen anrichten, auf Hawai sind deshalb Sonnencremes auf Mineralölbasis verboten. Vor Ort kann rein pflanzliche Sonnencreme gekauft werden, die unschädlich für die Korallenriffe und Meeresbewohner sind.
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Erinnern wir uns, was hat denn die Mutter mit uns gemacht als wir klein waren. Meine Mutter hat mir immer ein Hemdchen aus dünnem Stoff mit langen Ärmeln angezogen und ein Sonnenhütchen aufgesetzt, damit ich keinen Sonnenbrand bekomme. Ich durfte auch als Kind und Jugendliche immer mit einem großen T-Shirt schwimmen und baden gehen, gegen Sonnenbrand. Und dann gab es das Walnussöl. Das Walnussöl hatte Lichtschutzfaktor 2, also nicht sehr viel. Es reichte aber hin.
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Als Jugendliche hatte ich eine Vorliebe um Kosmetik selbst her zu stellen. Es gab Jean Pütz und die Hobbythek. Laborgläser und Reagenzgläser mussten her und natürlich auch ein Laborthermometer. Naja, kleine Mengen Chemie waren gelegentlich dabei. So wurde zu Hause alles nachgemacht, was Jean Pütz in der TV Sendung Hobbythek vor machte. Ich kann mich noch an 10 Liter Shampoo erinnern und keiner in der Familie wollte es haben. Es hat ewig gedauert, bis das aufgebraucht war. Es ist ideal für den Prepper. Gut das ich es gemacht habe. Seife sieden ist geil.
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Sonnencreme
Heute denke ich mir, das muss doch auch mit rein natürlichen Materialien gehen. Günstig sollen sie auch sein. Denn auf Dauer kauft man sich doch keine teure pflanzliche Sonnencreme. Nachwachsende Rohstoffe sind immer gut, auch für den Prepper Bereich. Dünnes Langärmel Hemd und Hut sind natürlich immer gut. Was gibt es noch.
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Walnussöl – LF 2,
Weizenkeimöl – LF 15,
Mandelöl – LF 5,
Himbeeröl – LF 30,
Sojakeimöl – LF 9,
Kokosöl – LF 4,
Olivenöl – LF 4,
Macadamiaöl – LF 6,
Karottensamenöl – LF 30,
Jojobaöl – LF 6,
Avocadoöl – LF 4,
Hanfsamenöl – LF 6.
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Naturöle werden oft zu sehr hohen Preisen gehandelt. Olivenöl und Weizenkeimöl kann in Europa überall gekauft werden und wird in vielen Küchen verwendet. Beides kann gemischt werden. Es können auch ein paar Tropfen Teebaumöl dazu gegeben werden.
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Kati´s Buschöl
Ein kleines Schraubfläschchen mit Olivenöl füllen und ein paar Tropfen Teebaumöl dazu. Das schützt vor Sonnenbrand und Insektenstichen.
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Diese Angaben sind ohne Gewähr, da Naturprodukte natürlichen Schwankungen unterliegen. Der Lichtschutzfaktor kann geringer ausfallen. Bei meinen Recherchen habe ich den Mittelwert der Angaben im Internet aufgeschrieben. Beim nutzen unbedingt die Haut gut beobachten, denn jede Haut reagiert anders. Vorsicht, was bei dem einen funktioniert, das geht bei dem Anderen schief und sie oder er bekommt einen Sonnenbrand da die Haut anders ist.
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Ich habe einen Lederhut und einen Stoffhut mit breiter Krempe. Und eine Kappe mit Nackenschutz gegen die Sonne. Khaki oder Jägerkleidung ist auch ganz nett, da grün. So sieht man nicht nach Militär aus. Mach es mal very british, Khaki Shorts und Hemd mit großem Hut, sieht doch schick aus. Wie in dem Film Hatari mit John Wayne 🙂
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Im Zwergenwald
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Natürlich war ich auch wieder im Zwergenwald unterwegs. Ich bin immer so tief drin, das ich die Wildschweine im Gebüsch höre. In die Dickung sollte man jetzt auf gar keinen Fall gehen, denn die Sauen haben Junge.
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Die Forst ist gerade dabei alle Wege durch dieses renaturierte Gebiet neu zu machen. Kleine Dämme wurden angelegt, damit ein Sumpfgebiet entsteht. Der Wald sieht dadurch schon wieder anders aus. Und zack da war mein Navi im Handy weg. Akku leer. Im Rucksack habe ich immer einen kleinen einfachen Kompass und eine selbstgemachte Karte. Die habe ich mit Google Earth gemacht, auf eine Speicherkarte gezogen und im Laden als Foto ausgedruckt. Das geht super.
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So finde ich auch bei geänderter Wegführung meine Wege durch den Wald. Ich nutze oft die Wege der Tiere. An meinem Lagerplatz angekommen, nehme ich erst einmal ein Bad. Danach mache ich es mir in der Sonne gemütlich. Ich liege auf meiner Iso Matte, horche den Geräuschen und den Vogelstimmen im Wald. Plötzlich schreckt mich ein lautes Hämmern auf. Es ist ein Buntspecht. Es hat sich angehört als wenn ein Mensch mit einem Stock gegen einen Baum haut.
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Auf dem Rückweg nehme ich die Warnrufe der Vögel bewusst war. Das ist ebenfalls wichtig, denn es könnte sich ja ein Wildschwein oder ein Wolf im Gebüsch aufhalten. Ich übe dann schnell und geräuschlos durch den Wald zu pirschen wie die Indianer. Die Fluchtrichtung der Vögel ist wichtig, denn wo sie her kommen lauert die Gefahr. Die Baumstrukturen muss man sich ebenfalls gut merken. So weiß man wo man bereits war und findet schnell den Weg, auf dem man gekommen ist. Es sind angeborene Fähigkeiten, die wir als Menschen haben, die ich aber bisher nicht so richtig war genommen habe.
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Merke: Elektronisch betriebene Geräte, wie Navi oder Smartphone können immer ausfallen. Nimm unbedingt einen Kompass mit. Denn einige Waldgebiete in Niedersachsen sind wie ein wilder Pflanzendschungel. An deinem Lagerplatz kannst du dir eine Stöckchen Sonnenuhr bauen.
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Bis bald im Wald
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17.07.2018
Das heißt jetzt nicht, das wir keine normale Sonnen Creme mehr benutzen dürfen. Im Hochgebirge geht es manchmal nicht anders. Da muss dann Chemie her. Es soll aber weniger Chemie in Flüsse, Seen und das Meer gelangen. Zum Schutz der Bewohner und zu unserem einenem Schutz. Naturschutz.