Waldläufer 10.02.2019 bis 18.02.2019

Es regnet und die Sonne kommt einfach nicht raus. Ich bekomme zu wenig Licht und bin schnell müde. Es könnte Vitamin D Mangel sein. So mache ich mich auf in den Wald. Es ist trübe und im Wald ist es dunkel. Regen und Wind pusten mich durch. Bewegung tut mir gut, egal ob es dunkel ist. Ein Reh rennt mir direkt vor die Füße, erschrickt weil es einen Mensch sieht und haut schnell ab. Ich bin in der Nähe von meinem Lagerplatz und nehme mir ein paar Fichtenzweige mit. An meinem Lagerplatz ist es mir heute zu nass. Die Fichtenzweige nehme ich mit nach Hause um mir einen Fichtentee zu kochen. Der Rückweg wird einmal wieder eine Nachtwanderung, im Regen, durch den düsteren Wald. Mir fällt auf, das ich diesen Winter oft eine ungeplante Nachtwanderung mache. Allein, Nachts durch den Wald wandern ist unheimlich. Wenn ich jemanden bemerke, stelle ich mich hinter einen Baum oder hocke mich hinter ein Gebüsch, bewege mich nicht und warte bis die Person weg ist. Als Frau möchte ich nicht bemerkt werden. Ein großes olivfarbenes Stück Stoff hilft mir mich zu tarnen. Ich nutze es als Umhang über normaler Winterkleidung. So sind schon eigenartige Typen an mir vorbei geschlichen die mich nicht bemerkten.
17.02.2019
Rum planschen an der Wassertretstelle und rein in den Bach. Aber nur mit den Beinen. Ein Vollbad im Bach ist mir Februar doch zu kalt.
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18.02.2019
Endlich scheint einmal die Sonne. Nix wie raus in den Wald und auf den Ithkopf wandern. Bei strahlendem Sonnenschein braucht man nicht viel im Wald. Das Tarp kann zu Hause bleiben. Laut Wetterbericht wird das Wetter auch nicht umschlagen. Wer ein Barometer zu Hause oder auf einem Schiff hat, weiß das Luftdruckabfall gleich Sturm, Wind und Regen bedeutet. Bleibt der Luftdruck konstant und zeigt sich keine Wolke am Himmel, so gibt es in den nächsten Stunden keinen Wetterumschwung. Heute ist so ein Tag, das Wetter wird schön und sonnig bleiben bei Temperaturen von + 7 Grad Celsius. In der Sonne sind es sogar +20 Grad Celsius.
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Was habe ich im Rucksack (werde immer nach Packlisten gefragt).
Thermos Kanne (aus Edelstahl) mit heißem Wasser. Kaffee und Milchpulver.
Fleece Jacke und Steppweste mit Kapuze.
Buff.
Stoffsack.
Fotoaperat.
Action Cam. // Ich möchte ein Youtube Video machen, habe auch schon sehr viel Film Material, komme aber nicht dazu es zusammen zu schneiden. Wird also noch nichts draus. //
Fahrtenmesser zum Schnitzen.
Brille vergessen, mist. Ohne Brille ist das mit den Kameraeinstellungen ein wenig schwierig.
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Auf dem Ithkopf suche ich mir eine schöne Felsklippe. Meinen Stoffsack fülle ich mit dem Laub der Buche. Unterhalb der Felsklippe ist ein großer Buchenwald. Mit den gefüllten Laubsack lege ich mich oben auf den Felsen in die Sonne. Das ist eine tolle Unterlage, das Buchenlaub isoliert echt gut. Von unten ist es schön kuschelig warm und von oben die schöne warme Februar Sonne. So kann man es gut aushalten. Im Februar auf einem Laubsack in der Sonne pennen. Dazu einen heißen Kaffee (für Kräuter müsste ich erst wieder von der Felsklippe runter). Ach wie geht es mir als Waldschrat und Waldläufer doch gut 🙂

Bis bald im Wald

Rucksack Test

Jack Wolfskin, Snuggle Up, black.
Gekauft am 04.10.2017
Reißverschluss Abdeckkante vom Hauptfach, durchgescheuert und eingerissen.
Rucksack Hauptfach, unten rechts und links dünn gescheuert, rechte Seite mit Riss ca. 1 cm.
Der Rucksack ist im Dauergebrauch. Täglich zur Arbeit und in der Bahn. Am Wochenende und in der Freizeit im Wald. Er war im Winter in Regen und Schnee unterwegs.
Innen stecke ich jetzt einen Stoffsack hinein, damit Kleinteile nicht durch das Loch heraus fallen. So geht es.
Ich werde versuchen den Rucksack um zu tauschen, er ist 7 Monate alt mit einem Jahr Garantie.
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28.05.2018
Der Umtausch vom Rucksack hat nicht funktioniert. Garantie auf normalen Verschleiß bei Gebrauch, gibt es nicht. Die Garantie bezieht sich auf die Verarbeitung und die Haltbarkeit der Reißverschlüsse. Und das ist alles OK und sauber verarbeitet. Ich werde mir Panzertape bei Onkel Uli bestellen (Dehler Spezialdepot). Ich habe vor den Rucksack von innen zu reparieren. Von Außen ist das dann nicht sichtbar. Der kleine Riß im Rucksack kann lt. Service nicht von selbst kommen, das Material ist nicht ermüdet. Es sieht aus als hätte jemand von hinten in meinen Rucksack gestochen. Lt. Service bin ich leider nicht die erste die mit so etwas kommt. Im Bahnhof Hannover sind Rucksack Schlitzer unterwegs. Rucksack Schlitzer schneiden den Rucksack im Gedränge hinten auf und versuchen dich zu beklauen. Es hat bei mir zum Glück nicht funktioniert. Ärgerlich ist nur das der Rucksack Schlitzer mit dem Messer in meinen Rucksack gestochen hat.

Schlafsack die 2.

Ich habe ja schon einmal über meine Schlafsäcke berichtet und wie man Schlafsäcke am besten selbst wäscht. Nicht überall und immer ist eine Reinigung oder Wäscherei vorhanden. Es kann ja passieren, das man auf einer Tour krank wird und sich im Schlafsack erbricht. Dann muss das Ding gewaschen werden oder man ist in einer Survival Situation und muss mit einem vollgegöbelten Schlafsack zurecht kommen. (Das ist sehr unangenehm).
Schlafsack waschen https://pilgerinkati.wordpress.com/2016/01/02/schlafsack-waschen/
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Was tun wenn einem im Schlafsack zu kalt ist. Natürlich in Klamotten im Schlafsack schlafen, niemand schläft nur mit Unterwäsche im Schlafsack wenn ihm kalt ist.
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Wer mehrere Schlafsäcke besitzt kann diese ineinander stecken. So hat man einen dicken Schlafsack für Minustemperaturen. https://pilgerinkati.wordpress.com/2018/02/04/schlafsack-und-wolldecke-was-ist-besser/ Es ist ein Gerücht das beide Schlafsäcke, die man ineinander steckt, von der selben Firma sein müssen. Das stimmt nicht. Ein Schlafsack ist auch so lange gut, wie er heile ist. Mein Daunenschlafsack ist Outdoor nicht mehr zu gebrauchen, der ist jetzt über 30 Jahre alt. Als Decke reicht er noch. Mein dicker Kunstfaser Schlafsack kann in diesem Jahr seinen 20. Geburtstag feiern. Mein dünner Kunstfaser Schlafsack ist 5 Jahre alt. Das die Dinger nach 3 Jahren in den Müll gehören ist auch nur ein dummes Gerücht, stimmt nicht. Bei richtiger Pflege, hält ein gut verarbeiteter Schlafsack länger.
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Worauf muss ich achten wenn man 2 Schlafsäcke ineinander steckt:
Beide Schlafsäcke sollten einen Seiten oder einen Front Reißverschluss haben. Sonst wird das ein ziemliches gewurschtel. Bei Seitenreißverschlüssen sollten sie idealerweise auf der selben Seite sein. Bei meinen Schlafsäcken ist es verschieden. Ein Reißverschluss links, einer rechts und beide Schlafsäcke haben eine Kapuze. Stecke beide Schlafsäcke so ineinander, das der Reißverschluss auf einer Seite ist. Der dünne Schlafsack ist innen. Nun klappst du die Kapuze vom dünnen Schlafsack einfach um und steckst sie zwischen dünnem und dickem Teil. Beide Reißverschlüsse sind so auf einer Seite und du kannst dich in die Kapuze vom dicken Schlafsack kuscheln.
Du hast weniger gewurschtel. (Etwas gewurschtel hat man immer beim Schlafsack, das ist normal).
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Es muss nicht alles super neu und von der selben Firma sein. Es muss nur sinnvoll kombiniert werden. Vergiss die Bundeswehr Angabe (Man schläft nur in einem Schlafsack und zieht immer die Klamotten aus). Die armen Soldaten müssen dann frieren.
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Bis bald im Wald

Bushcrafter Jos Brech verschwunden / lost.

Bitte helft mit und teilt das Video von Vanessa Blank. Wer hat Jos Brech zuletzt gesehen und kann Hinweise geben.
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Video von Vanessa Blank:
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https://www.youtube.com/watch?v=3DjPE6gsIGw
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Bitte helft mit und teilt das Video.
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Bis bald im Wald
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04.09.2018
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Jos Brech wurde in Spanien gefunden. Dort wurde er von der Polizei verhaftet, er wird wegen Mordes an einem Kind in den Niederlanden verdächtigt. Am 05.09.2018 wird er in die Niederlande ausgeliefert.
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Keiner von uns Waldläufern wusste das er ein angeblicher Mörder sein soll. Wir sind geschockt. Mir fehlen die Worte. Ich weiß nicht was ich dazu noch sagen oder schreiben soll.
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Passt alle gut auf euch auf.

Waschen im Wald und in der Natur

Waschen und Baden im Wald sollte niemals mit chemischen Produkten wie Shampoo, Spüli oder Waschpulver stattfinden. Das schadet Tieren und Pflanzen sehr. Als Pilger und Waldläufer wollen wir die Kräuter, Gemüse und Früchte des Waldes essen. Moderne chemische Produkte würden somit auch unserer Gesundheit schaden und auf Dauer Allergien und Krebs verursachen.
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Die Aktion „No Poo“ (kein Shampoo) ist mal wieder sehr in. Die Haare werden dabei nur einmal die Woche gewaschen. Nach einem Monat nur noch alle zwei Wochen. Nach einem weiteren Monat soll eine einmonatige Haarwäsche reichen, da die Kopfhaut dann nicht mehr so viel Talg produziert. In der Theorie hört sich das alles ganz toll an und auf Youtube Videos von USA Boggern scheint das auch zu funktionieren.
Bei mir funktioniert das nicht. Die Talg Produktion der Kopfhaut ist von den Hormonen abhängig. Ich muss mich regelmäßig waschen und auch alle 2 Tage die Haare waschen. Einige Naturprodukte wurden von mir getestet. Manche Produkte funktionierten sehr gut, andere überhaupt nicht. Die Voraussetzung war, das alle Produkte direkt aus der Natur kamen und somit bei der Rückgabe in die Natur keinen Schaden an Pflanzen und Tieren verursachen.
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Getestete und von mir als sehr gut empfundene Produkte:
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Lavaerde: Zu Pulver gemahlenes Lavagestein. In Bio und Ökoläden erhältlich. 1 – 2 Esslöffel Lavaerde mit Wasser anrühren, 2 – 3 Minuten in die nassen Haare einmassieren und gründlich auswaschen. Funktioniert auch zum Duschen.
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Rosskastanien Granulat: Selbst hergestellt. Kastanien in kleine Krümel zerkleinern, egal wie. Das geht mit einem Mixer oder Fleischwolf. Wer das nicht hat kann die Kastanien mit einem Messer halbieren, in ein Geschirrtuch tun und mit einem Hammer oder Knüppel draufhauen bis sie klein sind. Das Granulat auf Backblechen ausbreiten, neben die Heizung oder in die Sonne stellen und 3 – 4 Wochen trocknen, damit es nicht schimmelt. Das getrocknete Granulat in Gläser abfüllen, es ist so sehr lange haltbar. Herstellung der Kastanienseife: 3 Esslöffel von dem Granulat in ein Marmeladenglas tun und mit warmen Wasser auffüllen. Gut durchschütteln und über Nacht stehen lassen. Am nächsten Morgen noch einmal gut durchschütteln und durch ein feines Teesieb gießen. Nun hast du flüssige Seife. Diese eignet sich zum Haare waschen, duschen und zum Wäsche waschen. Du kannst die Seife auch für die Waschmaschine nutzen, aber benutze maximal 5 Esslöffel von dem Granulat für eine Waschmaschinenladung. Es schäumt sonst zu doll.
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Efeu: Bei uns gibt es sehr viel Efeu es ist deshalb nicht nötig ihn zu trocknen, da er bei uns immer frisch zu haben ist, auch im Winter. Wer kein Efeu hat, kann diesen sammeln und wie Heilkräuter trocknen. Frischen Efeu klein zupfen, getrockneten Efeu klein krümeln. Ein Marmeladenglas halb voll füllen und mit heißem Wasser auffüllen. Gut durchschütteln und über Nacht stehen lassen. Am nächsten Morgen noch einmal gut durchschütteln und durch ein feines Teesieb gießen. Nun hast du flüssige Seife. Diese eignet sich zum Geschirr spülen und zum Duschen. Zum Haare waschen habe ich es nicht ausprobiert. Für die Waschmaschine: Frischen Efeu klein zupfen, getrockneten Efeu klein krümeln und alles in eine Socke stecken. Die Socke mit einem Band zu binden und mit zu der Wäsche in die Maschine tun.
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Roggen: Die Körner zu Mehl mahlen. Du kannst aber auch eine Tüte Roggenmehl im Supermarkt kaufen. 3 Esslöffel Roggenmehl mit kaltem Wasser in einer Tasse zu einem Brei rühren. Den Brei 2 – 3 Minuten in die nassen Haare einmassieren und gründlich ausspülen. Eignet sich auch zum duschen.
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Wer sich als Pilger oder Waldläufer im Wald waschen will. Für den ist eine kleine Dose Roggenmehl am besten geeignet. Diese ist leicht im Rucksack zu verstauen und Roggenmehl gibt es günstig im Supermarkt.
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Bis bald im Wald.
Eure Kati
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Hallo du da draußen.
Ja, ich meine Dich, der 2 Müllsäcke mit Plastikmüll in den Wald geworfen hat. Plastikmüll zersetzt sich von der Sonne. Die Bestandteile dieses Mülls sind aus chemischen Stoffen, die für uns giftig sind. Sie sickern in das Grundwasser. Weißt du das du damit der Verursacher für Krebs in unserer Gesellschaft bist?
WENN ICH DICH ERWISCHE; GIBT ES EINE ANZEIGE BEI DER POLIZEI.
Und glaub mir, der Wald hat Augen und die sind jetzt offen. (Wildkamera). Die Jagd ist eröffnet.
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Video von der Firma Doerr:
https://www.youtube.com/watch?v=q0VaJsg6ZEs
Vielen Dank 🙂

Waldläufer 29.10.2016

Heute ist das Wetter schön und es hat endlich aufgehört zu regnen. Ich muss einfach raus. Auf zum Pilze suchen. Viele von euch möchten jetzt wissen was man mitnimmt, wenn man den ganzen Tag im Wald unterwegs ist. Das Wetter kann um diese Jahreszeit schnell umschlagen und es sind nur 10 Grad Celsius.

Ein kleiner Rucksack reicht. Was ist denn da drin?

Regenponcho, dicker Pullover, Paketschnur, Kompass + Karte, Taschentücher, Isomatte, Brille, Kamera, Feuerzeug, dickes Messer, Buff, Brotdose mit Stullen, Wärmekanne mit Tee, girl survival set (siehe unter meinem Blog Bio-Unterricht), 2 Stoffbeutel für Pilze und Kräuter.

Meine Tour geht nun 5 Stunden durch den Ith Wald. Im Geiste stelle ich mir eine große Krause-Glucke vor, Steinpilze, Maronen und Pfifferlinge. Und auf einer Kuhwiese einen ganzen Beutel voll Wiesen-Champignons zu finden wäre auch super. Leider war der Wald voll mit Knollenblätterpilzen und auf der Kuhwiese fand ich nur 2 Champignons. Gut das ich eine Brotdose mit Stullen dabei hatte. Auf andere essbare Pflanzen und Insekten hatte ich jetzt keine Lust, es war aber genug da. Verhungert wäre ich im Notfall nicht. Ich fotografiere die Pilze, denn das ist ja auch eine schöne Ausbeute. Bis bald im Wald, eure Kati.

Rückt der Krieg näher?

Die Bundesregierung rät uns Bürger zu Hamsterkäufen. Jetzt wird so manch einer Panik bekommen. Mir ist auch gerade eingefallen das unsere meisten Vorräte in der Kühltruhe lagern und wenn der Strom ausfällt was dann? Dann darf die Kühltruhe nicht geöffnet werden, da sonst die Lebensmittel verderben. Für 10 Tage sollen wir nun Lebensmittel lagern, an Trinkwasser ist ebenfalls zu denken. Das heißt, ich muss mit dem Auto los und einkaufen als wenn wir zum Camping fahren, im Zelt haben wir ja auch keinen Kühlschrank.

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Versteckt im Wald haben wir eine Quelle, sie kommt oben am Berg heraus und liegt im Naturschutzgebiet. Wasser hätten wir nun auch für den Fall des Krieges. Eine Kraxe mit Wasserkanister wäre schon ganz gut, habe ich leider nicht. Es gibt keinen Weg zur Quelle, aber da ich ständig im Busch herum krieche weiß ich wo sie ist. Ein Rucksack mit Kanister muss reichen und den haben wir.

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Neulich hatten wir 2 Tage Stromausfall und das Erdkabel in unserer Straße musste geflickt werden. Wir waren das einzige Haus in der Straße mit Licht. Wie wertvoll ist doch eine Campingausrüstung mit Lampe und Kocher.

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Was brauche wir noch im Krieg. Waschmittel, hier würde ich Kernseife empfehlen falls im Garten an der Regentonne gewaschen werden muss. Kernseife ist biologisch abbaubar, der Garten bleibt sauber.

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Jetzt kommen wir zu euch Mädels. Habt ihr euch schon einmal Gedanken gemacht, wie ihr das im Krieg mit der Menstruation macht? Es gibt dann keine Tampons und Binden mehr zu kaufen. Da spricht man nicht drüber, das ist taboo. Also wird es komplett einfach vergessen. Wollt ihr wirklich laufen lassen? Und das jeden Monat? Oder lieber einen alten Lappen benutzen? In meinem Blog Bio-Unterricht / Frauenhygiene könnt ihr die Alternative lesen.

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Für weiteres und wie man das Leben im Krieg oder anderen Survivalsituationen meistern kann, empfehle ich euch folgende Bücher zu lesen.

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Rüdiger Nehberg „ Überleben ums Verrecken, Malik Verlag, ISBN 3-89029-219-4 „

Henno Martin „ Wenn es Krieg gibt, gehen wir in die Wüste, Abera Verlag Meyer & Co. KG, Hamburg, ISBN 3-931567-25-7 „

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Pack dir einen Pilger oder Trekking Rucksack. Im Ernstfall kannst du damit schnell das Haus verlassen. Das hat meine Oma im Krieg so gemacht, sie ging mit ihren 3 Kindern in die Wälder vom Harz. Mein Vater und meine Oma haben mir erzählt, das sie vom Berg aus sehen konnten wie Kassel brannte. Sie sagten dort wurden Tannenbäume abgeworfen, das waren Phosphor Bomben. Meine Oma war mit ihren Kindern sicher im Wald verschwunden.

Die Bombennacht in Kassel war am  22. Oktober 1943. Es starben 10 000 Menschen in wenigen Stunden. Nein wir wollen keinen Krieg.

Gegen Krieg, gegen Terror, gegen Gewalt.

Passt auf euch auf.

Eure Kati

(Ich bin ein Kriegsenkel)

 

Waldläufer 03.07.2016

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Der Tag ist einfach zu schön um zu Hause zu bleiben. So entschließe ich mich durch den Osterwald zum Sankt Avold See (einen alten Steinbruch) zu wandern. Schnell ist ein kleiner Rucksack, heute nennt man das ja Daypack, gepackt. Was kommt mit? 1 Wasserflasche, 1 dickes Messer, 1 Feuerzeug, 1 Pullover, 1 Regenponcho, Kamera, Kompass, Karte, 1 Wäscheklammer und mehrere Plastiktüten für diverse Zwecke. 1 Brille und ein Buch (die Bibel, möchte ich im Wald lesen). Essen nehme ich mir nichts mit, das will ich mir im Wald suchen.

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Und los geht’s, direkt von der Haustür aus, durch das Dorf und dann durch die Feldmark bis zum nächsten Dorf. Unterwegs halte ich meine Augen auf, ich muss Pflanzen sammeln oder hungern. Zuerst werden große Ahorn Blätter gesammelt, die benötige ich als WC Papier und als Taschentuch (das ist genau so gut wie feuchtes WC Papier aus dem Supermarkt). Rainfarn wächst am Wegesrand, dieser dient mir als Mückenschutz. Rainfarn ist giftig, er wurde im Mittelalter für Abtreibungszwecke genutzt. Deshalb sollten Schwangere den Rainfarn nicht nutzen. Ich stecke den Rainfarn in meine seitliche Hosentasche. Die Hose ist eine Trekkinghose, ähnlich einer Bundeswehrhose aber aus dünnerem Stoff. Der Geruch des Rainfarns umgibt mich nun und keine Stechmücke sticht mehr. Die Stechmücken wissen das der Rainfarn giftig ist und meiden ihn.

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Weiter geht die Wanderung durch die Feldmark, die Sonne brennt und der Schweiß läuft mir im Rücken herunter. Das nächste Dorf ist erreicht. Hinter dem Dorf wachsen Wildkirschen in der Feldmark. Jetzt heißt es Kirschen pflücken, alles in die Plastiktüte und mit der Wäscheklammer verschließen. Ab mit den Kirschen in den Rucksack und dann erst einmal eine Portion Kirschen direkt vom Baum essen, lecker. Hinter dem Dorf fängt endlich der Wald an. Jetzt geht es auf den Bergmannsweg. Dieser Weg wurde von den Bergleuten genutzt um zu den Stollen im Osterwald zu gelangen. Früher gab es keine Auto´s und die Bergleute mussten alle zu Fuß durch den Osterwald. Im Stollen steht heute noch die Heilige Barbara, die auf die Bergleute aufpasst. Der Stollen Osterwald ist heute ein Museumsbergwerk. Ich verlasse den Bergmannsweg und auf einen Forstweg geht es nun bergauf. Ich komme an einem Hutewald vorbei in dem Gelloway Rinder gehalten werden. Weiter geht es bergauf, die Sonne brennt und der Schweiß rinnt mir am Bauch und Rücken herunter. Ich bin froh als ein paar Wolken kommen und die Sonne verdecken, jetzt ist es nicht mehr so heiß. Der Wald wird dichter und ich bin auf einer Höhe angekommen, wo Heidelbeeren wachsen. Die Gelegenheit muss gleich genutzt werden. Ich sammle eine Portion Heidelbeeren und esse sie gleich auf. Jetzt bin ich satt und von den Früchten voll geschmiert. Ich sammle große Ampfer Blätter. Sie enthalten viel Feuchtigkeit und lassen sich als Waschlappen nutzen. Der Schweiß lässt sich auch damit abwischen, es ist sehr angenehm und riecht frisch. Wie schön ist Gottes Schöpfung, es ist alles da was ich brauche. Danke lieber Gott.

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Ich bin auf dem Kammweg des Osterwaldes angekommen. Nun ist es nicht mehr weit bis zum Sankt Avold See. Ein schmaler Weg durch das Gebüsch führt zum See und ich stehe oben auf den Klippen vom alten Steinbruch. Der See ist grün aber sauber, von oben kann ich Karpfen im Wasser sehen. Mein Gott ist es hier schön. Leider geht der Weg nicht um den See herum und vom Felsen aus kann ich nicht an das Wasser. Ein Bad im See wäre jetzt schön. Badezeug habe ich nicht mit. Das macht mir nichts, es sind keine anderen Menschen da. Da kann ich mich ausziehen und einfach so im See baden. Ich krieche also durch das Unterholz und durch das Gestrüpp um auf die andere Seite vom See zu kommen. Ich finde eine Waldlichtung, hier hat ein Imker seine Bienenstöcke aufgestellt, mit Telefonnummer am Bienenstock. Weiter geht es durch das Gestrüpp, die Brombeeren mit ihren Dornen sind ganz fies. Ich muss sehr aufpassen, damit die Dornen der Brombeere meine Kleidung nicht zerreißen. Ständig bleibe ich an den Dornen hängen. Endlich bin ich auf der anderen Seite vom See. Hier hat jemand ein Waldlager mit Feuerstelle gebaut. Ein Baumstamm als Sitzbank und ein dicker Stuken als Tisch. So zwischen den Bäumen, das man nur noch ein Tarp darüber spannen muss und schon ist das Waldlager perfekt. Leider hat derjenige seinen Müll vergessen. Ich bin ja neugierig, was gab es denn im Wald zu essen? Eine leere Bierflasche, eine alte Tüte Trekkingmeal von Globetrotter, weitere kleine Plastikbeutel mit Abfall, einen Plastiksack. Ich nehme den Plastiksack und sammle den Abfall ein, so etwas gehört nicht in den Wald und man soll ja jeden Tag eine gute Tat tun. Der Weg zum See hinunter ist rutschig, nass und total schlammig. Ein Schlammbad will ich dann doch nicht.

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Ich krieche mit dem Müllsack durch das Gestrüpp bis zum nächsten Weg. Es ist kein Problem, Karte und Kompass habe ich dabei. Nun muss ich auch noch aufpassen das die Dornen der Brombeeren den Müllsack nicht zerreißen. Geschafft, ich bin auf dem Weg. Wohin nun mit dem Müllsack. Bis zur Sennhütte ist es nicht weit, dort werfe ich den Sack in die Mülltonne und verschwinde wieder. Hier wird der Müll regelmäßig abgeholt. Zurück geht es zum See, oben auf dem Felsen steht eine Bank. Dort setze ich mich hin, ruhe mich aus und esse die Kirschen. Ich genieße den wundervollen Ausblick vom Felsen. Dicke Cumulunimbus Wolken ziehen auf und ich bekomme ein paar Tropfen ab. So mache ich mich auf durch den Wald nach Hause. Zum Bibel lesen komme ich nicht. Die bleibt im Rucksack.

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Ein leichter Nieselregen setzt ein, aber das Blätterdach des Waldes ist so dicht, das ich meinen Regenponcho nicht auspacken brauch. Ich bleibe trocken. Als ich in der Feldmark bin, hat es bereits wieder aufgehört zu regnen. Die Sonne kommt wieder heraus aber am späten Nachmittag ist es nicht mehr so heiß sondern richtig angenehm. Ich habe Hunger und so sammle ich die Samen der Brennnessel, die Samen pieksen nicht und schmecken leicht nussig. Nach einer weiteren Stunde bin ich endlich wieder zu Hause.

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Wie viele Kilometer waren das jetzt? Ich weiß es nicht. Los gegangen bin ich um 13 Uhr, zurück war ich um 18:40 Uhr. Ich war also 5 Stunden und 40 Minuten unterwegs.

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Jetzt gibt es erst einmal etwas Gutes zu Essen. Pasta mit Steinchampignons in Rahmsauce. Die Steinchampignons hatte ich gestern Morgen im Supermarkt gekauft. Vor dem Zubereiten schau ich mir die Pilze genau an und merke mir wie sie aussehen. Vielleicht finde ich diese Pilze das nächste mal im Wald und dann kann ich sie essen. Hier kommt für euch das Rezept.

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2 Zwiebeln, in kleine Würfel schneiden und in einer Pfanne mit Rapsöl anbraten.

Steinchampignons vierteln (es sind große Pilze), mit in die Pfanne tun und anbraten.

Die Pfanne mit einem Deckel abdecken, dann garen die Pilze besser durch und brennen nicht an.

Wenn die Pilze fast fertig sind, die Nudeln aufsetzen. Diese müssen nur 5 – 8 Minuten kochen, dann sind sie fertig.

Wenn die Pilze fertig sind, fügen wir folgende Zutaten hinzu:

1 Becher saure Sahne – 250g,

1 Packung Kräuter Frischkäse – 250g,

Salz,

Pfeffer,

gut umrühren,

alles kurz aufkochen lassen und fertig sind die Steinchampignons in Pilzrahmsauce.

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Hmm, lecker.