Waldläufer 24.10.2019

Nachts im Wald ohne Angst. Für Frauen ist dies ein großes Thema. Ja und gelegentlich habe ich auch Angst im Wald. Angst im Wald erhöht meine Wachsamkeit. Beim Pilgern habe ich festgestellt, wenn ich mit meinem grauen Schlafsack in das Gebüsch gehe und mich auf den Boden lege, werde ich von anderen Wanderern übersehen. Diese Methode nutze ich auch in meinem Waldlager. Ein Tarp, natürlich in olivgrün, wird möglichst flach und mit dunklen Schnüren aufgespannt. Bei Lagerplätzen in Hanglage kann das Tarp etwas höher aufgespannt werden. Mit dieser Methode habe ich meine Ruhe im Wald und ich hoffe das es so bleibt.
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Heute wurde es einmal wieder eine Nachtwanderung. Die Kleidung sollte möglichst dem Wald angepasst sein. Dunkelgraue oder dunkelblaue Jeans sind auch ok. Braun und olivgrün sind am besten. Klar tarnt auch Combat Kleidung und auch ich besitze so ein XXL T-Shirt. Dieses Combat T-Shirt ist groß wie ein Kleid und ich kann es über einen Pulli ziehen. Am Waldrand ziehe ich es sofort aus, da ich keine Leute erschrecken möchte. Ansonsten reicht mir auch eine olivgrüne Stoffbahn (gibt es im Stoffladen) die ich mir umhängen kann. Mit diesem olivfarbenem Umhang stell ich mich hinter einen Baum, wenn jemand kommt. So sind schon einige Typen an mir vorbei gegangen ohne mich zu bemerken.
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Ein Feuer nachts im Wald ist ein großer Verräter. Auch wenn man es nicht sieht und es in einer Mulde brennt. Auf meiner heutigen Nachtwanderung habe ich gerochen, das jemand im Wald hockt und sich dort etwas kocht. Ich kann sogar die Richtung erschnuppern und weiß wo es sich jemand heute Nacht im Wald gemütlich macht. Wenn ich das erschnuppern kann, dann kann das auch ein Schurke.
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Im Winter ist es aber so, das Waldläufer, Bushcrafter und Pilger gern etwas warmes essen möchten. Natürlich ohne entdeckt zu werden. Da fällt mir eine Alternative ein.
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Der Rucksack Kocher – Essen im Rucksack garen.
Die Idee habe ich mir abgeschaut.
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Quelle und Urheber ist: „ Kai Sackmann “
„ Wir besorgen uns eine Thermos Kanne mit einem weiten Hals. Diese gibt es bei uns oft günstig in größeren Supermärkten. Wir nehmen uns etwas Reis und Tomatensaucen Pulver mit. (Es kann natürlich auch etwas anderes sein, das sich schnell garen lässt). Wenn du eine Pause machst, dann bringst du mit deinem Campingkocher Wasser zum kochen. (Kai verwendet eine kleine Gaskartusche, kleinen Topf mit Klappgriff und einen sehr kleinen und leichten Gas Kocher). Zuerst füllst du eine Tasse Reis und das Tomatensaucen Pulver in die Thermoskanne. Danach füllst du die Kanne mit kochendem Wasser auf. Gut zu schrauben und einmal umdrehen, damit sich alles gut vermischt. (Nicht wie wild schütteln, dann entsteht ein Überdruck und wenn du den Verschluss auf machst spritzt dir das heiße Essen entgegen). Danach steckst du die Thermoskanne in deinen Schlafsack, Jacke oder Decke und alles zusammen in den Rucksack. Jetzt kann das Essen im Rucksack garen, während du weiter wanderst.“
— Danke an Kai Sackmann —
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Natürlich kann man die Thermoskanne auch schon zu Hause mit Essen und heißem Wasser füllen. Alle Lebensmittel die sich schnell garen lassen sind geeignet. Wenn die Thermoskanne in eine Decke gesteckt wird bleibt sie lange im Rucksack heiß. Eine 2. Thermoskanne mit heißem Tee kann ebenfalls mitgenommen werden, da man ja sowieso noch eine Flasche Wasser mitnehmen würde. 2 Flaschen im Rucksack sind ok. Einen kleinen Topf mit Klappgriff sollte man ebenfalls mit nehmen, falls man noch weiteres Wasser am Lagerplatz abkochen möchte. Wer keinen Kocher mitnehmen möchte, sollte ein paar survival Techniken berücksichtigen.
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Wer mag, kann sich natürlich auch eins von diesen neuen Bundeswehr EPA´s besorgen. Sie beinhalten auch ein modernes Heatpack um Fertiggerichte zu erwärmen. Heatpack und Fertiggerichte kommen hier aus dem Trekking Bereich. Es hat sich also einiges bei den Bundeswehr EPA´s verändert. Vegetarisch gibt es auch.
Günstiger ist natürlich selbst kochen.
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So kann eine Nachtwanderung oder eine Nacht im Wald recht angenehm und entspannend sein. Gut getarnt mit heißem Essen und Trinken.
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Für mich reicht heute eine große Thermoskanne mit heißen leckeren Tee und ein paar selbst geschmierten Stullen (belegte Käsebrote zusammen geklappt). Einen Kocher brauch ich heute nicht.
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Bis bald im Wald
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Update vom Prepper Auto
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https://pilgerinkati.wordpress.com/2019/06/01/prepper-auto-die-2/

Kati´s EPA ohne Schweinefleisch

Diesmal wieder neu zusammen gestellt. Denn man mag ja nicht immer das selbe essen. Alle Produkte sind wieder aus dem Supermarkt und Discounter. Somit auch zu niedrigen Preisen erhältlich. (Keine teuren Trekking Meals). Das Verpackungsmaterial sind kleine Kunststoff Dosen und Fläschchen in denen vorher andere Lebensmittel und Kosmetik waren. Recycling kostet nichts und schont die Umwelt. Ziploc Beutel und Gummiringe werden auch mehrmals verwendet. Wenn dir Gummiringe nicht stabil genug sind, dann kannst du auch Paketband verwenden. Es gibt nur einen Nachteil: Haltbare Lebensmittel müssen vorher selbst abgepackt werden. Bei den teuren Trekking Meals ist schon alles fertig.
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Tütensuppe, hier gibt es verschiedene vegetarische Varianten. Mach einfach ein Gummiband drum und öffne die Tüte unterwegs so, das du sie hinterher mit dem Gummiband wieder verschließen kannst.
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Nudeln, möglichst kleine Nudeln. Diese lassen sich besser in Einzelportionen umpacken und sind beim kochen schneller gar.
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Reis, kleine Reiskörner sind schneller gar. Oft sind auf den Verpackungen die Kochzeiten angegeben.
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Polenta, auch diese lässt sich gut in Einzelportionen umpacken.
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Selbst gemischtes Müsli schmeckt am besten, hier gibt es viele Varianten. Es lässt sich gut in Einzelportionen umpacken und schmeckt auch mit heißem Wasser. Wenn du das nicht kennst, probiere es vorher zu Hause aus ob du Müsli mit heißem Wasser magst. Es lässt sich auch trocken weg knabbern. Beim Umpacken kannst du pro Portion auch 1-2 Esslöffel Trockenmilch dazu geben.
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Haferflocken, diese verpacke ich in einer Kunststoff Weithals Flasche. Trockenmilch gibt es im Supermarkt in Kunststoff Schraubdosen. Haferflocken lassen sich auch prima mit Getränkepulver mischen, das es ebenfalls in vielen Varianten gibt. Es empfiehlt sich das Getränkepulver immer separat in kleinen Portionen zu verpacken. Vorher untergemischt schmeckt es nicht mehr.
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Wenn du Müsli und Haferflocken magst, dann kommst du ohne Brot zurecht. Ansonsten Knäckebrot oder Schüttelbrot mit vegetarischem Brotaufstrich.
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Tunfisch in der Dose mit Öl. Schau dir vorher im Internet an was du alles damit machen kannst.
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Kaffee, Tee, Salz und Gewürze lassen sich ebenfalls gut in kleinen Portionen verpacken. Einige Sektflaschen haben Kunststoff Stöpsel, diese lassen sich öffnen und sind ideal für Salz und Gewürze in Kleinportionen.
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Wenn du in kargen Gebieten von Deutschland unterwegs bist, dann solltest du dir noch ein paar Zwiebeln, Möhren und Äpfel einpacken. Wildgemüse in ausreichenden Mengen ist hier nur schwer zu finden. Wenn du unterwegs leckeres Wildgemüse und Wildfrüchte findest, dann packe sofort etwas davon ein. Denn an deinem nächsten Lagerplatz könnte nichts sein. Wenn du unterwegs eine umgestürzte Birke findest, dann nimm ein großes Stück Rinde mit. Findest du Harz an Nadelbäumen, dann rolle etwas davon in ein großes Blatt ein und nimm es ebenfalls mit. Binde einen separaten Sammelbeutel außen an deinen Rucksack oder an den Hosengürtel. So hast du deine Hände beim Kräuter, Gemüse und Pilze sammeln frei.
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Bis bald im Wald
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Update 12.10.2018
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Wie man sieht enthält meine Nahrung sehr viel Kohlehydrate, das mag ich und das gibt Energie. Fett und Eiweiß brauche ich natürlich auch. Hier noch einmal eine Auflistung von geeigneten Rucksack Lebensmitteln, die sich in Zipplock, Gefrierbeuteln und kleinen Dosen verpacken lassen.
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Kohlehydrate,
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Alle Sorten von Nudeln (möglichst kleine, da kürzere Kochzeit),
alle Sorten Reis (kleine Körner haben eine kurze Koch und Garzeit),
Polenta, Hartweizengrieß, Graupen, Couscous, Haferflocken,
Trockenobst, Trockengemüse.
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Eiweiß,
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Alle Sorten Dosenfisch, Meeresfrüchte in Dosen, Rindfleisch in Dosen, Geflügel in Dosen. Dosenfutter ist Luxus und wiegt viel, so kommt nur eine Dose mit.
Getrocknetes Sojagranulat und Sojageschnetzeltes (Bioecke im Supermarkt),
Hülsenfrüchte (müssen vor der Zubereitung in Wasser quellen, das geht in einer Weithalsflasche oder in einem Gefrierbeutel, der außen an den Rucksack gebunden wird).
Trockenmilch.
Käse nur bei kalten Temperaturen (vergammelt sonst im Rucksack).
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Fett,
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Das Fett von Ölsardinen und Tunfisch in Öl,
Nüsse.
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Gewürze und Tütensuppen aller Art. Um jeden Beutel Tütensuppe einen Gummiring oder ein Stück Paketschnur machen, so kannst du sie hinterher wieder verschließen. Kaffee, Tee und Getränkepulver.
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Probiere vorher zu Hause aus was dir schmeckt und wie du es am besten kochen kannst. Überlege dir vorher wie du dein Kochgeschirr im Wald wieder sauber bekommst. Aus Kastanien und Efeu kannst du Bio Seife machen, das kostet nichts. Moos kannst du ebenfalls zum Reinigen von Geschirr und Töpfen nutzen, kostet auch nichts.
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Bis bald im Wald
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13.10.2018
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Kann man sich im Wald überfressen? Ja, ich hab es heute geschafft mit zu vielen Maronen (Esskastanien).

EPA ohne Schweinefleisch, von Kati #2

Da einige bereits wissen, das ich kein Schweinefleisch esse, geht mein persönlicher Test weiter.

Zu „EPA ohne Schweinefleisch“

https://pilgerinkati.wordpress.com/2015/08/08/epa-ohne-schweinefleisch-august-2014/

https://pilgerinkati.wordpress.com/2015/08/08/waldlaeufer-11-02-2015/

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Die Reste sind nun auch aufgegessen. Bei der Bundeswehr heißt das EPA Tag. Leider habe ich keine Info ob es so etwas heute noch gibt. Wenn ja, dann schreibt mir mal in die Kommentare ob ihr das mögt.

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Mein persönliches Ergebnis, das sich nach meinem persönlichem Geschmack richtet:

Nie wieder Eierstich in der Dose. Ich mag Eierstich aber in der Dose war es einfach nur schlimm. Die Nudeln in Tomatensoße hatten sich bei Wärme in eine pappartige Masse verwandelt, waren aber noch essbar. Meine geliebten Müsliriegel verwandelten sich bei Wärme ebenfalls in eine klebrige Masse und wenn das so klebrig ist, mag ich das persönlich nicht mehr essen. Da Geschmäcker verschieden sind, wird der ein oder andere es noch lecker finden. Ich nicht.

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#2

Das neueste Outdoor Kochset ist nicht unbedingt für Pilger geeignet. Es wiegt unter Umständen zu viel und muss im Rucksack mit herum getragen werden.

Was kommt mit?

Edelstahlschüssel aus dem 1 € Shop. Sie wiegt sehr wenig und man kann drin kochen wie in einem Wok.

Deckel einer Blechkeksdose. Passt genau auf die Schüssel, zusammen ergibt das einen brauchbaren Proviantbehälter. (Die meisten Brotdosen aus Metall, eignen sich nicht als Kochgeschirr). Edelstahlbecher (aus dem Campingladen), den bekommt man schon für 3 – 5 €. Einen Edelstahlbecher kann man direkt in das Lagerfeuer, auf einen Kocher oder in der Pilgerherberge / Kloster auf eine Herdplatte stellen, (Kaffee + Tee kochen). Spork aus Edelstahl (Campingladen), hier gibt es verschiedene Größen, ab 3 €. Ein Spork aus Kunststoff ist für Pilger und Waldläufer nicht geeignet, geht zu schnell kaputt. Trangia Brenner. Als Kochergestell eignet sich eine leere Erdnussdose aus Leichtmetall in die man seitlich Löcher macht, wiegt sehr wenig ( habe ich auf Youtube gesehen, das funktioniert). Spiritus lässt sich in einer kleinen, leeren Spülmittelflasche mitnehmen ( ist dicht und wiegt kaum etwas). Als Proviant Döschen für Pfeffer, Salz, Kaffe, Tee eignen sich leere Kaugummi Döschen aus dem Supermarkt, also nicht weg werfen. Pet Flasche und eine schwarze Socke. Die Pet Flasche wird mit Wasser gefüllt und in die schwarze Socke gesteckt. Dies wird nun auf den Rucksack gebunden oder in die Sonne gelegt, nach einiger Zeit hat man so heißes Wasser. Ich nehme meist 2 Wasserflaschen mit.

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Lebensmittel:

2 Portionen Nudeln mit Gemüse und Huhn, auf die man heißes Wasser gießt und die dann nur noch quellen müssen (Supermarkt, Outdoor Shop).

1 Weithals Flasche, gefüllt mit Haferflocken (Supermarkt, Weithalsflaschen in der Kinderabteilung).

1 Dose Trockenmilch (Weithalsdose im Supermarkt oder im Reformhaus im Pappkarton).

1 Röhrchen Magnesium Brausetabletten (Supermarkt, sind schon in einem Kunststoffröhrchen).

Kaffee, Pfeffer, Salz und Traubenzucker ( in die Kaugummi Döschen tun).

1 Brotdose mit Stullen und Obst, die zuerst gegessen werden.

Weiteres Obst und Gemüse kann im Wald gesucht werden, wer mag kann auch Würmer essen (die schmecken mir persönlich nicht, aber als Notnahrung ist das ok). Kleine Käfer in weißen Taubnesseln schmecken recht gut.

Die leere Brotdose kann unterwegs für Abfall genutzt werden und dieser im nächsten Dorf in einer Mülltonne entsorgt werden. Als WC Papier und Taschentuch eignen sich große Ahorn Blätter, die unterwegs gesammelt werden können.

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Bitte keinen Müll in den Wald werfen, das schadet der Natur und verschmutzt unser aller Trinkwasser.