Waldläufer 22.05.2020 Hexenschuss

Vor 3 Wochen hat mich ein Hexenschuss erwischt. Wer nicht weiß was das ist, kurz im Internet eingeben.
In Corona Zeiten mag ich wegen Rücken Geschichten nicht zum Arzt gehen und möchte als Kräuterfrau über meine Eigentherapie berichten. (Nachmachen auf eigene Gefahr und in eigener Verantwortung, ich übernehme keine Haftung, es ist ein persönlicher Eigenversuch).
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Wie kam es zum Hexenschuss?
Wegen Corona habe die meiste Zeit auf der Couch mit dem Laptop verbracht. Es haben sich einige Kilo Körpergewicht und verminderte Fitness angesammelt. So zog ich an einem schönen Abend meine Inliner an um damit im Dorf herum zu fahren, das macht auch Fit. Ich hatte nur für 2 Stunden Kondition und dann spürte ich auch meine Muskeln. Zu Hause machte ich mich etwas frisch und schmiss mich quer auf meine Couch. Peng…….. auuuutsch. Das wars dann, Hexehschuss, aua. Ich sollte doch etwas vorsichtiger mit meinem Körper umgehen, bin ja nicht mehr die Jüngste und schon über 50.
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Was nun?
Der nächste Tag war gelaufen und ich lag mit einer Wärmflasche auf der Couch. Nur unter schmerzen konnte ich mich bewegen. Aber ich konnte alles bewegen, hatte schon einmal einen Hexenschuss und damals war ein Bein taub.
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Am 2. Tag habe ich mich selbst gezwungen im Wald spazieren zu gehen und ja, es tat weh. Durch die lockeren täglichen Spaziergänge ließen die Schmerzen nach und ich machte ein paar Gymnastik Übungen für den Rücken beim Spazieren gehen.
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Nach 2 Wochen war ich wieder mit einem vollem Rucksack unterwegs und bin durch den Wald gesaust.
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Nach 4 Wochen. Meine Fitness hat durch Corona arg gelitten. Vereinstraining möchte ich nicht machen, zu groß ist die Angst mich mit Corona an zu stecken. So mache ich einen Waldlauf zum Nachbardorf. Hin und zurück ist es eine Strecke von 8 Kilometern. Es läuft besser als erwartet, im lockerem Trab laufe ich die 8 Kilometer durch den Wald. Das werde ich jetzt öfter wiederholen und dann auf 20 Kilometer durch den Wald rennen ausdehnen. Das ist dann ein Halbmarathon. Wegen dem Hexenschuss werde ich mir damit aber Zeit lassen.
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Bis bald im Wald und bleibt gesund.

Fitnesstraining 06.05.2017

Mir reicht es nicht aus, nur ein paar Gymnastikübungen zu machen um wieder auf die Beine zu kommen. So habe ich mir ein paar Inliner (Rollerblade) besorgt. Direkt vor der Haustür möchte ich los fahren und male mir in Gedanken die Strecke aus. Als Kind bin ich ja auch immer Rollschuh gelaufen, wird schon klappen. Also Knieschützer, Ellbogenschützer, Handschützer und Fahrradhelm auf (bin ja nicht mehr die Jüngste) und Inliner anziehen. Treppe runter, wie mit Rollschuhen, seitwärts, geht ganz gut. Dann geht es erst einmal vor dem Haus die Straße hoch und runter. Die Straße ist leicht abschüssig mit Schlaglöchern, Bordsteinkanten und Gullideckeln. In den Gullideckeln kann man mit den Rollen hängen bleiben. Ich muss ständig in die Knie gehen um nicht über Gullideckel und Schlaglöcher zu fliegen. Ist das anstrengend. Na gut, weiter, Straße runter und rechts herum, bergauf zum Campingplatz. Bordsteinkanten, Rollsplitt, Schlaglöcher, Baustelle, Gullideckel, teilweise Pflastersteine. 2 Mädchen mit Pferden und 3 Hunden. Ich fahre die ganze Zeit in der Halbhocke, sonst leg ich mich lang und komm nicht über diese Gullideckel, meine Muskeln brennen. Zurück geht’s bergab und es kommt gerade kein Auto entgegen. Ich lass es rollen und drossel die Geschwindigkeit wie beim Carvingski mit Gewichtsverlagerung. Hui, das geht ab und wieder alles in der Halbhocke, durch Rollsplitt und um Baustellencontainer herum. Bremsen geht noch nicht so gut, das muss ich noch üben. Vor dem Haus habe ich dann die Heckenbremse gemacht. In die Hecke fahren und an den Ästen festhalten. Mit Inliner wird man bergab ganz schön schnell. Jetzt sitze ich mit dem Laptop auf dem Sofa und schreibe. Meine Muskeln brennen immer noch. Ergebnis: Günstiger als ein Fitnessstudio und es macht mehr Spas 🙂