Waldläufer 16.11.2019

Nacht Cache. Das ist Geocaching im dunklen Wald. Es ist extrem anstrengend, da man nichts mehr im düsteren Wald sieht. Ausrutschen und mit Rucksack in den Dreck und Matsch fallen gehört einfach dazu. In Stadtnähe sind auch noch sehr viele Muggel am Abend unterwegs. Mit einem Smartphone kommt man hier auch nicht sehr weit. Das Ziel im Smartphone spring immer hin und her.
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Vor ein paar Wochen habe ich mir einen neuen Navi gekauft. Mein alter Garmin war schon 25 Jahre alt und defekt, ich hatte ihn damals für den Segelsport gekauft. Das neue Navi ist wieder in Garmin geworden. Garmin eTrex Touch 35. (Hat natürlich auch einen Marine Modus) Ich bin sehr überrascht wie genau dieser Garmin anzeigt. Sind mehrere Satelliten im inneren Radius der Anzeige, dann zeigt er auf den Punkt genau an. Ansonsten ist es wie bei dem alten Garmin, einfach warten bis neue Satelliten durch ziehen. Der neue Garmin läuft über GPS und Glonass. Glonass Satelliten sind russisch. Die Glonass Satelliten scheinen aber recht selten zu sein. Immer wenn ich das Gerät ein schalte habe ich GPS Empfang, mal sehen wenn ich den ersten Glonass Empfang habe. Das Gerät kann als Tracker genutzt werden. Das heißt, Putin geht mit Geocachen, wie interessant. Die heutige Navi Technik ist echt enorm.
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Bis bald im Wald

Waldläufer 24.10.2019

Nachts im Wald ohne Angst. Für Frauen ist dies ein großes Thema. Ja und gelegentlich habe ich auch Angst im Wald. Angst im Wald erhöht meine Wachsamkeit. Beim Pilgern habe ich festgestellt, wenn ich mit meinem grauen Schlafsack in das Gebüsch gehe und mich auf den Boden lege, werde ich von anderen Wanderern übersehen. Diese Methode nutze ich auch in meinem Waldlager. Ein Tarp, natürlich in olivgrün, wird möglichst flach und mit dunklen Schnüren aufgespannt. Bei Lagerplätzen in Hanglage kann das Tarp etwas höher aufgespannt werden. Mit dieser Methode habe ich meine Ruhe im Wald und ich hoffe das es so bleibt.
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Heute wurde es einmal wieder eine Nachtwanderung. Die Kleidung sollte möglichst dem Wald angepasst sein. Dunkelgraue oder dunkelblaue Jeans sind auch ok. Braun und olivgrün sind am besten. Klar tarnt auch Combat Kleidung und auch ich besitze so ein XXL T-Shirt. Dieses Combat T-Shirt ist groß wie ein Kleid und ich kann es über einen Pulli ziehen. Am Waldrand ziehe ich es sofort aus, da ich keine Leute erschrecken möchte. Ansonsten reicht mir auch eine olivgrüne Stoffbahn (gibt es im Stoffladen) die ich mir umhängen kann. Mit diesem olivfarbenem Umhang stell ich mich hinter einen Baum, wenn jemand kommt. So sind schon einige Typen an mir vorbei gegangen ohne mich zu bemerken.
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Ein Feuer nachts im Wald ist ein großer Verräter. Auch wenn man es nicht sieht und es in einer Mulde brennt. Auf meiner heutigen Nachtwanderung habe ich gerochen, das jemand im Wald hockt und sich dort etwas kocht. Ich kann sogar die Richtung erschnuppern und weiß wo es sich jemand heute Nacht im Wald gemütlich macht. Wenn ich das erschnuppern kann, dann kann das auch ein Schurke.
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Im Winter ist es aber so, das Waldläufer, Bushcrafter und Pilger gern etwas warmes essen möchten. Natürlich ohne entdeckt zu werden. Da fällt mir eine Alternative ein.
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Der Rucksack Kocher – Essen im Rucksack garen.
Die Idee habe ich mir abgeschaut.
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Quelle und Urheber ist: „ Kai Sackmann “
„ Wir besorgen uns eine Thermos Kanne mit einem weiten Hals. Diese gibt es bei uns oft günstig in größeren Supermärkten. Wir nehmen uns etwas Reis und Tomatensaucen Pulver mit. (Es kann natürlich auch etwas anderes sein, das sich schnell garen lässt). Wenn du eine Pause machst, dann bringst du mit deinem Campingkocher Wasser zum kochen. (Kai verwendet eine kleine Gaskartusche, kleinen Topf mit Klappgriff und einen sehr kleinen und leichten Gas Kocher). Zuerst füllst du eine Tasse Reis und das Tomatensaucen Pulver in die Thermoskanne. Danach füllst du die Kanne mit kochendem Wasser auf. Gut zu schrauben und einmal umdrehen, damit sich alles gut vermischt. (Nicht wie wild schütteln, dann entsteht ein Überdruck und wenn du den Verschluss auf machst spritzt dir das heiße Essen entgegen). Danach steckst du die Thermoskanne in deinen Schlafsack, Jacke oder Decke und alles zusammen in den Rucksack. Jetzt kann das Essen im Rucksack garen, während du weiter wanderst.“
— Danke an Kai Sackmann —
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Natürlich kann man die Thermoskanne auch schon zu Hause mit Essen und heißem Wasser füllen. Alle Lebensmittel die sich schnell garen lassen sind geeignet. Wenn die Thermoskanne in eine Decke gesteckt wird bleibt sie lange im Rucksack heiß. Eine 2. Thermoskanne mit heißem Tee kann ebenfalls mitgenommen werden, da man ja sowieso noch eine Flasche Wasser mitnehmen würde. 2 Flaschen im Rucksack sind ok. Einen kleinen Topf mit Klappgriff sollte man ebenfalls mit nehmen, falls man noch weiteres Wasser am Lagerplatz abkochen möchte. Wer keinen Kocher mitnehmen möchte, sollte ein paar survival Techniken berücksichtigen.
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Wer mag, kann sich natürlich auch eins von diesen neuen Bundeswehr EPA´s besorgen. Sie beinhalten auch ein modernes Heatpack um Fertiggerichte zu erwärmen. Heatpack und Fertiggerichte kommen hier aus dem Trekking Bereich. Es hat sich also einiges bei den Bundeswehr EPA´s verändert. Vegetarisch gibt es auch.
Günstiger ist natürlich selbst kochen.
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So kann eine Nachtwanderung oder eine Nacht im Wald recht angenehm und entspannend sein. Gut getarnt mit heißem Essen und Trinken.
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Für mich reicht heute eine große Thermoskanne mit heißen leckeren Tee und ein paar selbst geschmierten Stullen (belegte Käsebrote zusammen geklappt). Einen Kocher brauch ich heute nicht.
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Bis bald im Wald
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Update vom Prepper Auto
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https://pilgerinkati.wordpress.com/2019/06/01/prepper-auto-die-2/