Waldläufer 24.02.2018, Picknick mit Wolf und Dachs.

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Vormittags muss ich noch einiges in der Stadt erledigen, aber danach geht es raus in den Osterwald. Die Sonne scheint, wir haben Frost und im Osterwald liegt noch Schnee. Einige haben ja immer Fragen was man mitnehmen soll. Nun das kann ich nicht genau sagen, kommt immer auf die Person drauf an. Ich kann nur schreiben was ich mitnehme.
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1 Wärmekanne mit heißem Wasser,
1 Edelstahltasse,
1 Löffel, 1 Gabel,
Fahrtenmesser,
Feuerzeug, Brennglas, Feuerstahl,
Vaseline + WC Papier (zum einkremen gegen Kälte und als Anzünder),
1 kleine Dose mit Schoko Cappuccino,
1 große Tüte Asia Nudeln, (in einigen Supermärkten gibt es nur kleine Tüten, dann braucht man eben zwei oder drei von denen),
1 Stoffbeutel.
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Welche Winterkleidung am besten ist? Ich weiß es nicht, kommt auch auf die Person drauf an.
Ich bevorzuge Winterkleidung nach dem Zwiebelprinzip. Falls es zu warm wird, kann ein Teil der Kleidung ausgezogen werden und in den Rucksack gesteckt werden. Stiefel: Meindl Air.
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Auf geht’s in den Osterwald. Ich suche meinen alten Lagerplatz auf, weil dort die Sonne scheint und dieser durch einen Hang windgeschützt ist. Bei Schnee mag ich natürlich nicht auf dem Boden sitzen. Vom Sturm liegt genug Holz am Boden und ich baue mir einen Sitzplatz. Den Stoffbeutel fülle ich mit Tannenspitzen von abgebrochenen Zweigen die ebenfalls vom Sturm am Boden liegen. Jetzt habe ich ein warmes Sitzkissen. Ich sammele auch noch ein paar Fichtenspitzen für einen Tee.
Fichte sticht, Tanne nicht. Tanne zum sitzen, Fichte für Tee. So ist es schön. Erst brauche ich das heiße Wasser in der Wärmekanne auf. Ein Feuer mache ich noch nicht. In der Sonne sitzen, Nudeln essen und Cappuccino trinken. Ich versuche keine Geräusche zu machen damit ich beobachten kann, was für Tiere im Wald sind. Nach 2 Stunden wird es schattig und ich muss mir einen anderen Platz suchen. Im Schatten wird es kalt. Ich packe alles wieder in den Rucksack und werfe die Äste zurück in den Wald.
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Ich stromer im Wald herum und verfolge Tierspuren auf einem Wildwechsel. Leise pirsche ich durch den Wald wie ein Indianer. Ich möchte die Tiere beobachten und fotografieren. Reh und Dachs sind in der Nähe. Das ist spannend, werde ich sie sehen? Doch was ist das? Eine Hundespur ohne menschliche Fußabdrücke? Ich schau mir die Spur genauer an. Das muss aber ein extrem großer Hund sein. Der Fußabdruck ist ca. 10 cm groß und höchstens 4 Stunden alt, also von heute. Ein Gebüsch hat er auch an gepinkelt, noch ganz frisch. Im Schnee ist das gut zu sehen. Dann fällt mir noch etwas auf. Die Laufspur. Der hintere Fuß ist immer exakt in den Abdruck vom vorderen Fuß gesetzt. Sieht aus wie beim Zweibeiner. Ein Hund setzt den hinteren Fuß neben den vorderen Fuß. Ein Hund hat eine andere Laufspur.
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Es ist eine Wolfsspur und noch ganz frisch. Der Wolf ist in der Nähe. Ich freue mich, werde ich den Wolf sehen? Die Wolfsspur führt zum St. Avold See. Der hatte bestimmt Durst und trinkt dort immer. Ich mache Rast. Mein heißes Wasser reicht aber nur noch für eine halbe Tasse. Ein Feuer kann ich nicht machen, dann haut der Wolf ab. So begnüge ich mich mit einer halben Tasse heißem Wasser und warte im Windschatten. Nach 2 Stunden passiert immer noch nichts, der Wolf zeigt sich nicht. Er hat mich zuerst bemerkt und wird mich bestimmt aus einer Deckung heraus beobachten. Mit meinen Augen suche ich alles gründlich ab. Ich kann ihn nicht finden, er ist weg. So fotografiere ich die Wolfsspur und vergleiche zu Hause im Internet. Ja, es ist ein Wolf. Ich mag Wölfe.
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Bis bald im Wald

Distanzierung von Gewalt

Distanzierung von Gewalt.
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Ich distanziere mich vom Islam, ich bleibe Christin, ich bleibe Lutheraner. Alles was die Ökumene betrifft, liegt mir sehr am Herzen.
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Gegen Gewalt,
gegen Terror,
gegen Krieg,
gegen Unterdrückung,
gegen die Sharia.
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Ich bin für:
Freiheit, Gerechtigkeit und Demokratie.
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Ich glaube an Gott, den Vater,
den Allmächtigen,
den Schöpfer des Himmels und der Erde.
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Und an Jesus Christus,
seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn,
empfangen durch den Heiligen Geist,
geboren von der Jungfrau Maria,
gelitten unter Pontius Pilatus,
gekreuzigt, gestorben und begraben,
hinabgestiegen in das Reich des Todes,
am dritten Tage auferstanden von den Toten,
aufgefahren in den Himmel;
er sitzt zur Rechten Gottes,
des allmächtigen Vaters;
von dort wird er kommen,
zu richten die Lebenden und die Toten.
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Ich glaube an den Heiligen Geist,
die heilige christliche Kirche,
Gemeinschaft der Heiligen,
Vergebung der Sünden,
Auferstehung der Toten
und das ewige Leben.
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Amen.
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Passt gut auf euch auf.
Friede sei mit euch allen.
Schalom.

Nachdenken über den Krisenfall / Prepper 17.02.2018

Wir alle wissen das ein Prepperlager Vorteile hat. Die Bundesregierung rät uns dazu so ein Lager an zu legen. Sie hat eine Liste für die Zivilbevölkerung heraus gebracht. Natürlich ist so eine Liste immer sehr individuell. Einige Prepper versuchen das mit mehr Komfort auszugleichen. Klar, Komfort und Luxus ist immer toll, wollen wir alle, wird jeder verstehen. Auch ich lagere gern ein paar Flaschen Wein im Keller. Die Flasche Schnaps muss auch dabei sein, die braucht man ja zum Wunden desinfizieren.
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Leider leidet mein Prepper Lager immer an einen natürlichen Schwund durch die Familie. Wenn man spät nach Hause kommt, ach es sind ja noch Spätzle und Gulasch da. Und daneben steht noch eine Flasche lecker Wein. Nachts in den Keller verschwinden und sich eine Tüte Nüsse reinziehen ist auch drin. Die Zahnbürste vergessen, die Zahnpasta alle. Mal eben schnell in den Keller, da ist ja noch was.
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Dieses Verhalten der Familie hat einen Vorteil. Im Prepperlager verdirbt nichts, denn es wird alles aufgegessen. Und ich bekomme einen Überblick wie viel wir eigentlich brauchen.
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Leute das ist enorm. Es ist viel mehr als in den Listen der Bundesregierung angegeben ist. Im Krisenfall gibt es aber keinen Nachschub.
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So schau ich mich im Internet um, was denn andere Prepper da so schreiben oder auf Youtube verbreiten. Das ist ganz interessant und ich bekomme so einige neue Anregungen. Von Buschcraft bis Lowcost Prepping ist alles dabei. Mir fällt besonders dieses Lowcost Prepping in das Auge. Klar, es hat unbedingt seine Berechtigung.
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Aber bei jedem 2. ist der Kühlschrank zu Hause jetzt schon leer und da heißt es durch fressen bei der Verwandtschaft. Würde ich auch machen, wenn ich nichts habe, ganz klar. Völlig verständlich. Es ist aber davon auszugehen, das dies im Krisenfall nicht funktioniert.
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Was ist das?
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Im Krisenfall wird der überwiegende Teil der Bevölkerung nichts haben. Wirklich nichts. Nach meiner vorsichtigen Schätzung und Vermutung, nach einigen Gesprächen und Beobachtungen ca. 75 Prozent. Es wird zu Plünderungen und Übergriffen kommen.
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Es erschreckt mich und es spornt mich an. Wie man Waschmittel und Seife aus der Natur herstellt, weiß ich ja. Da wird es uns an nichts fehlen. Medizin in Form von Heilkräutern wird es auch geben. Nahrung wird im Winter knapp, da gibt es fast nichts im Wald. Vorratshaltung ist äußerst wichtig. Im Wald pennen können wir auch, gut verstecken üben, üben, üben und dann klappt das schon.
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Jetzt brauchen wir noch die Taktik der Selbstverteidigung. Alles ist gut, ob du nun Karate, Kraftmagan oder Judo machst. Auf die Entschlossenheit und Taktik kommt es an. Übe im Wald. Dort kannst du auch üben wie du taktische Nadeln deinem Gegner in den Oberschenkel rammst, damit er dir nicht hinterher laufen kann. In der Stadt kann das schon jetzt sehr hilfreich sein, da wird man ja öfter mal angepöblt wenn man Frau ist. Kombiniere taktische Nadeln mit Judo, Karate oder Kraftmagan. Übe das im Wald mit Stöckchen, damit du dich beim Üben nicht verletzt. Fußangeln für Menschen, kannst du aus dicker Angelschnur oder Brombeerranken bauen. Der Gegner fliegt hin und schreit, das macht dich aufmerksam und du hast dann Zeit zum abhauen. Denk dir eine Taktik aus. Übe, übe, übe und lerne.
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Als Frau müssen immer ein bisschen besser sein als die Bundeswehr und immer ein bisschen mehr wissen. Dann kann es klappen. Auch ich muss noch viel lernen, packen wir es an.
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In Friedenszeiten bist du auch im Vorteil, wenn du als Pilger kein Nachtlager findest und du dann im Wald schlafen musst.
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Friede sei mit euch allen.
Schalom

OCK Fahrtenmesser / Pathfinderknife

Ach Messer gibt es im Winterschlussverkauf. Eigentlich will ich mir eine neue Hose kaufen. Aber wie Frau nun mal so ist, finde ich nichts. Ich bin in einem Sportgeschäft in Hannover. So schlenderte ich durch den Laden und schaute mir Dies und Das an. Natürlich auch die Outdoor Artikel, wie Schlafsäcke, Isomatten, Kocher, Rucksäcke und was es noch so alles auf dem Markt gibt. Dann stehe ich vor dem Regal mit den Messern. Outdoormesser im Winterschlussverkauf? Das ist neu. Alles Markenmesser, die sind eigentlich ziemlich teuer. Mein Blick fällt auf die Opinel Klappsäge. Ob diese Säge wohl was taugt? Einfach so zum testen kauf ich sie aber nicht, dafür ist mir doch noch zu teuer. Dann bleibt mein Blick bei einem OCK Fahrtenmesser mit Lederscheide, durchgehender Klinge und schönem Holzgriff hängen. Es war auf 9,95 € herunter gesetzt. Das ist jetzt meins. So freue ich mich heute Abend über ein neues Fahrtenmesser.
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OCK Fahrtenmesser_Pathfinderknife

Nach dem Orkan 10.02.2018

Es sieht wüst im Wald aus. Die Forstwirte und die Forstarbeiter sind am aufräumen. Für die Waldbesitzer ist es zum Heulen. Zu viel gutes Holz ist umgefallen, ein finanzieller Verlust für Jahre. Meine Lieblingslagerplätze sind verwüstet. Ich schaue in mein Rüdiger Nehberg Survival Buch und merke mir was für Lagerplätze man sich noch bauen kann. Es gibt noch viele Möglichkeiten.
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Bei Sturm sollte man unbedingt den Wald verlassen. Aber wohin wenn man gerade draußen ist und nicht nach Hause will oder kann? Da bleiben noch die Büsche in der Feldmark. Im Sommer bieten sie Schutz vor zu viel Sonne und lassen sich zur Mittagszeit gut als Rastplatz nutzen. Im Sommer habe ich mich schon oft an solchen Plätzen ausgeruht. Noch nie ein Tarp an so einen Platz aufgebaut, weil immer schönes Sommerwetter war. Im Sommer stecke ich mein Essen (das in einer Brotdose ist) in eine schwarze Socke, lege diese in die Sonne oder binde sie auf den Rucksack. So wird mein Essen ohne Kocher warm.
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Im Winter bei Sturm habe ich hier noch nie gelagert. Büsche können nicht umstürzen und ein flach aufgebautes Tarp, zwischen den Büschen, bietet dem Starkwind wenig Angriffsfläche. Die Ecken vom Tarp kann man nach innen ziehen. Das Tarp hat dann eine Diamantform. Eine Evazote Isomatte soll bei feuchten und matschigen Untergrund gut funktionieren. Das ist alles sehr theoretisch aber in Gedanken spiele ich es durch um es später umzusetzen.
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Ein dauerhafter Lagerplatz kann dies allerdings nicht sein. Hier gibt es keine Quelle sondern nur einen Bach der durch die Felder und Wiesen fließt. Er ist voll mit Dünger und Insektiziden aus der Landwirtschaft. Das reinigen dieses Wassers schafft kein Wasserfilter. Für den Notfall müsste man ein paar Wasserflaschen vergraben. Ein paar selbst gemachte Heringe für das Tarp und einen Campingkocher verstecken. Es ist kein Brennholz vorhanden. Es muss ein Depot angelegt werden das nicht gefunden wird und nicht von Mäusen angeknabbert wird. Das ist auch nur Theorie und ich spiele es in Gedanken durch. Ich komme auf mindestens 300,-€ Materialkosten die ich da in der Feldmark zwischen den Büschen vergraben muss. Das Depot darf ja niemand finden.
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Ergebnis: Wenn man von Quelle und Wald entfernt ist, wird es sehr teuer. Das muss doch auch anders gehen. Ich werde meine Gedanken aufschreiben, dann finde ich bestimmt eine Lösung. Im Krisenfall ist das äußerst wichtig.
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PS: Habe heute Schokolade gegessen die 3 Jahre alt war. Sie war immer noch gut und lecker.
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11.02.2018
Heute bin ich in der Feldmark zu Fuß unterwegs. Es ist sehr windig, auch durch die Büsche pfeift der Wind. Temperatur +2 Grad und alles nass. In meiner Jacke habe ich Mütze und Handschuhe, ohne geht hier nichts. Gut das ich lange Haare habe, mit kurzem Haar würde ich mich tot frieren. Ständige Bewegung hält mich warm. Durch den Wind fühlt es sich wie – 10 Grad an. Das Tageslicht verschwindet früh. Jetzt ist es dunkel und – 7 Grad, sehr windig. Gefühlte – 15 Grad. Ich mach mich auf, auf den nachhause Weg. Eine Rast ist nicht möglich, da dünne Büsche keinen wirklichen Schutz vor Wind und Kälte bieten. 4 Stunden bin ich Nässe und Eiswind ausgeliefert.
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So lange wie man in Bewegung ist, ist dies kein Problem. Das ist wie beim Skifahren. Aber wehe man bleibt stehen. Die Kälte kriecht durch bis auf die Knochen. Denn ich bin zu dünn angezogen. Außer meiner dicken Jacke trage ich nur Jeans, Söckchen und Turnschuhe. Laufen, laufen, laufen im Jogging Trab nach Hause. Nicht stehen bleiben. So blieb ich warm.
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Ergebnis: Im Winter in der Feldmark übernachten ist Hardcore. Jederzeit kann Schneegestöber dazu kommen. Wer das macht sollte unbedingt noch dicke Kleidung im Rucksack haben, die über die Jeans gezogen werden kann (Skihose über Jeans). Turnschuhe kann man auch vergessen. Robuste Bergschuhe sind hier angebracht. Das Ganze hat Expeditionscharakter. Dementsprechend müssen Zelt, Schlafsack und Kocher sein. Eine Feuerstelle kannst du vergessen, denn es gibt kein Brennmaterial. Wie hat das eigentlich Reinhold Messner im Himalaja gemacht? Wie macht das die Bundeswehr? Als Prepper müssen wir doch immer etwas besser wie die Bundeswehr sein. Fragen über Fragen.
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Der Wald bietet Schutz, Nahrung, Baumaterial, Feuerholz und sauberes Wasser aus einer Quelle. In der Feldmark gibt es das alles nicht. Im Winter echt Hardcore Survival. Ich trau mich noch nicht, das Wissen fehlt. Da muss ich noch sehr viel lernen.
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12.02.2018
Nach der Arbeit muss ich unbedingt in den Osterwald. Es drängt mich geradezu dort hin. Den ganzen Tag im Büro, jetzt will ich aber raus. Mit dem Auto fahre ich auf den Waldparkplatz, es muss ja keiner wissen was ich so treibe. Im Auto habe ich ja alles was man so braucht. Als ich mit dem Auto auf dem Parkplatz stehe, setzt Schneeregen ein der aber bald in dicke Flocken übergeht. Ich wandere auf der Forststraße den Berg hoch. Auch hier ist vom Orkan viel verwüstet. Trotz Schnee bietet der Wald viel mehr Schutz als die Feldmark. Es riecht nach frischem Holz von den abgeknickten Bäumen. Ich gehe zu der Stelle, wo ich meine Wildkamera an einer Fichte hängen hatte. Auch hier ist alles verwüstet. Forstwirte und Rücker sind gerade dabei hier Stämme zum Abtransport fertig zu machen. Für mich heißt das, ich muss erst einmal warten bis die Forstarbeiten beendet sind. Dann sind alle weg und ich kann mir neue Lagerplätze im Wald suchen. Zu gerne würde ich heute und jetzt im Wald schlafen. Es ist so viel geschützter und friedlicher im Wald als in der Feldmark. Trotz Schnee friere ich nicht. Es gibt Brennholz für ein Lagerfeuer und Pflanzen aus denen man sich auch jetzt einen leckeren Tee kochen kann. Im Bach fließt sauberes Wasser aus einer Quelle. Leider muss ich nach Hause. So wandere ich durch den Schnee den Berg hinunter zum Parkplatz auf dem mein Auto steht.
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Bis bald im Wald.

Schlafsack und Wolldecke, was ist besser?

Meinen Daunenschlafsack habe ich viele Jahre nur im Wohnwagen genutzt und nutze ihn heute auch nur drinnen. Bei uns ist es draußen zu nass.
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Dann gibt es noch einen Schlafsack von Ajungilak – Tyin, mit Kunstfaser. Hierfür habe ich auch einen Flanell Hüttenschlafsack der innen rein kommt von Cocoon. Der Ajungilak Schlafsack ist bis – 15 Grad ausgelegt. Ich habe ihn schon viele Jahre und auch schon im Schnee in ihm übernachtet. Er ist immer noch gut und wird noch eine Weile halten. Ab Temperaturen von + 5 Grad ist er mir zu warm. Dann lasse ich den Reißverschluss offen und benutze ihn nur als Decke. Im Pilgerrucksack ist er mir aber zu schwer. Ich mag ihn nicht mir herum schleppen. Er muss separat auf den Rucksack gebunden werden und er ist in einem separatem Packsack mit Gurten.
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So habe ich mir noch einen dünnen Schlafsack besorgt. Einen Deuter light mit Kunstfaser. Ausgelegt bis – 3 Grad. In einer Klosterzelle habe ich bei + 5 Grad drin gefroren. Ich hatte nur Unterwäsche im Schlafsack an. Meine Klamotten hatte ich gewaschen und sie hingen auf der Wäscheleine. In der Klosterzelle gab es auch keine Wolldecke. So legte ich noch meine Jacke über den Schlafsack. Jetzt war es warm und kuschelig.
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Beide Schlafsäcke und auch der Hüttenschlafsack sind so, das ich sie ineinander stecken kann. Im Winter draußen schlafen ist kein Problem. Bei – 20 Grad könnte es aber doch recht ungemütlich werden. So kalt wird es bei uns aber nur selten.
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Im Sommer, bei warmen Wetter, habe ich oft nur eine Fleecedecke dabei. Das reicht mir. In der Grillhütte reicht mir auch eine dicke Jacke in die ich mich kuscheln kann, denn dort kann ich Feuer machen und es ist warm.
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Ergebnis: Ein dicker und ein dünner Schlafsack, beides aus Kunstfaser, alles muss so sein das man es ineinander stecken kann. Wer oft im Schlafsack schläft, sollte als Bettwäsche einen Hüttenschlafsack nutzen. So ist es auch im Winter draußen gemütlich. Es gibt viele gute Hersteller auf dem Markt. Welcher nun am besten ist? Ist wohl eine persönliche Meinung.
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Schlafsack waschen: https://pilgerinkati.wordpress.com/2016/01/02/schlafsack-waschen/
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Was ist besser? Wolldecke oder Fleecedecke aus Synthetik. Beide sind gut, haben aber unterschiedliche Eigenschaften. Bei uns existieren mindestens 10 Decken im Haushalt. Die Hälfte sind geerbte von den Großeltern und Eltern. Dicke gute Wolldecken aus Lama, Kamel und Schafwolle nutze ich zu Hause nur im Bett. Das ist eine ganz dicke Decke die auch von den Menschen im Tibet genutzt wird. Bettbezug drüber und gut ist es. Für den Rucksack sind solche Decken zu groß und schwer. Für den Outdoor Bereich sollte eine Decke fest gewebt sein, damit sie nicht so schnell Löcher bekommt. Wolle hat den Vorteil, das sie sich bei Funkenflug am Lagerfeuer nicht so schnell entzündet. Sie kann als Löschdecke genutzt werden. Die Wolldecken von der Deutschen Bundeswehr sind hier ideal. Festes Gewebe, warm und ein Feuer kann man auch damit ausschlagen. Die Bundeswehr Wolldecke kann leichte Feuchtigkeit ab. Wenn sie sich allerdings total mit Wasser voll gesaugt hat, dauert es sehr lange bis sie wieder trocken ist. Im Schnee und am Lagerfeuer sehr gut geeignet. Im Sumpf und bei Dauerregen nicht so toll. Hohes Eigengewicht. Decken aus Wolle musst du vorsichtig in der Badewanne mit Haarshampoo (selbstgemachte Kastanien oder Efeu Seife) waschen. In das Spülwasser etwas Olivenöl tun damit die Naturfasern nicht auslaugen und ihre Eigenschaft behalten.
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Fleecedecken aus Synthetik wiegen sehr wenig. Bei diesen Decken muss unbedingt auf ein festes Gewebe geachtet werden, sonst entstehen leicht Löcher. Am Lagerfeuer muss man mit so einer Decke sehr gut aufpassen, Synthetik Decken brennen. Sie bekommt sehr schnell Brandlöcher. Die Fasern nehmen keine Feuchtigkeit auf. Diese bleibt zwischen den Fasern hängen und lässt sich ausschütteln. Trocknet schnell. Im Schnee und bei Feuchtigkeit sehr gut geeignet. Sie kann bei Kälte mit in den Schlafsack gesteckt werden, da sie nicht kratzt wie reine Wolle. Eine Decke aus Synthetik kannst du in die Waschmaschine stecken, wenn sie verdreckt ist. Waschmittel egal. Aus Naturschutzgründen solltest du aber auch hier die selbstgemachte Kastanien oder Efeu Seife verwenden ).
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Ich bevorzuge eine Fleecedecke aus Synthetik für unterwegs. Muss aber am Lagerfeuer sehr aufpassen, das sie nicht verbrennt.

Feuer machen bei Nässe

Alles ist nass und wir haben eine Temperatur von 2 Grad Celsius. Es schneit doch der Schnee bleibt nicht liegen und schmilzt.
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Am Donnerstag kam ich erst spät nach Hause. Mit dem Auto fahre ich auf einer Waldstraße durch den Osterwald. Es war schon dunkel. 2 Waldläufer beim überqueren der Straße fallen mir auf. Beide mit dickem Rucksack, Isomatten und Zelt. Freitag Nachmittag sehe ich sie wieder, als ich von der Arbeit komme. Sie überqueren wieder die Waldstraße an einer anderen Stelle. Ach wie gern würde ich jetzt auch im Osterwald unterwegs sein. Bei so einem Wetter mach ich mir aber vorher Gedanken. Wie bekommt man am besten ein Feuer bei Nässe an. Ich möchte nur Sachen verwenden, die ich im Haushalt vorfinde.
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Das Birkenrinde auch bei Nässe brennt, kommt von den ätherischen Ölen die darin enthalten sind. Bitte große Mengen an Rinde nur von Bäumen nehmen, die bereits am Boden liegen und vom Sturm umgefallen sind. Kleine Mengen Rinde bitte vorsichtig mit den Fingern ab zupfen, damit lebende Bäume weiter wachsen können und nicht beschädigt werden. Sie liefern uns Birkensaft zum trinken wenn wir Durst im Wald haben. Bitte auch hier vorsichtig anzapfen, damit der Baum nicht geschädigt wird. So liefert die Birke uns lange Birkensaft zum trinken und Anzünder für Feuer.
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Ein Brennglas. Das funktioniert natürlich nur bei Sonne und geht ganz fix. Beim herumspielen mit einer Lupe, habe ich ein Loch in unseren Gartentisch gebrannt und musste dann schnell löschen. Die Lupe kommt jetzt immer mit in den Rucksack. Funktioniert auch im Schnee, wenn die Sonne scheint.
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Der Feuerstahl. Macht immer Funken, auch bei Nässe. Bedarf aber etwas Übung.
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Das Feuerzeug aus dem Supermarkt ist auch mit dabei. Funktioniert aber nicht bei Nässe.
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Streichhölzer brechen immer ab, oder sind nass. Die nehme ich nicht mehr mit.
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Wer an der See unterwegs ist, kann auch Feuersteine am Strand suchen (Flint). Schlägt man mit einem Stück Eisen drauf, dann gibt es Funken. Auch hier bedarf es etwas Übung.
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Jetzt brauchen wir noch Zunder damit wir leicht feuchtes Holz zum brennen bekommen. Birkenrinde ist sehr gut. Der Zunderschwamm muss vorher getrocknet sein, dann ist er auch sehr gut. Aber was findet sich noch in einem normalen Haushalt? Ich werde einen kleinen Test machen und im Waschbecken rum kokeln.
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Ergebnis: WC Papier mit Vaseline. WC Papier mit Vaseline bestreichen und aufrollen. Geht auch mit Watte. Diese Rolle lässt sich gut mit einem Feuerstahl, Feuerzeug oder bei Sonne mit einem Brennglas an zünden. Es brennt auf feuchtem Untergrund (Waschbecken). Mit einigen Wasserspritzern bekommt man das Feuerchen nicht gelöscht. Ich musste den Wasserhahn voll aufdrehen, dann war das Feuer erst aus.
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Auf dieses Feuerchen legst du erst dünne Pflanzenfasern, danach Reisig, kleine Zweige und erst dann dünne Holzscheite. Danach kommen erst die dickeren Äste.
So bekommst du auch ein Feuer bei Nässe und nassem Boden an.
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Du solltest immer mehrere Möglichkeiten kennen um ein gemütliches Feuer zu machen.
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Wenn du bei dem Sau Wetter zu Hause bist, dann ist jetzt die richtige Zeit für Experimente. Im Waschbecken oder im nassen Garten. Falls du Experimente im Garten machst, sollte der Wassereimer immer daneben stehen, oder eine Schubkarre mit Sand und Schaufel für Experimente mit Salatöl. Bitte seit sehr vorsichtig damit ihr keine Gebäude oder den Garten abfackelt. Immer vorher absichern.