Wassermangel in Niedersachsen 19.12.2018

Das Oberharzer Wasserregal ist angezapft. Das Wasser läuft jetzt durch Gräben in die Innerste Talsperre und in die Grane Talsperre. Das Wasser aus dem Oberharzer Wasserregal dient jetzt als Trinkwasser für die Großstädte in Niedersachsen.
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Das hat es noch nie vorher gegeben. Das Oberharzer Wasserregal wurde im 16. Jahrhundert für den Bergbau angelegt. Mit der Wasserkraft wurden große Wasserräder und später die Fahrkunst im Bergwerk angetrieben. Nach dem 19. Jahrhundert diente das Oberharzer Wasserregal dem Hochwasserschutz. Es wurde zum Weltkulturerbe und dadurch immer in Stand gehalten.
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Und nun ist es für Trinkwasser da.
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Wird es reichen? Was passiert wenn wir über Winter zu wenig Regen und Schnee haben? Im Harz überlegt man gerade wie es weitergehen wird.
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25.12.2018
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Im Harz bei den Eltern.
Schneeregen und Regen. Temperaturen um 0 Grad Celsius. Die Bäche, die im Sommer nur ein kleines Rinnsal waren, sind zu Flüssen mit starker Ströhmung angeschwollen. Die Talsperren laufen jetzt voll. Wasser für den nächsten Sommer von dem wir alle leben. Stromerzeugung durch Wasserenergie von unseren Talsperren. Ja jetzt haben wir wieder alles. Ein schönes Weihnachtsgeschenk. Gott im Himmel sei dank. Danke. Amen.

Wassermangel in Deutschland, August 2018.

Die Nacht hat es geregnet, aber es ist schon wider warm. Der wenige Regen wird die Wasserknappheit in Deutschland nicht lindern. Die Bauern haben große Ernteausfälle. Der Mais droht auch zu verdorren. Das wird schlimm, denn gerade der Mais wird bei uns auf dem Land als wichtiges Viehfutter angebaut. Das Gras wächst bei der Trockenheit nicht nach und so hat es nur wenig Heuernte gegeben. Einige Bauern müssen jetzt schon ihr Heu, das eigentlich für den Winter gedacht war, verfüttern. Die Höfe fürchten um ihre Existenz. Lebensmittel werden teuer werden.
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Einige Familien auf dem Land haben jetzt schon kein Geld mehr um für ihre Kinder Obst und Gemüse zu kaufen. Die Kinder kommen in die Schule und kennen kein Obst. In unserer Schule im Dorf gibt es seit einigen Jahren ein Schulobst Projekt, gesponsort von der EU. Einige Kinder halten mit 6 Jahren das erste mal Obst in der Hand. Für uns Waldläufer und Pilger ist das oft unvorstellbar. Da wir den ganzen Tag im Wald rumstrolchen, Beeren und Wildfrüchte essen. Gelegentlich essen wir auch Fallobst auf der Pferdeweide. Die Pferde sind harmlos, da kann man schon mal auf die Weide gehen und sich 2 oder 3 Apfel holen und in den Rucksack stecken. Für die Tiere fallen die nächsten Apfel ja bald wieder herunter. Gut wenn der Bauer ein paar Apfelbäume auf der Weide stehen hat, dort haben die Tiere jetzt noch genug Futter. Aber was wird aus den armen Familien wo die Kinder jetzt schon kein frisches Obst kennen. Wir wissen es nicht.
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Unsere Quelle hinter dem Dorf gibt noch genügend Wasser ab. Aber an meinem Lagerplatz im Osterwald ist der Bach eingetrocknet, da ist nichts mehr. Seit Juni 2018 bin ich nicht mehr dort gewesen. Es war sehr anstrengend immer dort Wasser hin zu schleppen. Ich hoffe das der Bach im Herbst und Winter wieder Wasser führt. Über Sommer bin ich viel im Zwergenwald im alten Ton Sandbruch Gebiet. Dort ist genug Wasser. Sonntag nach Sonnenuntergang sind dort 24 Graugänse eingeflogen. Ja auch die Gänse suchen Wasser. Es ist interessant ihnen zu zu sehen. Leider hatte ich keine Kamera dabei. Auf dem Rückweg war es schon dunkel. Und ja, ich bin auch wieder Wildschweinen begegnet. Im alten renaturierten Sand und Tonbruch sind jetzt viele Wildtiere, denn hier gibt es noch Wasser. Ich kann jetzt viele Tiere beobachten. Die Tiere kommen zum Wasserloch.
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Ich mach mir langsam Sorgen, was wenn die Quelle hinter unserem Dorf versiegt? Das kann übel werden. Das ganze Dorf lebt von dieser Quelle, Mensch und Tier.
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Bis bald im Wald

Globale Erwärmung und tiefstes Niedersachsen

Tiefstes Niedersachsen = ländlicher Bäuerlicher Raum mit kleinen Dörfern, Aussiedlerhöfen (abgelegene Gehöfte, Weiler) und Wald. Manche Schüler haben einen langen Schulweg und wer keinen eigenen Hof hat, so wie wir. Der hat einen großen Garten für eigenes Gemüse und Obst. Kleintiere wie Geflügel und Kaninchen werden gehalten. Und auch Tauben und Meerschweinchen kann man essen (sie bekommen viele Junge). Wir haben einen Obst und Kräutergarten mit Erdhummeln. Unsere Zebrafinken (Hähne) sind die besten Wachhunde. Sie melden jeden der das Grundstück betritt. Wir haben die Finken zum melden abgerichtet, dazu brauchten wir etwas Geduld (bei Nymphensittichen ist das leichter). Es hat sich voll gelohnt, die Finken sind wie Wachhunde.
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Die globale Erwärmung hat das Wetter bei uns durcheinander gebracht. Die Obstblüte im Frühjahr ist durch einen Kälteeinbruch verfroren. Johannisbeeren und Pflaumen blühten später und wurden durch unsere Erdhummeln befruchtet. Es hat viel geregnet, die Bienen flogen nicht denen war zu kalt. Auf die reifen Johannisbeeren stürzten sich die Vögel, die endeten als Tierfutter. Obwohl es warm ist, 20 bis 26 Grad Celsius, überwiegt die Nässe. Alles ist feucht in diesem Jahr, der Himmel immer bewölkt. Die Sonne kommt mal für 1 – 2 Stunden raus, dann sind wieder dicke Wolken da. Unser Obst verschimmelt unreif am Baum. Die eigenen Vorräte reichen noch bis zum November, dann müssen wir frisches Obst kaufen. Der Winter wird teuer und viel Geld kosten. Vom Hochwasser blieben wir verschont. Unser Dorf liegt auf einem Hügel. Wir werden zurecht kommen.
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Bei den Bauern sieht das anders aus. Die Kühe mussten bei dem vielen Regen und Hochwasser schnell von den Weiden geholt werden. Viele Felder und Weiden standen unter Wasser. Die Bäche traten über die Ufer. Auch die Straße zu unserem Dorf war überschwemmt. Nach der Arbeit bin ich einfach das Risiko eingegangen und mit dem Auto durch die Überschwemmung gefahren. Es ging, das Wasser stand ca. 20 cm auf der Straße. Der VW Golf hat das ohne Probleme gepackt. Einige Aussiedler Höfe waren abgesoffen. Ställe und Keller voll Wasser gelaufen. Die Feuerwehr war mit ihren Pumpen im Dauereinsatz. Leine, Innerste und Oker traten über die Ufer. Die historische Altstadt von Goslar war überschwemmt und viel Wasser in Hildesheim. Das THW kam und musst mit pumpen. (THW = Technisches Hilfswerk, Katastrophenschutz).
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Viele Bauern in Niedersachsen haben ihre Getreide und Heuernte verloren. Die Milchpreise sind im Keller. Das Land hat Entschädigung für die Bauern versprochen aber ob das wirklich funktioniert, weiß noch niemand. Es sieht übel aus, den Bauern geht es schlecht. Die Rüben haben überlebt, die konnten die Nässe ab. Die Blätter und das Kraut der Rüben dienen als Viehfutter. Die Rüben werden an die Zuckerfabrik verkauft, es ist das weiße Gold von Niedersachsen. Der momentane Eierskandal betrifft nicht unsere Bauern. Die verkaufen ihre Hühnereier auf dem Wochenmarkt und die Eier sind ohne Giftstoffe.
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Was bedeutet das jetzt für uns? Es gibt weniger Nahrung für den Winter, die Preise werden steigen. Die Tafel wird weniger Lebensmittel Spenden bekommen. (Tafel = Privater Verein der Lebensmittel für Bedürftige und Arme sammelt).
Die Armen werden weniger Essen haben.
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Ich werde mich in den Wald verziehen und über Pflanzen lernen. Auch ich muss mir noch einiges an Wissen anlesen. Lesen, lesen, lesen. Hier sind meine Lieblingsbücher, die ich auch mit in den Wald nehme um dort zu lernen.
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Lieblingsbücher

Lieblingsbücher


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Bis bald im Wald