Waldläufer 19.12.2019

Endlich früh Feierabend und die Sonne scheint noch. Also nichts wie gleich nach der Arbeit raus in den Wald. Bei einer Temperaturen zwischen 5 und 10 Grad Celsius, ist es im Winter im Wald sehr matschig. Meine schönen neuen Schuhe möchte ich nicht im Wald ruinieren, denn die waren echt teuer. Die Lösung heißt Baumarkt und da komme ich sowieso vorbei. Im Baumarkt besorge ich mir ein paar schwarze Gummistiefel die bis zum Knie gehen. Die Gummistiefel können dann auch gleich im Auto bleiben.
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Am Waldrand angekommen werden zuerst die neuen Gummistiefel angezogen, eine Lampe in die Jackentasche gesteckt und ab geht es in den Wald. Einfach nur im Wald sein. Der Sonnenuntergang am Nachmittag ist total schön. Am liebsten würde ich die Nacht im Wald bleiben, aber ich muss ja morgen arbeiten. So geht es auch bald wieder auf den Nachhause Weg. In der Dämmerung sehe ich ein sehr großes Wildschwein. So ein großes Wildschwein habe ich noch nie gesehen, es ist groß wie ein Klavier. Ich blinke das Schwein mit meiner Taschenlampe an und es rennt weg. Puh…. Schwein gehabt. Es wird wieder eine Nachtwanderung durch den Wald und ich begegne noch einem Fuchs und einem Reh. Am Waldsee sitzen ein paar Angler in der Dunkelheit und hoffen noch einen dicken Karpfen zu Weihnachten zu angeln. Die Angler haben die Wildschweine auch gesehen. In der Dämmerung und bei mildem Winterwetter ohne Frost, kommen die Schweine an den See um sich am Ufer im Matsch zu suhlen. Hier stehen auch ein paar große Eichen und die Samen (Eicheln) werden von den Schweinen gern gefressen.
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Bis bald im Wald

Waldläufer 10.02.2019 bis 18.02.2019

Es regnet und die Sonne kommt einfach nicht raus. Ich bekomme zu wenig Licht und bin schnell müde. Es könnte Vitamin D Mangel sein. So mache ich mich auf in den Wald. Es ist trübe und im Wald ist es dunkel. Regen und Wind pusten mich durch. Bewegung tut mir gut, egal ob es dunkel ist. Ein Reh rennt mir direkt vor die Füße, erschrickt weil es einen Mensch sieht und haut schnell ab. Ich bin in der Nähe von meinem Lagerplatz und nehme mir ein paar Fichtenzweige mit. An meinem Lagerplatz ist es mir heute zu nass. Die Fichtenzweige nehme ich mit nach Hause um mir einen Fichtentee zu kochen. Der Rückweg wird einmal wieder eine Nachtwanderung, im Regen, durch den düsteren Wald. Mir fällt auf, das ich diesen Winter oft eine ungeplante Nachtwanderung mache. Allein, Nachts durch den Wald wandern ist unheimlich. Wenn ich jemanden bemerke, stelle ich mich hinter einen Baum oder hocke mich hinter ein Gebüsch, bewege mich nicht und warte bis die Person weg ist. Als Frau möchte ich nicht bemerkt werden. Ein großes olivfarbenes Stück Stoff hilft mir mich zu tarnen. Ich nutze es als Umhang über normaler Winterkleidung. So sind schon eigenartige Typen an mir vorbei geschlichen die mich nicht bemerkten.
17.02.2019
Rum planschen an der Wassertretstelle und rein in den Bach. Aber nur mit den Beinen. Ein Vollbad im Bach ist mir Februar doch zu kalt.
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18.02.2019
Endlich scheint einmal die Sonne. Nix wie raus in den Wald und auf den Ithkopf wandern. Bei strahlendem Sonnenschein braucht man nicht viel im Wald. Das Tarp kann zu Hause bleiben. Laut Wetterbericht wird das Wetter auch nicht umschlagen. Wer ein Barometer zu Hause oder auf einem Schiff hat, weiß das Luftdruckabfall gleich Sturm, Wind und Regen bedeutet. Bleibt der Luftdruck konstant und zeigt sich keine Wolke am Himmel, so gibt es in den nächsten Stunden keinen Wetterumschwung. Heute ist so ein Tag, das Wetter wird schön und sonnig bleiben bei Temperaturen von + 7 Grad Celsius. In der Sonne sind es sogar +20 Grad Celsius.
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Was habe ich im Rucksack (werde immer nach Packlisten gefragt).
Thermos Kanne (aus Edelstahl) mit heißem Wasser. Kaffee und Milchpulver.
Fleece Jacke und Steppweste mit Kapuze.
Buff.
Stoffsack.
Fotoaperat.
Action Cam. // Ich möchte ein Youtube Video machen, habe auch schon sehr viel Film Material, komme aber nicht dazu es zusammen zu schneiden. Wird also noch nichts draus. //
Fahrtenmesser zum Schnitzen.
Brille vergessen, mist. Ohne Brille ist das mit den Kameraeinstellungen ein wenig schwierig.
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Auf dem Ithkopf suche ich mir eine schöne Felsklippe. Meinen Stoffsack fülle ich mit dem Laub der Buche. Unterhalb der Felsklippe ist ein großer Buchenwald. Mit den gefüllten Laubsack lege ich mich oben auf den Felsen in die Sonne. Das ist eine tolle Unterlage, das Buchenlaub isoliert echt gut. Von unten ist es schön kuschelig warm und von oben die schöne warme Februar Sonne. So kann man es gut aushalten. Im Februar auf einem Laubsack in der Sonne pennen. Dazu einen heißen Kaffee (für Kräuter müsste ich erst wieder von der Felsklippe runter). Ach wie geht es mir als Waldschrat und Waldläufer doch gut 🙂

Bis bald im Wald

Waldläufer 16.11.2018

Früher Feierabend und keiner erwartet mich schon mittags zu Hause. Ich verdrück mich in den Osterwald. Mit guten Klamotten, da muss ich etwas aufpassen damit ich nicht schmutzig werde. Zu meinen Lagerplatz kann ich leider nicht, dort ist heute eine große Jagdgesellschaft unterwegs. So gehe ich an einer anderen Stelle in den Wald. Was für ein schönes Waldstück. Erst ist der Tannenwald durch den ich gehe tief und dunkel und dann kommt eine Lichtung mit einem Bach. In der Sonne ist es schön warm. Leider ist der Bach ausgetrocknet, wie an meinem Lagerplatz. Ich brauch noch ein bisschen Baumharz als Brennpaste und werde auch fündig. Ein passender Stock vom Boden um das Baumharz ab zu kratzen findet sich und in der Jackentasche habe ich eine kleine Tüte zum einpacken. Es wird ca. eine Hand voll Baumharz. Ich stromer noch weiter durch den Wald es ist so schön hier. Leider sind hier keine Felsen wo man einfach ein Feuerchen drauf machen kann. Der Bach ist einfach nur eine Rinne im Waldboden. Da wird auch in Zukunft nicht viel Wasser kommen, sonst wäre das Bachbett ausgewaschener und mit Steinen. Wenn hier ein Campingkocher umfällt, gibt es keine Möglichkeit zum löschen. Als Lagerplatz ist das dann doch nicht so toll. Passendes Geäst mit Astgabeln für eine Lastenkraxe habe ich noch nicht gefunden. Bei Sonnenuntergang gehe ich zum Waldrand, dort habe ich mein Auto geparkt und fahre nach Hause. Zu Hause reinige ich schnell meine Hände mit Olivenöl (damit geht das Baumharz ab). Muss ja keiner merken, das ich schon wieder im Wald unterwegs war.
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Im Wald habe ich meine Ruhe, kann ein kleines Schläfchen machen, lesen, mir etwas zu Essen kochen und ganz in Ruhe futtern. Als Frau muss ich mich natürlich immer gut verstecken und tarnen. Im Sommer ist es im Zwergenwald schön, wegen der Seen. Der Zwergenwald ist ein Laubwald mit vereinzelten Nadelbäumen in der Nähe vom Ith. Hier gibt es ein altes Kohleflöz. Offene Feuer, Grillen und Rauchen (im Wald sitzen und kiffen), sind wegen Waldbrandgefahr verboten. Am Waldrand und auf den Parkplätzen stehen überall Schilder. Mein Campingkocher, direkt am See neben dem Wasser, wird toleriert. Hat noch keiner gemeckert.
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Im Winter ist es im Osterwald besser. Im Osterwald sind teilweise so dichte Nadelwälder in denen die Sonne nur auf den Waldlichtungen scheint. Es ist ein dunkler Nadelwald und an manchen Stellen sind Felsen. Im Osterwald sind einige Bäche ausgetrocknet, das heißt Wasser schleppen. Auf den Felsen kann man schon mal ein kleines Feuerchen machen. Auf Steinen kann nichts passieren, wenn man das Feuerchen gut beobachtet. In Niedersachsen sind die Förster im Winter bei Nässe und Schnee nicht so streng, wenn man mit einem Feuerchen erwischt wird. Im Sommer bei Waldbrandgefahr ist auch hier Feuermachen und Rauchen im Wald, streng verboten. Aber qualmende Lagerfeuer verärgern die Jäger und den Jägern geht man besser aus dem Weg. Im Osterwald kann ich natürliche Baumformationen als Lagerplatz nutzen. Eine Leine oder Seil zwischen die Bäume gespannt und ein Tarp drüber. Kleine Stöcke als Zeltheringe finden sich am Boden. In 3 – 5 Meter Entfernung gibt es große abgeflachte Felsbrocken aus der Eiszeit. Flache Felsen sind immer gut als Untergrund für ein Feuerchen.
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Der Ith ist ein langgezogener Gebirgszug. Er besteht überwiegend aus Buchenwald mit Bärlauch Feldern. Oben am Berg sind Felsen, die von Kletterern genutzt werden. Auch als Waldläufer muss ich hier aufpassen, es besteht an einigen Stellen Absturzgefahr. In der Vergangenheit hat es auch schon einige Abstürze mit Verletzungen und Todesfällen gegeben. Eine Bergrettung gibt es hier nicht. Die Feuerwehr hat ein paar Leute die in Sachen Bergrettung ausgebildet sind. Oben am Ith gibt es kein Wasser. Auf mittlerer Höhe sind einige Quellen von denen einige Schwefel enthalten (stinken). Für Wanderer gibt es kleine Schutzhütten, die aber meist sehr versteckt und oft in keiner Karte sind. Bei uns ist eine Schutzhütte, nicht das was eine Schutzhütte in den Dolomiten ist. In unseren Schutzhütten stehen nur 1-2 Bänke aus Holz zum ausruhen. Sonst ist da nichts. Am Ith gibt es 2 gemauerte Feuerstellen, an denen man Feuer machen darf. Diese Feuerstellen können auch von privaten Gruppen ( kommerzielle sind ausgeschlossen ) gemietet werden. Waldläufer und einzelne Wanderer dürfen die Feuerstellen kostenlos zum ausruhen nutzen. In der Hütte hängt die Telefonnummer. Die Feuerstellen gehören zu den Dorfgemeinden. Es gibt wahrscheinlich noch weitere Feuerstellen, da diese aber auf Gemeindegrundstücken stehen, sind sie in keiner Karte. Als Waldläufer findet man solche Plätze.
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17.11.2018
Die Jagdgesellschaft ist fort. Ich kann meinen Lagerplatz im Osterwald wieder aufsuchen. Als ich los gehe, sagt mein Mann: „Na, willst du einen Grill mitnehmen? Es wird kalt im Wald.“ Nein, nehme ich nicht mit. Aber ein 2. dicker Pulli und eine Mütze kommen mit in den Rucksack, denn es sind nur 3 Grad Celsius. Essen und Trinken kommen natürlich auch mit. Ein Tarp nehme ich nicht mit weil der Himmel wolkenlos ist und die Sonne scheint. Meine dicke Winterjacke mit Kapuze reicht mir.
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Als ich an meinem Lagerplatz ankomme, sind einige Stellen leicht angefroren. Hier sind es jetzt unter 0 Grad. Meine Wildkamera hänge ich ca. 500 Meter hinter meinem Lagerplatz auf. Den Felsen, auf dem ich schon mal ein kleines Feuerchen mache, befreie ich ganz vom Moos. Aus dem ausgetrocknetem Bach hole ich mir Steine und baue mir eine Feuerstelle für den Winter. Danach wird ein Feuer gemacht. Es gibt Kräutertee und Kartoffelpuffer (vor gebraten). Meine Winterjacke habe ich mir nur lose übergehängt. Am Feuer ist es schön warm.
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Es ist innerhalb von einer halben Stunde total dunkel geworden. Ich sitze immer noch am wärmenden Feuer. In Richtung Deister heult was. Ein Wolf? Es ist ganz nah. Das Feuer wird die Wölfe auf Distanz halten. Ich trinke in Ruhe meinen Kräutertee und schaue in das Feuer. Schön ist es. Ein Rothirsch röhrt. Ein weiteres Tier läuft krachend durch den Wald. Nach einer Weile bellt ein Fuchs. Hier ist echt was los im Wald. In der Dunkelheit kann ich nichts sehen. Am warmen Feuer fühle ich mich sicher und habe keine Angst. Ich genieße es. Spät in der Nacht lösche ich das Feuer. Meine Wildkamera muss ich auch wieder mitnehmen. Ich habe echt Angst, das jetzt ein Wolf vor mir steht.
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Es wird einmal wieder eine Nachtwanderung durch den Osterwald nach Hause. Meine Trillerpfeife habe ich zu Hause vergessen. Wie soll ich jetzt den Wolf verscheuchen wenn er aus dem Gebüsch kommt. Man hab ich Schiss. Im Gebüsch höre ich wieder ein Tier, es kommt zum Glück nicht raus. Zu Hause schau ich mir an was auf der Wildkamera ist, leider nichts.
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17.11.2018 Kati´s Winter Feldküche

Kati´s Winter Feldküche


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Bis bald im Wald
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20.11.2018
Der erste Schnee im Osterwald. Hoffentlich bleibt etwas auf der Waldlichtung und in der Rückegasse liegen, dann habe ich wieder Wasser an meinem Lagerplatz.
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24.11.2018
Osterwald und Ith im dichten Nebel. Zwischendurch regnet es bei 2 Grad Celsius. Bei so einem Wetter im November, wird es nicht richtig hell. Wir haben tagsüber Licht im Haus an. Leben im Dunkeln.

Mein lieber Herr Gesangsverein

15.09.2018
Singen in 2 Chören ist ganz schön anstrengend. Vorbereitung auf ein Konzert mit dem einen Chor und Epiphanias Singen mit dem Kirchenchor. Dann kommt noch der eine und andere Gottesdienst dazu. Das sind über 30 Musikstücke die ich auf die Reihe bekommen muss. 4 Stunden Chorprobe am Abend kommen pro Woche noch mit dazu. Alles nach der Arbeit.
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Ich bin gefragt worden, wie man das denn auf die Reihe bekommt. Ich mach es einfach und es funktioniert. Gelegentlich muss ich einzeln bei einem Musiklehrer vorsingen. Der Musiklehrer ist auch Organist in der Kirche. Klar das hier J. S. Bach auf dem Programm steht. Ansonsten ist Notenlesen angesagt, so wie andere Leute eine Zeitung lesen. E-Books über Musiktheorie gibt es im Internet. Die sind zwar alle auf englisch aber das bildet. Passt schon.
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So bin ich am Abend immer am üben. 5 Stunden in der Woche. Zwischen 19:30 Uhr und 22:00 Uhr. Mit der Obsternte sind wir fast durch. Wir haben reichlich für den Winter eingelagert. So ist es gut. Ich hoffe bald wieder Zeit für den Wald zu haben. Die Noten kann ich mir auch in den Rucksack stecken und im Wald lernen. Ora et labora (bete und arbeite).
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Wir, die Sänger, Musiker und Künstler, verdienen kein Geld damit. Es ist alles Ehrenamtlich. Die Menschen spenden in der Kirche wenn wir Musik machen. Diese Spenden sind für soziale Projekte der eigenen Kirchengemeinde und für soziale Projekte in den umliegenden Dörfern und dem eigenem Dorf. Es ist bitter nötig, denn die versteckte Armut in Deutschland ist hoch. (Versteckte Armut = keine staatlichen Hilfen, vergessen vom Staat, Armut über die niemand spricht, die aber da ist und immer mehr wird).
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16.09.2018
Ich verdrück mich in den Wald und wandere zum Ith Turm. Unterwegs komme ich an der Streuobstwiese der Forst vorbei. Die Äpfel erntet hier niemand und man könnte sich ja ein paar mitnehmen. Aber dies Jahr ist es anders. Die Forst hat das Obst für die Kinder vom Waldkindergarten und für die Kinder der freien Schule gespendet. Das Obst ist reserviert. Ich finde das super. So bekommen auch die Waldkinder kostenloses Obst.
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Für alle die es noch nicht wissen. Die EU fördert staatliche Schulen und Kindergärten mit Obst und Gemüse, da viele Eltern in Deutschland sich dies nicht leisten können. (Auch ein Thema worüber man nicht spricht). Waldkindergarten und freie Schule sind privat, sie werden nicht durch die EU gefördert und bekommen somit kein Schulobst und Gemüse. Vielen dank der Forst und den privaten Spendern.
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So nehme ich mir nur einen Apfel, der am Boden liegt und lasse ihn mir schmecken. Der Tag am Ith ist einfach schön. Vom Ith Turm aus kann ich die Segelflieger gut beobachten. Im Wald ist es still geworden. Viele Zugvögel sind schon weg. Ich beobachte Kolkraben, Grünspechte und einen Eichelhäher. Meisen sind auch noch da. Einige Ringeltauben gleiten vom Aufwind über den Ith. Mir fällt auf das keine Amseln hier oben im Wald sind. Es ist zu trocken. Die Amseln und auch alle Finken halten sich weiter unten am Ith bei der Quelle auf. Es wird eine 5 Stunden Wanderung. Ach was für ein schöner Tag im Wald.
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Streuobstwiese der Forst

Streuobstwiese der Forst


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Bis bald im Wald

Ungewollt im Wald geschlafen

Ist euch das auch schon einmal passiert? Gegen Abend machte ich mich auf an einen Waldsee, denn tagsüber war mir die Sonne zu viel. Klar das bei diesem Wetter jeder Waldsee von einigen Besuchern aufgesucht wird. Ich war also nicht alleine. Das Forstamt hat ein Schild aufgehängt.
WALDBRANDGEFAHR,
Rauchen, Feuer machen und Grillen verboten.
Und was war los? So einige Jugendliche saßen im Gebüsch und haben gekokelt und gekifft. Eine Gruppe hatte sogar eine dicke Wasserpfeife mit Schläuchen dabei. Hier und da kamen die Rauchschwaden aus dem Gebüsch. Ich suchte mir eine schöne Stelle ganz versteckt im Schilf. Der Boden war etwas feucht aber mit meiner Evazote Isomatte war mir das egal, denn da geht ja keine Feuchtigkeit durch. Der Waldsee war warm wie eine Badewanne und das Thermometer zeigte am Abend immer noch 25 Grad Celsius an. Nach dem Schwimmen machte ich es mir auf meiner Isomatte gemütlich. Ein Buch und etwas zu trinken hatte ich dabei. Essen hatte ich nicht dabei, denn zum Essen wollte ich wieder zu Hause sein. Ja und dann war es einfach zu gemütlich im Schilf. Ich bin im Schilf auf meiner Isomatte eingeschlafen. Als ich aufwachte war es total dunkel und mitten in der Nacht. Es war immer noch warm und ich hatte nur ein T-Shirt und eine kurze Hose an. Eine Waldübernachtung hatte ich nicht geplant, da habe ich natürlich eine lange Hose dabei. Inzwischen waren einige Angler da. Jeder hatte einen Angelschirm gegen Regen aufgespannt. Einige Jugendliche hockten ebenfalls noch im Gebüsch. Ich konnte die Stimmen hören. Gesehen habe ich sie nicht. In der Ferne donnerte ein Gewitter. Die Mücken machten sich über meine nackten Beine her. Am Waldsee wächst kein Rainfarn oder anderes Kraut das ätherische Öle enthält, das die Mücken verscheucht. So konnte ich keine passenden Kräuter sammeln um mir mit dem Pflanzensaft Arme und Beine ein zu reiben. Ich packte mitten in der Nacht meine Sachen ein und verschwand. Mit kurzer Hose und T-Shirt waren die Mücken nicht erträglich.
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Was hatte ich mit:
Rucksack,
Evazote Isomatte,
Badeanzug,
Mikrofaser Handtuch,
1 Flasche Deit Getränk Tropische Früchte,
Messer,
Feuerstahl, Brennglas, Feuerzeug,
Vaseline und WC Papier (als Anzünder),
Stoffsack (den fülle ich mit trockenem Gras oder Blättern, das ist dann mein Sitzkissen),
1 Buch und eine Brille.
An Kleidung hatte ich nur Shorts, T-Shirt und Turnschuhe an.
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Für eine Waldübernachtung hätte ich jetzt nur noch eine lange Hose und ein langärmeliges Hemd benötigt (gegen Mücken). Feuermachen ist wegen Waldbrandgefahr verboten, fällt aus. Für den Survival Fall wäre noch ein Edelstahlbecher nötig. Dann passt es. Eine Decke oder einen Schlafsack brauch ich bei diesem Wetter nicht.
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Bis bald im Wald

Testbeet mit Kräuter und Gemüse / Prepper

Mit Gartenbau für Selbstversorger habe ich eigentlich nichts am Hut. Eigentlich. Aber wenn es zu einer Krise kommt, ist es wichtig zu wissen was wie und wo am besten wächst. Dann muss schnell ein Gemüsegarten angelegt werden. Um in so einem Fall Missernten zu vermeiden, habe ich ein Testbeet. Das ist ein Beet in dem ich verschiedene Heilkräuter und Gemüse anpflanze. Nicht alles wächst überall. Thymian und Rosmarin sind eingegangen. Möhren werden auch nichts. Der Boden scheint dafür nicht geeignet zu sein. Für Möhren müsste ich ein Hochbeet mit Sand anlegen. Samen von Melisse, Oregano und Erdbeeren wurden durch Vögel eingetragen und wachsen sehr gut. Giersch habe ich in Flecken auf der Wiese. Es ist so viel, das ich es mit dem Rasenmäher stutzen muss. Bärlauch pflanze ich nicht an, da dieser in großen Feldern im Buchenwald hinter unserem Dorf wächst.
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Pflanzen die wie verrückt wachsen, sind alle Sorten von Bohnen und Erbsen. Auf 1 qm hatte ich so viele Tomaten, das wir es zu zweit nicht geschafft hatten sie alle zu essen. Ein Teil der Tomaten hatte ich verschenkt. Zuccini, Kürbisse Zwiebeln und Knoblauch wachsen ebenfalls sehr gut. Es ist unglaublich wie groß sie ohne Dünger werden. Denn für Dünger habe ich kein Geld. Es ist somit alles Bio.
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Brombeeren und Holunder wurden ebenfalls von den Vögeln eingetragen und wachsen sehr gut. Stachelbeeren, Johannisbeeren, gelbe Pflaumen, Zwetschgen und Kirschen habe ich angepflanzt. Dieses Obst ist im Laden so teuer und es lohnt sich Obst im Garten zu haben. Arme Leute in der Stadt können sich kein Obst leisten. Für diese Kinder gibt es Schulobst. Unsere Birnen sind eingegangen, da ein Nachbar Zierwacholder gepflanzt hat. Das mögen die Birnen überhaupt nicht und bekommen Gitterrost und gehen dann ein. Vom Apfelbaum haben die Wühlmäuse die Wurzeln abgefressen, da ist er umgekippt und das war es dann mit Äpfeln. Es gibt bei uns im Dorf eine Streuobstwiese. Die Wiese gehört der Gemeinde und was da runter fällt, kann man sich mitnehmen.
Ich stecke mir dann immer 4 Äpfel in die Jackentaschen, wenn ich dort vorbei gehe. Hier bleibt so viel am Boden liegen, das sich die Vögel und die Rehe freuen. Ein Ziegenbock läuft seit 3 Jahren bei uns im Wald herum. Er ernährt sich auch von der Streuobstwiese. Der Tierarzt hat ihn beobachtet. Der Ziegenbock ist bei bester Gesundheit und auch im Winter draußen. Er kommt zurecht.
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Kohl habe ich noch nicht angebaut, denn dafür ist mein Testbeet zu klein. Wenn die Krise kommt, werde ich ein Gemüsefeld anlegen. Was auf unserem Boden gut wächst, weiß ich jetzt. Dünger brauchen wir nicht und das spart Geld und Zeit.
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Hühner habe ich nicht. Ich habe mich aber schon erkundigt wo ich welche her bekomme. Ein Stall muss noch gebaut werden. Auf dem Dorf darf ich ja Hühner halten. Im Internet habe ich mir einen Hühner Traktor angeschaut. Da kann ich die Hühner gleich als Rasenmäher nutzen, das finde ich klasse. Bei der Hühnerhaltung muss ich mich noch ein bisschen einlesen, was sie fressen und was sie brauchen. Meine Oma hatte Hühner und ca. 50 Kaninchen. Oma hat Kaninchen gezüchtet, damit die Familie im 2. Weltkrieg genug zu essen hatte. Das Kaninchenfell diente als Tauschobjekt.
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Gut zu wissen, was geht.

Bushcrafter Jos Brech verschwunden / lost.

Bitte helft mit und teilt das Video von Vanessa Blank. Wer hat Jos Brech zuletzt gesehen und kann Hinweise geben.
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Video von Vanessa Blank:
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https://www.youtube.com/watch?v=3DjPE6gsIGw
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Bitte helft mit und teilt das Video.
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Bis bald im Wald
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04.09.2018
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Jos Brech wurde in Spanien gefunden. Dort wurde er von der Polizei verhaftet, er wird wegen Mordes an einem Kind in den Niederlanden verdächtigt. Am 05.09.2018 wird er in die Niederlande ausgeliefert.
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Keiner von uns Waldläufern wusste das er ein angeblicher Mörder sein soll. Wir sind geschockt. Mir fehlen die Worte. Ich weiß nicht was ich dazu noch sagen oder schreiben soll.
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Passt alle gut auf euch auf.

Survival, von Tieren lernen, die Ringeltaube (Columba palumbus).

Können wir als Menschen ein Schlafnest in der Natur bauen? Die Ringeltaube baut ihr Nest so, das es ein geschütztes Blätterdach hat. Gern wird im Winter im Efeu genistet, da dieser immer grün ist und somit ein schützendes Blätterdach bei Schnee und Regen bietet. Die Ringeltaube fängt im März bereits an zu brüten. Im April sitzen die ersten Jungen im Nest. Das Gefieder der Ringeltaube ist wie ein Daunenschlafsack, kuschelig und warm. Durch das Gefiederfett perlt Schnee und Regen ab. Das Gefiederfett fehlt bei unseren Daunenschlafsäcken, deshalb sind sie bei Nässe nicht so toll. Aus unserem Schlafzimmerfenster kann ich ein Nest der Ringeltaube mit dem Fernglas beobachten.
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Auf Youtube habe ich ein gutes Video von einem Ringeltauben Nest gefunden. Schauen wir uns doch einmal die Struktur vom Nest an und was daran wichtig ist. Kann ich es nachbauen und darin gemütlich schlafen? Rüdiger Nehberg gibt in seinem Survival Buch nette Klettertechniken an und wie man auf einem Baum schläft. Er bindet sich mit einem Seil fest, damit er im Schlaf nicht herunter fällt. Kann ich das auch? Er nutzt Knoten und Bünde der Seeleute. Da ich auch Seglerin bin, sind mir die Knoten bekannt. Zum abseilen nutzt er den Dülfersitz. Ich muss mir einen passenden Übungsbaum im Wald suchen.
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Urheber und Video von: Mike Böhnisch
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https://www.youtube.com/watch?v=DGQFcZuKWPY
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Bis bald im Wald

Nachdenken über den Krisenfall / Prepper 17.02.2018

Wir alle wissen das ein Prepperlager Vorteile hat. Die Bundesregierung rät uns dazu so ein Lager an zu legen. Sie hat eine Liste für die Zivilbevölkerung heraus gebracht. Natürlich ist so eine Liste immer sehr individuell. Einige Prepper versuchen das mit mehr Komfort auszugleichen. Klar, Komfort und Luxus ist immer toll, wollen wir alle, wird jeder verstehen. Auch ich lagere gern ein paar Flaschen Wein im Keller. Die Flasche Schnaps muss auch dabei sein, die braucht man ja zum Wunden desinfizieren.
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Leider leidet mein Prepper Lager immer an einen natürlichen Schwund durch die Familie. Wenn man spät nach Hause kommt, ach es sind ja noch Spätzle und Gulasch da. Und daneben steht noch eine Flasche lecker Wein. Nachts in den Keller verschwinden und sich eine Tüte Nüsse reinziehen ist auch drin. Die Zahnbürste vergessen, die Zahnpasta alle. Mal eben schnell in den Keller, da ist ja noch was.
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Dieses Verhalten der Familie hat einen Vorteil. Im Prepperlager verdirbt nichts, denn es wird alles aufgegessen. Und ich bekomme einen Überblick wie viel wir eigentlich brauchen.
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Leute das ist enorm. Es ist viel mehr als in den Listen der Bundesregierung angegeben ist. Im Krisenfall gibt es aber keinen Nachschub.
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So schau ich mich im Internet um, was denn andere Prepper da so schreiben oder auf Youtube verbreiten. Das ist ganz interessant und ich bekomme so einige neue Anregungen. Von Buschcraft bis Lowcost Prepping ist alles dabei. Mir fällt besonders dieses Lowcost Prepping in das Auge. Klar, es hat unbedingt seine Berechtigung.
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Aber bei jedem 2. ist der Kühlschrank zu Hause jetzt schon leer und da heißt es durch fressen bei der Verwandtschaft. Würde ich auch machen, wenn ich nichts habe, ganz klar. Völlig verständlich. Es ist aber davon auszugehen, das dies im Krisenfall nicht funktioniert.
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Was ist das?
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Im Krisenfall wird der überwiegende Teil der Bevölkerung nichts haben. Wirklich nichts. Nach meiner vorsichtigen Schätzung und Vermutung, nach einigen Gesprächen und Beobachtungen ca. 75 Prozent. Es wird zu Plünderungen und Übergriffen kommen.
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Es erschreckt mich und es spornt mich an. Wie man Waschmittel und Seife aus der Natur herstellt, weiß ich ja. Da wird es uns an nichts fehlen. Medizin in Form von Heilkräutern wird es auch geben. Nahrung wird im Winter knapp, da gibt es fast nichts im Wald. Vorratshaltung ist äußerst wichtig. Im Wald pennen können wir auch, gut verstecken üben, üben, üben und dann klappt das schon.
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Jetzt brauchen wir noch die Taktik der Selbstverteidigung. Alles ist gut, ob du nun Karate, Kraftmagan oder Judo machst. Auf die Entschlossenheit und Taktik kommt es an. Übe im Wald. Dort kannst du auch üben wie du taktische Nadeln deinem Gegner in den Oberschenkel rammst, damit er dir nicht hinterher laufen kann. In der Stadt kann das schon jetzt sehr hilfreich sein, da wird man ja öfter mal angepöblt wenn man Frau ist. Kombiniere taktische Nadeln mit Judo, Karate oder Kraftmagan. Übe das im Wald mit Stöckchen, damit du dich beim Üben nicht verletzt. Fußangeln für Menschen, kannst du aus dicker Angelschnur oder Brombeerranken bauen. Der Gegner fliegt hin und schreit, das macht dich aufmerksam und du hast dann Zeit zum abhauen. Denk dir eine Taktik aus. Übe, übe, übe und lerne.
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Als Frau müssen immer ein bisschen besser sein als die Bundeswehr und immer ein bisschen mehr wissen. Dann kann es klappen. Auch ich muss noch viel lernen, packen wir es an.
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In Friedenszeiten bist du auch im Vorteil, wenn du als Pilger kein Nachtlager findest und du dann im Wald schlafen musst.
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Friede sei mit euch allen.
Schalom

Orkan in Niedersachsen 18.01.2018

Bei uns sind alle OK. Wäre fast in Hannover gestrandet. Doch dann habe ich jemanden gefunden der mich mit zurück auf das Dorf nimmt. Urban Survival ist noch nicht eingetreten. Alles gut. Heute vor ein paar Stunden habe ich mich ein wenig im Auto ausgeruht, hab da ja alles drin für den Notfall 🙂 Und der Waldparkplatz war auch gemütlich und gut für ein Schläfchen.
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https://pilgerinkati.wordpress.com/2017/10/29/orkan-in-niedersachsen-29-10-2017/
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https://pilgerinkati.wordpress.com/2017/12/11/prepper-netz-fuer-das-auto-und-schuhe-fuer-mistwetter/
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Eure Kati

PS: Achtet auf die Bäume. Jetzt nicht unter den Bäumen parken oder schlafen. Windgeschwindigkeit ist 2 – 3 Bft / 15 Uhr am Nachmittag. Es können immer noch Äste fallen, die beim Orkan angeknackt sind. Immer vorher nach oben schauen.
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Schneegrenze am Ith_21.01.2018

Schneegrenze am Ith_21.01.2018