Waldläufer 09.05.2020

Samstag und super schönes Sommerwetter. Ach wie gerne würde ich jetzt an einen See zum Baden und schwimmen gehen. Leider ist das wegen Corona nicht möglich. Wie soll man dort bei schönem Wetter Abstand halten, das geht nicht. So ziehe ich mich in den Osterwald zurück. Am höchsten Punkt des Osterwaldes bin ich noch nie gewesen und ich möchte auch einfach nur im Wald unterwegs sein. Im Osterwald sind seit Corona wenig Wanderer unterwegs, denn die Gastwirtschaft – Sennhütte ist immer noch geschlossen.
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Ich packe meinen Rucksack mit allem was ich brauche und stecke mir mein GPS Gerät (Garmin eTrex Touch 35) Karte, Kompass und Geodreieck ein. Vom Parkplatz am Waldrand geht es los. Ich laufe durch Rückegassen, erst bergab bis zu einem schönem sauberen Bach. Der Bach ist tief im Wald, die Rückegasse fast zu gewachsen. Es ist sehr anstrengend durch das Gestrüpp zu kriechen. Ich finde Wildschweinspuren von ca. 10 cm und bekomme etwas Angst, das ist ein Riesenschwein. Danach komme ich an eine Stelle wo ein kleines Buchenwäldchen ist. Der Boden ist hier trocken mit viel Buchenlaub. Die Sonne scheint warm durch die Buchen und der saubere Bach plätschert so dahin. Es ist hier wunderschön so tief im Wald. Ich ziehe mich aus und nehme ein ausgiebiges Bad im Bach. So tief im Wald braucht man keine Badesachen und auch kein Handtuch. In der warmen Sonne werde ich schnell trocken. Anziehen und die schöne Waldstelle als Wegpunkt mit dem GPS Gerät markieren. Vom Bach aus geht es jetzt immer aufwärts bis zum höchsten Punkt im Osterwald. Weiter durch Rückegassen bis auf einen Wanderweg. Nach einiger Zeit komme ich am höchsten Punkt an. In der Wanderkarte steht Hoher Stuhl im GPS Gerät steht Holenberg. Wie auch immer, am höchsten Punkt steht ein hoher Jagdansitz, eben ein hoher Stuhl. Der Jagdansitz ist aus massiven Holzbalken gebaut, sehr hoch, mit Dach und Seitenwänden gegen Regen und Sturm. Eine richtige kleine Hütte mit Leiter, ohne Tür und offen. Ich steige auf den Jagdansitz, von hier oben kann man bis nach Hannover schauen, was für eine bombastische Aussicht. (Die Entfernung von Hannover bis zum Osterwald beträgt 35 Kilometer). Am Jagdansitz befindet sich eine schöne Waldwiese, ich breite meine Jacke aus, lege mich auf die Wiese in die Sonne und esse erst einmal was. Bis in den späten Nachmittag bleibe ich auf der Waldwiese und genieße es.
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Was gibt es zu essen und zu trinken.
Ich habe 2 Liter Wasser und eine Dose Nüsse im Rucksack. Dazu gibt es frisches Waldgemüse bestehend aus frischen Fichtenspitzen, Knoblauchsrauke und die Blütendolden vom Bärlauch. Waldgemüse und Nüsse machen richtig satt und sind lecker. In Corona Zeiten ist es äußerst wichtig sich gesund und vitaminreich zu ernähren. Fleisch meide ich momentan, da es in einigen deutschen Fleischfabriken vermehrte Corona Fälle gegeben hat.
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Gegen Abend wandere ich auf Wanderwegen zurück. Mir fällt auf, das es hier keine Wegweiser gibt. Wer hier unterwegs ist benötigt mindestens eine Wanderkarte.
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Einige möchten immer wissen was ich im Rucksack habe und auch heute möchte ich es euch verraten.
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1 Fahrtenmesser OCK,
1 Feuerzeug,
1 Spork,
2 Flaschen Wasser von je einem Liter,
1 Dose Erdnüsse, ungesalzen,
1 dicke Jacke,
1 Smartphone,
1 GPS Gerät,
1 Peilkompass (Segelkompass),
1 topographische Wanderkarte,
1 mal Unterwäsche zum wechseln (meine Alleintouren sind immer sehr anstrengend und schweißtreibend, bei Touren mit kleinen Gruppen brauche ich das nicht da nicht so anstrengend),
mein EDC Täschchen ist unten im Rucksack https://pilgerinkati.wordpress.com/2020/04/14/hast-du-ein-edc/ .
Im Wald möchte ich heute nicht übernachten.
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Wetteransage:
Windrichtung Nord, bewölkt, Polarwinde.
Bei uns in Norddeutschland heißt das, es wird kalt und ungemütlich. In Süddeutschland bleibt es schön, bis dahin sind die Polarwinde abgeflaut. Auf die Alpen hat dies nur eine giringe Auswirkung. Es könnte in den Alpen regnen, das ist alles.
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10.05.2020
Ich mache beim Vogelzählen beim NABU mit. Das Ergebnis habe ich gerade online versendet.
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Internet Seite vom NABU:
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https://www.nabu.de/
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Corona
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Bitte passt auf euch auf, die Corona Zahlen steigen in Deutschland wieder. Ich werde weiterhin keine Gastwirtschaft und keine Kirche in diesen Zeiten betreten. Als Pilgerin kann ich mich in den Wald zurück ziehen und als Waldläufer und Kräuterfrau ebenso. Ich war vor 20 Jahren das letzte mal beim Friseur, den brauch ich nicht. Mein Mann sieht auch gepflegt aus, er bekommt von mir einen Top Haarschnitt. Ich schneide seit 20 Jahren Haare, also nicht erst jetzt, ich bin keine Friseurin. Ich bin kein Hippy, die Amerikaner würden mich als „Eco Freak“ bezeichnen, ich bleibe Kräuterfrau.
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Passt auf euch auf und bleibt gesund.
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Bis bald im Wald

Kräuterfrau und Powerfood 01.04.2020

Vorspeise:
Ein leckerer Milchkaffee.
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Hauptgericht:
1 Glas mit Reis, in einen Topf schütten und 2 Gläser (doppelte Menge) Wasser darauf geben.
Zum Kochen bringen und dann langsam garen, damit der Reis nicht anbrennt.
1 kleines Sträußchen Bärlauch, klein schneiden und mit zu den Reis tun.
1 kleine Dose Kidney Bohnen, ebenfalls mit in den Reis tun, eine Weile lang mit garen.
Wenn alles fertig gegart ist, den Reis gut umrühren und etwas Parmesan Käse darunter rühren.
Durch das Salz im Parmesankäse und die Würze vom Bärlauch sind keine weiteren Gewürze nötig.
Immer gut aufpassen das der Reis nicht anbrennt.
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Nachspeise:
1 Insektenriegel
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Guten Apetit und viel Kraft 🙂
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IMG_0122 Swarm Insektenriegel

Swarm Insektenriegel (Werbung)

Kräuterfrau, Seife und Fitness 28.03.2020

In Zeiten von Corona ist alles etwas schwierig. Wir haben immer noch eine Kontaktsperre und kein Ausgangsverbot. Wir dürfen raus, sollen aber möglichst zu Hause bleiben. Wenn wir doch raus gehen sollen wir den Kontakt zu anderen Personen meiden und mindestens 2 Meter Abstand halten. Ich wunder mich doch sehr, das der Waldparkplatz schon wieder voll mit Autos aus Hannover ist. Bei uns im Dorf ist kein Corona Fall bekannt, also Abstand von den Hannoveranern halten, besser ist das jetzt.
In einigen Dörfern bei uns ist die Bienenseuche Faulbrut ausgebrochen, diese Dörfer werden zum Sperrbezirk erklärt. Dort steht dann ein gelbes Schild am Ortseingang mit der Aufschrift Sperrbezirk. Die Bauern haben Schilder an ihren Höfen angebracht mit der Aufschrift: Wertvoller Tierbestand, Betreten verboten. Corona und Faulbrut, was kommt denn noch alles?
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Es gibt bei uns auf dem Dorf immer noch kein Klopapier und Küchenpapier, keine Nudeln, kein Mehl, kein Reis. Konserven und Fertiggerichte sind ausverkauft. Seife gibt es auch nicht mehr, die Regale im Supermarkt sind leer. Wenn Ware kommt kloppen sich die Leute fast darum. Kartoffeln und Eier haben wir genug. In Niedersachsen gibt es viele Kartoffelbauern und viele Hühner.
Wer selbst kochen kann wird bei uns auf dem Dorf satt, in der Stadt hungern einige. Klopapier und Küchenpapier müssen wir jetzt durch Zeitungspapier ersetzen, es geht nicht anders. Frauenhygiene wie Binden und Tampons werden jetzt auch knapp aber über die Alternative der Menstruationstasse habe ich bereits berichtet. Schau mal unter Bio- Unterricht Frauenhygiene, oben am Rand.
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Heute ist ein wunderschöner und sonniger Tag auf dem Land. Zuerst mache ich im Garten Yoga und kümmer mich danach um meine Kräuterbeete. Für meine Zebrafinken sähe ich Hirse aus, damit sie frisches Futter bekommen. Die Kräuter sprießen kräftig und schön, was für eine Freude. Die ersten Blätter der Walderdbeeren sprießen im Garten, wie schön, so viele. Die Stachelbeeren bekommen schöne Knospen und die Johannisbeeren haben leider Mehltau, da wird es nicht viele Früchte geben. Das macht aber nichts an meinem Lagerplatz im Wald wachsen viele Heidelbeeren und viele Brombeeren. Die Natur blüht so richtig auf und wird uns mit Nahrung versorgen.
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Nach der Yoga Stunde und das kümmern um meine Kräuter, geht es auf zum joggen in den Wald. Auf meiner Jogging Runde stoppe ich hier und dort um frische Waldkräuter für unser Abendessen zu sammeln. Trotz leichter Erkältung bin ich erstaunlich fit, ich kann meine Runde laufen ohne das ich außer Puste oder total nass geschwitzt bin. Eine Runde reicht, mit einer Erkältung müssen es ja nicht gleich 10 Kilometer rennen sein. Nur nicht überanstrengen.
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Wenn nur nicht dieses blöde Corona wäre.
Wir sollen uns viel und regelmäßig die Hände mit Seife waschen. Nur wie, wenn es keine Seife mehr im Supermarkt gibt, alles leer. Und duschen will man ja auch noch.
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Stellen wir doch Flüssigseife selbst her. Wie geht das?
Wir sammeln uns einen Beutel voll Efeu / Hedera helix / Blätter.
Die Pflanze ist nicht zum essen geeignet aber für Seife denn sie enthält Saponine.
Zu Hause zupfen oder schneiden wir die Pflanze sehr klein.
Nun benötigen wir ein Glas mit einem Schraubdeckel (Marmeladenglas).
Das Glas wird ¾ mit kleingehacktem Efeu gefüllt.
Wasser zum Kochen bringen.
Das heiße Wasser auf die kleingehackten Efeu Blätter gießen, so das sie bedeckt sind.
Das Glas zu schrauben und gut durchschütteln.
Über Nacht stehen lassen.
Am anderen Morgen noch einmal gut durchschütteln, jetzt kannst du sehen das sich Seifenschaum bildet, die Flüssigkeit hat sich leicht grün gefärbt.
Die Masse durch ein Sieb gießen.
Jetzt hast du flüssige, grüne Seife.
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Diese Seife hält sich nicht sehr lange, da sie frei von Konservierungsstoffen und frisch ist. Möchtest du dir einen Vorrat anlegen? Dann trockne die Blätter, die getrockneten Blätter kannst du in einem dichten Behälter trocken aufbewahren.
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Du kannst mit Efeu auch deine Wäsche waschen. Die Kleingehackten Blätter füllst du in eine Socke bis sie voll ist. Die Socke bindest du mit einem Bindfaden zu und steckst diese mit zu der Wäsche in die Waschmaschine.
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Lieber Gott, hilf allen Corona Erkrankten, das sie gesund werden und überleben.
Lieber Gott, hilf allen Wissenschaftlern, das möglichst bald ein Impfmittel und die richtige Medizin gefunden wird, damit wir überleben und damit es mit der Wirtschaft wieder aufwärts geht.
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Bis bald aus dem Kräutergarten und bleibt alle gesund.
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(Ich kenne kein Heilkraut gegen Corona, fragt mich nicht)

Waldläufer und Kräuterfrau 15.03.2020

Ich mache mich auf in den Wald. Auf der Straße sind keine Menschen zu sehen und auf dem Waldweg begegne ich nur einer Joggerin. Am Waldrand sitzen 2 Männer mit Fahrrädern und gönnen sich ein selbst mitgebrachtes Bier. Wir halten alle Abstand zu einander wegen Corona.
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Auf meinem Weg zum Wald liegt eine Gaststätte. Mir fehlen die Worte, dort ist Halli Galli und alle Autos sind aus dem Landkreis Hannover, aus der Stadt. Die Gaststätte ist übervoll, als wenn es Corona nur in der Stadt gibt und nicht bei uns auf dem Dorf. Na gut muss jeder selbst wissen, die bleiben alle in der Gastwirtschaft und gehen nicht raus und feiern dort.
Ich gehe da nicht rein, nein.
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Ich muss an die besseren Herren in unserer Gesellschaft denken, die auf das Dorf in das Bordell fahren damit die Ehefrau in der Stadt nichts merkt. Bei vielen ist auf der Rückbank ein Kindersitz. Ich ekel mich vor solchen Männern, das ist meine persönliche Empfindung.
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Es gleicht einem Tanz auf dem Vulkan, was die Menschen aus der Stadt so treiben. Zu Hause erzähle ich es meinem Mann, der schüttelt nur mit dem Kopf.
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Zurück im Wald auf meinem einsamen Kräuterspaziergang. Es ist wunderschön, die Sonne scheint schön warm und die Vögel zwitschern tief im Wald. Ich fange an etwas Wildgemüse zu sammeln, denn frisches Gemüse stärkt die Abwehrkräfte die wir jetzt so dringend brauchen.
Was gibt es:
Bärlauch, junge Brennnesseln, Giersch und die Knospen der Brombeere. Ebenfalls gibt es sehr viel Efeu aus dem sich Seife herstellen lässt. Die Brombeerknospen esse ich gleich im Wald.
Für zu Hause nehme ich mir frischen Bärlauch mit……. hm, frischer Lauch mit Pfannkuchen (wir haben Mehl, Eier und Milch). Lecker uns geht es noch gut.
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Bis bald im Wald
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Prepper 12.03. bis 13.03.2020 und Corona

Prepper 12.03.2020
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Das Leben wird wegen Corona extrem. Ob wir uns mit Corona (Covid-19) angesteckt haben, weiß niemand wirklich. Wir Deutschen haben Einreiseverbote in viele Länder. Es gibt ein mobiles Corona Einsatzkommando. Das ist ein Krankenwagen mit Schutzkleidung und Corona Tests.
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Es gibt keine Schutzkleidung und Atemmasken mehr zu kaufen. Mein Mann hat auch nur noch eine Atemmaske herum liegen. Die Waren in den Supermärkten bei uns auf dem Dorf werden knapper. Es gibt kein Klopapier mehr, keine Nudeln, keine Seife, kein Desinfektionsmittel, kein Reis und kein Mehl. Babywindeln und Frauenhygiene werden knapp.
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Prepper 13.03.2020
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Sehr früh am Morgen bekomme ich mit, das die Supermärkte bei uns um ca. 05:30 Uhr beliefert werden. Es gibt nur kurzzeitige Engpässe bei uns. Ab Montag den 16.03.2020 bis nach den regulären Osterferien sind in Deutschland alle Schulen, Kitas (Kindergärten und Kindertagesstätten), Sporthallen und Schwimmbäder geschlossen. 5 Wochen Corona Ferien. Einige Schulen bieten Fernunterricht über das Internet (Homeschooling) an. Für die Abschlussklassen ist das wichtig, damit die Kinder ihren Schulabschluss bekommen. Unser Chor macht auch Corona Ferien, nach Ostern werden wir uns wieder treffen. In die Kirche werde ich nicht gehen, als Waldläufer werde ich allein unterwegs sein und als Kräuterfrau gehe ich jetzt schon immer allein los. Beim Geocaching kann man sich treffen aber das werde ich auch vermeiden und mich mit den anderen Spielern nur im Internet treffen.
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Was bei der Arbeit passieren wird, kann noch niemand sagen. Wer sich krank fühlt soll unbedingt zu Hause bleiben, damit die Anderen nicht angesteckt werden. Wenn wir bei der Arbeit schließen müssen, dann müssen wir alle Urlaub oder Freizeitausgleich (Überstunden) nehmen oder uns freistellen lassen. Bei einer Freistellung läuft der Arbeitsvertrag weiter aber für den Zeitraum der Freistellung bekommt man keinen Lohn und muss selbst zu sehen wie man klar kommt (der Prepper ist hier klar im Vorteil). Lasst uns beten damit es nicht zu schlimm wird.
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Kati

Projekt Mittelalter 04.01.2020

Dieses Jahr möchte ich weiterhin als Pilgerin, Waldläuferin und Kräuterfrau unterwegs sein.
Als Pilgerin werde ich nur sehr sehr selten etwas berichten, da ich gelegentlich Anfeindungen ausgesetzt war. Jesus sagte: „Sie werden Euch hassen!“ Ja, das stimmt. Jesus hatte recht.
Als Waldläuferin und Kräuterfrau möchte ich mir einen Solarkocher bauen. Wenn bei Freunden umgebaut wird, bekomme ich die alte Parabolschüssel. Diese werde ich weiter verwerten für mein Bastelprojekt. Eine Edelstahltrommel aus einer alten Waschmaschine wäre auch schön, das kann ein toller Gartengrill werden. Für die Umlenkung von Sonnenlicht habe ich mir einen Klappspiegel gekauft.
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Ziel: Die Sonnenenergie autark zum Kochen nutzen. (Urban Survival).
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Projekt Mittelalter:
Hier geht es mir hauptsächlich um Mittelalter Musik. Als Jugendliche war ich in einem Jugendblasorchester, so sind mir Noten bekannt. Ich singe bereits mittelalterliche Musikstücke, diese gehören in den kirchlichen Bereich (Kirchenchor). Mein Interesse geht in Richtung Blasmusik (was sonst). Ich wünsche mir eine Knochenflöte und ein Horn. Zum Üben habe ich mir eine neue Flöte und ein neues Trompeten Mundstück im Musikhandel gekauft. Meine Klarinette ist leider defekt und nichts für den Wald.
Im Wald sitzen und Mittelalter Musik auf der Flöte spielen macht ja so viel Spaß.
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Ziel: Auf modernen Musikinstrumenten üben und dann auf mittelalterliche Musikinstrumente umsteigen. Wenn möglich so 2 bis 3 Musikinstrumente. Wenn dann noch ein bisschen Zeit ist, werde ich auch wieder Gitarre üben. (Ich bleibe Autodidakt).
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Das Thema Navigation bleibt für mich erst einmal ein Spielfeld zu dem auch Geocaching gehört. Für den Hochsee Segelsport fehlt mir leider die Zeit und das Geld. Gerätschaften / Mittel für die Navigation finde ich spannend. Hiermit kann man auch im Wald üben. Meine Grundbildung in Navigation bezieht sich hier auf den Sportbootführerschein See und das autodidaktische üben der Navigation für den BR und C Schein. Es ist vergleichbar mit dem, was man in der Berufsschule für Schifffahrt lernt.
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Bis bald im Wald

Waldläufer 05.10.2019

Nach dem schönem Sommer habe ich heute meinen Winterlagerplatz aufgesucht. Der ausgetrocknete Bach führt im Herbst und Winter wieder Wasser. Pilze so groß wie Essteller stehen rings herum im Wald. Es ist eine mir unbekannte Pilzsorte, ich finde diesen Pilz auch nicht in meinem Pilzbuch (das habe ich im Rucksack). Ich schaue mich nach Pfifferlingen, Maronen und Steinpilzen um. Leider finde ich nur giftige Pilze. So gibt es heute kein Pilzgericht frisch gekocht im Wald.
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Mein Lagerplatz wurde im Sommer von anderen Buschcraftern oder Waldläufern genutzt. Diese haben 2 Shelter gebaut. Ein Shelter befindet sich zwischen den Felsen und der 2. Shelter steht auf einem Plateau. An dem 2. Shelter kann man erkennen, das der Erbauer ein Rüdiger Nehberg Fan ist. Der Shelter ist exakt gebaut wie im Nehberg Survival Buch. Einige Steine von meiner Feuerstelle fehlen.
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Den Baumstamm an meinem Schlafplatz wurde entfernt. Diesen habe ich mir zurück geholt. Den Baumstamm benötige ich um mein Tarp daran fest zu binden, damit es bei Starkwind nicht weg fliegt. Der Boden ist für Zeltheringe zu hart, ein Baumstamm richtig platziert kann Zeltheringe ersetzen. Meine Stöcke, die ich als Zeltstangen nutze sind auch weg. Ich suche mir ein paar neue.
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Nun baue ich mir eine neue Feuerstelle. Ich finde einen großen flachen Stein, dieser hat die Größe von einem Backblech. Die Natursteinplatte soll mir als Unterlage dienen, damit kein Wurzelbrand im Wald entstehen kann. Der flache Naturstein ist so schwer, das ich ihn nicht tragen kann. Mit roll und kipp Bewegungen bekomme ich ihn aber direkt an die Stelle, wo er hin soll. Kleinere Steine dienen mir nun als Rand, Windschutz und Topf/Pfannen Untergestell. Der Platz mit Tarp und Feuerstelle bekommt nun eine Umrandung aus Steinen, nur zu Deko Zwecken. Da es heute trocken ist, brauche ich mein Tarp nicht aufbauen. Ich mache es mir mit einem Pilzbuch und einem Survivalbuch gemütlich. Es gibt heißen Tee und ein paar Nüsse.
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Die beiden anderen Shelter lasse ich stehen, da sie nur aus Naturmaterial gebaut sind und somit nicht schaden. Der Lagerplatz liegt an einem Hang mit 5 unterschiedlichen Plateaus im Fichtenwald. 3 Plateaus sind nun besetzt. Ob ich den anderen Bushcrafter begegnen werde? Ich glaube nicht. Grund: Es ist ein Wirtschaftswald und der Lagerplatz liegt am Ende einer Rückegasse. Auf der Rückegasse waren frische Trecker Spuren. Am nächsten Waldweg stand der Harvester (Holzvollernter). Es kann sein, das die dicken Fichten hier bald weg sind. Die Steine werden bleiben und ich kann sie zu einer neuen Feuerstelle aufschichten. Danach werde ich mir einen neuen Shelter bauen, denn die nächsten 3 Jahre nach den Waldarbeiten, wird keiner mehr hier her kommen. Meine Wildkamera wird erst einmal zu Hause bleiben, sie soll den Waldarbeiten nicht zum Opfer fallen.
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Spät am Abend mache ich mich auf um nach Hause zu wandern. Eine Waldübernachtung habe ich nicht geplant und somit keine Decke oder Schlafsack dabei. Die Temperatur beträgt 7 Grad Celsius, leichter Nieselregen, im dichten Fichtenwald bleibt es trocken. Die Fichten schützen vor Nässe von oben. Es wird einmal wieder eine Nachtwanderung.
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Bis bald im Wald

Bärlauch Eierfladen braten

Zutaten pro Person:
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1 Handstrauß Bärlauch, frisch aus dem Wald.
2 trockene Brötchen von den Vortagen (es können auch Körner Brötchen sein).
1 Hand voll Haferflocken.
3 Eier.
Etwas Milch.
Rapsöl.
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Die Brötchen in kleine Würfel schneiden und in eine Schüssel / Topf geben.
Haferflocken dazu geben.
Milch über die Brötchen geben und warten bis diese alles aufgesaugt haben.
Mit einer Gabel zu einem Teig kneten (Knödelteig).
Bärlauch klein schneiden und mit in den Teig kneten.
Eier unter den Teig kneten.
Rapsöl in einer Pfanne erhitzen.
Pro Fladen 2 Esslöffel Teig in die Pfanne und beidseitig braten.
Mit Pfannenwender die Fladen umdrehen.
Keine spitzen Metall Gegenstände in der Pfanne verwenden.
(Die Bratfläche bekommt dann Kratzer, dies führt dazu das das Essen anbrennt).
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Die Fladen können auch auf dem Lagerfeuer in einer Gusspfanne, dem Deckel vom Dutch Oven oder auf einem Blech gebraten werden. Kalt in einer Brotdose sind sie eine gute Rucksackverpflegung.
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Dazu:
1 Glas „Grüner Veltiner“
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Als Alternative zum Bärlauch kann auch Giersch und etwas Pfeffer oder Knoblauchsrauke verwendet werden.
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Bis bald im Wald.

Prepper, Pilger, Bushcraft und Waldläufer Körperhygiene.

Durch die sehr gute Statistik von WordPress erfahre ich, wo bei meinen Lesern der meiste Informationsbedarf liegt. Prepper und Körperhygiene sind am meisten gefragt und das ist gut so.
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Damit ihr nicht lange meine Blog´s durchsuchen müsst, Prepper und Körperhygiene auf einen Blick.
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Wie wasche ich mich im Krisenfall?
https://pilgerinkati.wordpress.com/2017/11/04/prepper-wie-wasche-ich-mich-im-krisenfall/
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Waschen im Wald und in der Natur.
https://pilgerinkati.wordpress.com/2017/07/09/waschen-im-wald-und-in-der-natur/
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Frauenhygiene
https://pilgerinkati.wordpress.com/bio-unterricht-menstruation-menstruationstasse-frauenhygiene-menstruation-und-sport-menstruation-und-schwimmen/
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Kennt ihr eigentlich die Waldbadewanne?
Man nehme eine Plane mit Ösen oder ein dichtes Tarp.
Heringe oder Stöckchen die als Heringe genutzt werden.
Jetzt sucht man sich eine natürliche Mulde oder gräbt sich eine mit einem Grabestock oder Spaten.
Tarp in die Mulde legen und am Rand fest stecken.
Mit Wasser füllen.
Viel Spaß.
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Bis bald im Wald 🙂

24.02.2019
Kernseife und Natron?
Na klar, kenn ich, habe ich auch in meinem Prepper Lager.
Aber zuerst sind bei mir Naturprodukte dran, die ich selbst im Wald gesammelt habe.
Das ist die Kräuterfrau und der Waldschrat in mir 🙂

Waldläufer 16.11.2018

Früher Feierabend und keiner erwartet mich schon mittags zu Hause. Ich verdrück mich in den Osterwald. Mit guten Klamotten, da muss ich etwas aufpassen damit ich nicht schmutzig werde. Zu meinen Lagerplatz kann ich leider nicht, dort ist heute eine große Jagdgesellschaft unterwegs. So gehe ich an einer anderen Stelle in den Wald. Was für ein schönes Waldstück. Erst ist der Tannenwald durch den ich gehe tief und dunkel und dann kommt eine Lichtung mit einem Bach. In der Sonne ist es schön warm. Leider ist der Bach ausgetrocknet, wie an meinem Lagerplatz. Ich brauch noch ein bisschen Baumharz als Brennpaste und werde auch fündig. Ein passender Stock vom Boden um das Baumharz ab zu kratzen findet sich und in der Jackentasche habe ich eine kleine Tüte zum einpacken. Es wird ca. eine Hand voll Baumharz. Ich stromer noch weiter durch den Wald es ist so schön hier. Leider sind hier keine Felsen wo man einfach ein Feuerchen drauf machen kann. Der Bach ist einfach nur eine Rinne im Waldboden. Da wird auch in Zukunft nicht viel Wasser kommen, sonst wäre das Bachbett ausgewaschener und mit Steinen. Wenn hier ein Campingkocher umfällt, gibt es keine Möglichkeit zum löschen. Als Lagerplatz ist das dann doch nicht so toll. Passendes Geäst mit Astgabeln für eine Lastenkraxe habe ich noch nicht gefunden. Bei Sonnenuntergang gehe ich zum Waldrand, dort habe ich mein Auto geparkt und fahre nach Hause. Zu Hause reinige ich schnell meine Hände mit Olivenöl (damit geht das Baumharz ab). Muss ja keiner merken, das ich schon wieder im Wald unterwegs war.
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Im Wald habe ich meine Ruhe, kann ein kleines Schläfchen machen, lesen, mir etwas zu Essen kochen und ganz in Ruhe futtern. Als Frau muss ich mich natürlich immer gut verstecken und tarnen. Im Sommer ist es im Zwergenwald schön, wegen der Seen. Der Zwergenwald ist ein Laubwald mit vereinzelten Nadelbäumen in der Nähe vom Ith. Hier gibt es ein altes Kohleflöz. Offene Feuer, Grillen und Rauchen (im Wald sitzen und kiffen), sind wegen Waldbrandgefahr verboten. Am Waldrand und auf den Parkplätzen stehen überall Schilder. Mein Campingkocher, direkt am See neben dem Wasser, wird toleriert. Hat noch keiner gemeckert.
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Im Winter ist es im Osterwald besser. Im Osterwald sind teilweise so dichte Nadelwälder in denen die Sonne nur auf den Waldlichtungen scheint. Es ist ein dunkler Nadelwald und an manchen Stellen sind Felsen. Im Osterwald sind einige Bäche ausgetrocknet, das heißt Wasser schleppen. Auf den Felsen kann man schon mal ein kleines Feuerchen machen. Auf Steinen kann nichts passieren, wenn man das Feuerchen gut beobachtet. In Niedersachsen sind die Förster im Winter bei Nässe und Schnee nicht so streng, wenn man mit einem Feuerchen erwischt wird. Im Sommer bei Waldbrandgefahr ist auch hier Feuermachen und Rauchen im Wald, streng verboten. Aber qualmende Lagerfeuer verärgern die Jäger und den Jägern geht man besser aus dem Weg. Im Osterwald kann ich natürliche Baumformationen als Lagerplatz nutzen. Eine Leine oder Seil zwischen die Bäume gespannt und ein Tarp drüber. Kleine Stöcke als Zeltheringe finden sich am Boden. In 3 – 5 Meter Entfernung gibt es große abgeflachte Felsbrocken aus der Eiszeit. Flache Felsen sind immer gut als Untergrund für ein Feuerchen.
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Der Ith ist ein langgezogener Gebirgszug. Er besteht überwiegend aus Buchenwald mit Bärlauch Feldern. Oben am Berg sind Felsen, die von Kletterern genutzt werden. Auch als Waldläufer muss ich hier aufpassen, es besteht an einigen Stellen Absturzgefahr. In der Vergangenheit hat es auch schon einige Abstürze mit Verletzungen und Todesfällen gegeben. Eine Bergrettung gibt es hier nicht. Die Feuerwehr hat ein paar Leute die in Sachen Bergrettung ausgebildet sind. Oben am Ith gibt es kein Wasser. Auf mittlerer Höhe sind einige Quellen von denen einige Schwefel enthalten (stinken). Für Wanderer gibt es kleine Schutzhütten, die aber meist sehr versteckt und oft in keiner Karte sind. Bei uns ist eine Schutzhütte, nicht das was eine Schutzhütte in den Dolomiten ist. In unseren Schutzhütten stehen nur 1-2 Bänke aus Holz zum ausruhen. Sonst ist da nichts. Am Ith gibt es 2 gemauerte Feuerstellen, an denen man Feuer machen darf. Diese Feuerstellen können auch von privaten Gruppen ( kommerzielle sind ausgeschlossen ) gemietet werden. Waldläufer und einzelne Wanderer dürfen die Feuerstellen kostenlos zum ausruhen nutzen. In der Hütte hängt die Telefonnummer. Die Feuerstellen gehören zu den Dorfgemeinden. Es gibt wahrscheinlich noch weitere Feuerstellen, da diese aber auf Gemeindegrundstücken stehen, sind sie in keiner Karte. Als Waldläufer findet man solche Plätze.
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17.11.2018
Die Jagdgesellschaft ist fort. Ich kann meinen Lagerplatz im Osterwald wieder aufsuchen. Als ich los gehe, sagt mein Mann: „Na, willst du einen Grill mitnehmen? Es wird kalt im Wald.“ Nein, nehme ich nicht mit. Aber ein 2. dicker Pulli und eine Mütze kommen mit in den Rucksack, denn es sind nur 3 Grad Celsius. Essen und Trinken kommen natürlich auch mit. Ein Tarp nehme ich nicht mit weil der Himmel wolkenlos ist und die Sonne scheint. Meine dicke Winterjacke mit Kapuze reicht mir.
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Als ich an meinem Lagerplatz ankomme, sind einige Stellen leicht angefroren. Hier sind es jetzt unter 0 Grad. Meine Wildkamera hänge ich ca. 500 Meter hinter meinem Lagerplatz auf. Den Felsen, auf dem ich schon mal ein kleines Feuerchen mache, befreie ich ganz vom Moos. Aus dem ausgetrocknetem Bach hole ich mir Steine und baue mir eine Feuerstelle für den Winter. Danach wird ein Feuer gemacht. Es gibt Kräutertee und Kartoffelpuffer (vor gebraten). Meine Winterjacke habe ich mir nur lose übergehängt. Am Feuer ist es schön warm.
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Es ist innerhalb von einer halben Stunde total dunkel geworden. Ich sitze immer noch am wärmenden Feuer. In Richtung Deister heult was. Ein Wolf? Es ist ganz nah. Das Feuer wird die Wölfe auf Distanz halten. Ich trinke in Ruhe meinen Kräutertee und schaue in das Feuer. Schön ist es. Ein Rothirsch röhrt. Ein weiteres Tier läuft krachend durch den Wald. Nach einer Weile bellt ein Fuchs. Hier ist echt was los im Wald. In der Dunkelheit kann ich nichts sehen. Am warmen Feuer fühle ich mich sicher und habe keine Angst. Ich genieße es. Spät in der Nacht lösche ich das Feuer. Meine Wildkamera muss ich auch wieder mitnehmen. Ich habe echt Angst, das jetzt ein Wolf vor mir steht.
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Es wird einmal wieder eine Nachtwanderung durch den Osterwald nach Hause. Meine Trillerpfeife habe ich zu Hause vergessen. Wie soll ich jetzt den Wolf verscheuchen wenn er aus dem Gebüsch kommt. Man hab ich Schiss. Im Gebüsch höre ich wieder ein Tier, es kommt zum Glück nicht raus. Zu Hause schau ich mir an was auf der Wildkamera ist, leider nichts.
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17.11.2018 Kati´s Winter Feldküche

Kati´s Winter Feldküche


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Bis bald im Wald
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20.11.2018
Der erste Schnee im Osterwald. Hoffentlich bleibt etwas auf der Waldlichtung und in der Rückegasse liegen, dann habe ich wieder Wasser an meinem Lagerplatz.
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24.11.2018
Osterwald und Ith im dichten Nebel. Zwischendurch regnet es bei 2 Grad Celsius. Bei so einem Wetter im November, wird es nicht richtig hell. Wir haben tagsüber Licht im Haus an. Leben im Dunkeln.