Vampire im Wald und sehr gute Aufklärungsvideo´s von Kai Sackmann.

Natürlich gibt es keine Vampire wie im Dracula Film. Aber es gibt eine andere Art von Blutsaugern, den Blutegel. Wer in der Stadt lebt und dort nie heraus kommt, weiß nicht was es alles in der Natur gibt. Saugt sich nun ein Blutegel fest, wird vor Panik geschrien wie am Spieß. Als Kinder haben wir Blutegel im Bach gesammelt und diese bei der Oma in der Küche kriechen lassen. Die Oma hat dann geschimpft und die Blutegel mussten zurück in den Bach. Blutegel stehen unter Naturschutz. Welches Kind darf heute noch im Bach spielen? Die meisten Mütter verbieten das. Was ich nicht verstehen kann. Kinder finden matschen doch toll. Und Blutegel sind wirklich nicht schlimm, sie gehören in jedes gesunde Gewässer.
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Kai Sackmann hat 2 schöne Videos von Blutegeln gemacht. Ihr solltet sie unbedingt anschauen, das vermeidet Panik im Wald.
Video´s von Kai Sackmann:
https://www.youtube.com/watch?v=BC8rt8CRxGw#t=573.362108
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https://www.youtube.com/watch?v=VYpTkKMqMNk
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Vielen Dank für die Aufklärung an den Urheber Kai Sackmann.

Eine Frage die mir oft gestellt wird. Was treibst du da eigentlich im Wald?

Was treibst du da eigentlich im Wald?
Als Pilgerin ist das ganz einfach. Ich gehe von Kirche zu Kirche oder von Kloster zu Kloster. Oft sind dies lange Strecken durch Wälder, die schon Pilger im Mittelalter gegangen sind. Das Mittelalter und deren Geschichte finde ich total interessant. Das ich als Christin bete könnt ihr euch ja denken. Heute redet alles nur vom Islam. Das ist nicht unsere Kultur, die Tradition der Sharia ist uns fremd. Der Islam vernichtet unser altes Wissen. In Kirchen und Klöstern liegt auch eine Bibel für Pilger, ich brauch selbst keine Bibel mitnehmen. Um in einer Pilgerherberge übernachten zu können, muss man zur rechten Uhrzeit pünktlich da sein, sonst kommt man nicht rein. Ähnlich ist es bei einem Kloster, dort ist nach dem Mittag die beste Zeit. Verpennt man die Zeit, dann muss man Nachts draußen übernachten. Als Frau ist das im Wald am besten, dort kann man sich verstecken und tarnen, so ist es sicher und ich werde nicht überfallen. Als Pilgerin habe ich ein Tarp und Trekking oder Skistöcke und Schnüre dabei. Ein Zelt hat zu viel Gewicht. Heringe werden selbst geschnitzt.
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Als Waldläufer suche ich mir andere Ziele. Eine Lichtung im Wald oder einen versteckten Badesee. Bei schönem Wetter nehme ich kein Tarp mit. Sollte es leicht regnen, dann reicht mir eine dicke Fichte unter der es trocken ist. Wenn das Wetter etwas nasser ist, nehme ich auch hier ein Tarp und ein Seil mit. Heringe werden selbst geschnitzt. Ich mag nicht viel aufbauen, dann muss ich auch viel abbauen. Oft lege ich das Tarp nur über meine Klamotten und krieche drunter. Mit dem Seil könnte ich es zu einem Biwaksack zusammen binden (hab ich aber noch nie gemacht). Oder von einem Baum abspannen. Als Waldläufer gehe ich gerne Schwimmen und versuche viel über Pflanzen und Tiere zu lernen. Ich habe auch oft ein Buch dabei und lerne. Viele Sachen können wir heute nur noch aus Büchern lernen. Überliefert durch Eltern oder Großeltern wird heute nichts mehr.
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Im Moor übernachte ich nicht. Dort ist es sehr wichtig unbedingt auf den Wegen und Dämmen zu bleiben. Keine Abkürzungen einfach so durch das Moor nehmen, auch ein guter Schwimmer kann darin ertrinken. Von mir liegt ein Schuh im Harzer Hochmoor. Der ist stecken geblieben und schlupp war er weg. Immer Karte und Kompass mit in das Moor nehmen. Navi mit Akku kann im Moor verrecken, was dann? Du findest da nicht mehr raus, Moorgebiete können groß sein.
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Feuer machen. Bei uns gibt es einige Rastplätze mit Feuerstellen. Dort ist es erlaubt ein Feuer zu machen. Wer länger in niedersächsischen Wäldern bleibt und öfter etwas warmes möchte, sollte unbedingt eine Edelstahl Wärmekanne mitnehmen um heißes Wasser von der nächsten Feuerstelle zum Lagerplatz zu transportieren. In Niedersachsen passen die Förster auf, bei wildem Feuer sind sie sehr streng wegen der Waldbrandgefahr. Mach niemals Feuer im Moor, Torf brennt. Mach niemals Feuer unter Nadelbäumen, die brennen wie sau und das gibt Ärger. Nimm einen kleinen Campingkocher mit uns stell ihn immer zwischen Steine.
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Wild Campen ist in ganz Deutschland verboten. Frag den Wald- und Grundbesitzer um Erlaubnis, sagt er ja, dann darfst du in seinem Wald campen.
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Im Wald schlafen ist erlaubt, du solltest dich aber sehr gut tarnen um Ärger oder einen Überfall zu vermeiden. (Mein Tarp ist olivgrün, das Seil ist schwarz, die Schnüre sind braun und olivgrün). Verschwinde sofort wenn du entdeckt wirst und such dir einen anderen Platz. Für Familie, Freunde und andere Pilger solltest du per Handy erreichbar sein. Schalte den Klingelton aus, es reicht wenn das Handy brummt. Die heutigen Klingeltöne sind weit durch den Wald zu hören, an mir ging 10 Meter entfernt eine Pilgergruppe vorbei. Die Pilger hatten mich nicht bemerkt, ich lag im Gebüsch und hab mich ausgeruht. Im nächsten Kloster habe ich sie wieder getroffen und es ihnen erzählt. Einmal hat mich ein Hund verbellt, als ich zu nah an ein fremdes Lager mitten im Wald kam. Der Typ hat sich richtig erschrocken und Angst gehabt als mitten im Wald eine Frau aus dem Gebüsch kam. Ich hab dann einfach „ Guten Tag“ gesagt und bin weiter gegangen.
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Wichtig, bei Bäumen immer erst nach oben schauen ob da lose und tote Äste hängen. Die können abbrechen und runter kommen. Tarnen, damit du deine Ruhe hast.
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Einmal habe ich sogar jemanden aus dem Wald am Ith verscheucht. Es war nebelig und ich hatte einen olivgrünen Regenponcho an. Auf dem Kopf trug ich meinen braunen Lederhut mit breiter Krempe. Um das Gesicht hatte ich einen schwarzen Schal. Ich war Pilze suchen und es war kalt. Auf dem Wanderweg war ein einsamer Wanderer mit Rucksack. Als er mich zwischen den Bäumen hin und her bewegen sah, rannte er fort so schnell er konnte. Hinterher erzählten die Leute im Dorf, das der Waldschrat im Wald umgeht. Er trägt einen grünen Umhang und einen Hut mit breiter Krempe.
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Mein Urlaub ist bald vorbei, dann schreibe ich wieder weniger.
Bis bald im Wald.
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20.08.2017_Sumpfgebiet im Zwergenwald_Steinbruch Thüste

20.08.2017 Sumpfgebiet im Zwergenwald hinter dem Steinbruch bei Thüste. Der Zwergenwald gehört zum Forstamt Grünenplan und es ist Absicht und erwünscht das alles hier verwildert. So entsteht ein natürliches Biotop mit vielen Lebewesen und Pflanzen. Dieser Weg ist in keiner Karte verzeichnet. Der Wald ist groß und besteht aus einem aktiven Steinbruch, der wegen Absturzgefahr nicht betreten werden darf. Die anderen Teile des Waldes bestehen aus einem renatiriertem Steinbruch und aus einem renaturiertem Braunkohle Abbaugebiet. Alte Karten stimmen nicht mehr, da sich alle Wege geändert haben. Der Zwergenwald ist ganz schön groß. In diesem Wald gibt es viele Wildschweine. Ein Wolfsrudel gibt es nicht. Durchziehende Wölfe soll es geben. In der Dämmerung hörte ich ein Geheule. War es ein Wolf? War es ein Hund? Vorsicht ist geboten. Ohne Kompass geht hier nichts.

Globale Erwärmung und tiefstes Niedersachsen

Tiefstes Niedersachsen = ländlicher Bäuerlicher Raum mit kleinen Dörfern, Aussiedlerhöfen (abgelegene Gehöfte, Weiler) und Wald. Manche Schüler haben einen langen Schulweg und wer keinen eigenen Hof hat, so wie wir. Der hat einen großen Garten für eigenes Gemüse und Obst. Kleintiere wie Geflügel und Kaninchen werden gehalten. Und auch Tauben und Meerschweinchen kann man essen (sie bekommen viele Junge). Wir haben einen Obst und Kräutergarten mit Erdhummeln. Unsere Zebrafinken (Hähne) sind die besten Wachhunde. Sie melden jeden der das Grundstück betritt. Wir haben die Finken zum melden abgerichtet, dazu brauchten wir etwas Geduld (bei Nymphensittichen ist das leichter). Es hat sich voll gelohnt, die Finken sind wie Wachhunde.
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Die globale Erwärmung hat das Wetter bei uns durcheinander gebracht. Die Obstblüte im Frühjahr ist durch einen Kälteeinbruch verfroren. Johannisbeeren und Pflaumen blühten später und wurden durch unsere Erdhummeln befruchtet. Es hat viel geregnet, die Bienen flogen nicht denen war zu kalt. Auf die reifen Johannisbeeren stürzten sich die Vögel, die endeten als Tierfutter. Obwohl es warm ist, 20 bis 26 Grad Celsius, überwiegt die Nässe. Alles ist feucht in diesem Jahr, der Himmel immer bewölkt. Die Sonne kommt mal für 1 – 2 Stunden raus, dann sind wieder dicke Wolken da. Unser Obst verschimmelt unreif am Baum. Die eigenen Vorräte reichen noch bis zum November, dann müssen wir frisches Obst kaufen. Der Winter wird teuer und viel Geld kosten. Vom Hochwasser blieben wir verschont. Unser Dorf liegt auf einem Hügel. Wir werden zurecht kommen.
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Bei den Bauern sieht das anders aus. Die Kühe mussten bei dem vielen Regen und Hochwasser schnell von den Weiden geholt werden. Viele Felder und Weiden standen unter Wasser. Die Bäche traten über die Ufer. Auch die Straße zu unserem Dorf war überschwemmt. Nach der Arbeit bin ich einfach das Risiko eingegangen und mit dem Auto durch die Überschwemmung gefahren. Es ging, das Wasser stand ca. 20 cm auf der Straße. Der VW Golf hat das ohne Probleme gepackt. Einige Aussiedler Höfe waren abgesoffen. Ställe und Keller voll Wasser gelaufen. Die Feuerwehr war mit ihren Pumpen im Dauereinsatz. Leine, Innerste und Oker traten über die Ufer. Die historische Altstadt von Goslar war überschwemmt und viel Wasser in Hildesheim. Das THW kam und musst mit pumpen. (THW = Technisches Hilfswerk, Katastrophenschutz).
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Viele Bauern in Niedersachsen haben ihre Getreide und Heuernte verloren. Die Milchpreise sind im Keller. Das Land hat Entschädigung für die Bauern versprochen aber ob das wirklich funktioniert, weiß noch niemand. Es sieht übel aus, den Bauern geht es schlecht. Die Rüben haben überlebt, die konnten die Nässe ab. Die Blätter und das Kraut der Rüben dienen als Viehfutter. Die Rüben werden an die Zuckerfabrik verkauft, es ist das weiße Gold von Niedersachsen. Der momentane Eierskandal betrifft nicht unsere Bauern. Die verkaufen ihre Hühnereier auf dem Wochenmarkt und die Eier sind ohne Giftstoffe.
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Was bedeutet das jetzt für uns? Es gibt weniger Nahrung für den Winter, die Preise werden steigen. Die Tafel wird weniger Lebensmittel Spenden bekommen. (Tafel = Privater Verein der Lebensmittel für Bedürftige und Arme sammelt).
Die Armen werden weniger Essen haben.
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Ich werde mich in den Wald verziehen und über Pflanzen lernen. Auch ich muss mir noch einiges an Wissen anlesen. Lesen, lesen, lesen. Hier sind meine Lieblingsbücher, die ich auch mit in den Wald nehme um dort zu lernen.
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Lieblingsbücher

Lieblingsbücher


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Bis bald im Wald

Bäume, Entspannung für die Seele, Nutzen für Pilger und Waldläufer.

Wir alle haben als Kinder gelernt, das Bäume ätherische Öle ausdünsten. Wenn wir diese Ausdünstungen der Bäume einatmen, stärkt das unser Immunsystem. Schon in der Schule im Sportunterricht hieß es: „Waldläufe sind gesund!“ Wir haben gelernt das alle Bäume wertvoll und nützlich sind. Wir haben auch gelernt das alle Bäume die abgeholzt werden wieder aufgeforstet (neu angepflanzt) werden müssen. Der Wald ist unsere Lebensgrundlage. Wird er vergiftet, dann werden wir krank. Wird er ausgerottet, dann sterben wir.
Ganz einfache Regel, für jeden verständlich, das habt ihr in der Schule gelernt. Wenn nicht habt ihr gepennt oder dummes Zeug gemacht. (Hinsetzten 6) grins 🙂
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Die 4 häufigsten Bäume im Weserbergland:
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Die Birke (Betula). Wir alle kennen den hellen Stamm der Birke. Schon das Einatmen des Geruchs fördert die Gesundheit und stärkt das Immunsystem. Umarme einmal eine Birke, entspann dich und atme ihren Geruch ein. Die Birkenrinde dient dem Waldläufer und Pilger als Anzünder für seinen Hobo (bitte nur Totholz verwenden). Die getrockneten Birkenblätter können als Gewürz verwendet werden, wenn man nicht so viel Salz essen darf. Der Birkensaft ist trinkbar, wir alle haben in Wald Durst. (Bitte den Baum sehr vorsichtig anzapfen, er soll weiter wachsen und leben).
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Die Fichte (Picea). Der typische Weihnachtsbaum, der so einen schönen Geruch verströmt. Die Fichte ist auch an den Nadeln zu erkennen. Die Fichte sticht, die Tanne nicht. Fichtenharz dient dem Waldläufer und Pilger als Klebstoff und Brennpaste für den Hobo. Fichtenharz kauen hilft gegen schlechten Atem. Aus den Fichtenzweigen kannst du dir einen Tee kochen. Kalt schmeckt der Tee mit einem Schuss Gin. Lasst aber bitte die Fichtenschonungen von den Bauern in Ruhe. Der Bauer möchte Weihnachtsbäume verkaufen und versteht keinen Spaß wenn ihr da rein geht. Lasst euch nicht erwischen.
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Die Rosskastanie (Aesculus hippocastanum). Oft steht dieser Baum vor Schulen, Kirchen in Parks und auf Bauernhöfen. In jedem Kloster und in vielen Biergärten finden wir diesen Baum. Dieser Baum ist sehr nützlich, er liefert uns natürliche Seife zum Waschen. Und das ganz kostenlos. Vor 100 Jahren gab es kein Shampoo und Duschgel. Denk mal nach wie viel Geld du für den ganzen Badezimmer Krempel ausgibst. Nimm einmal ein Blatt Papier und einen Stift, geh in das Badezimmer und schreib auf wie viel das alles kostet, was da herum steht. Schreib auch das Waschmittel für die Waschmaschine dazu. Und was brauchst du an Seife und Putzmittel in der Küche? Das sind locker 50 – 80 € im Monat für 2 Personen. In einem Haushalt mit Kindern sind das jeden Monat ca. 200 €. Das kannst du alles kostenlos haben. Kauf lieber gesundes Essen für die Kinder. Die Kastanie ist somit ein sehr wertvoller Baum.
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Der Ahorn (Acer). Für Pilger und Waldläufer sehr wichtig. Die großen Blätter dienen als natürliches WC Papier. Keine Klorolle im Rucksack oder in der Fototasche herum schleppen. Einfach unterwegs die Augen aufhalten, am Wegrand die großen Ahornblätter pflücken und in die Jackentasche stecken. Das sind kostenlose Feucht Tücher für unterwegs.
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Die Rotbuche (Fagus sylvatica). Sie riecht gut, es ist ein schönes Möbelholz und Tiernahrung. Viele Tiere im Wald ernähren sich von den Samen der Rotbuche. Specht, Eichelhäher, Eichhörnchen und Wildschweine lieben die Samen. Sogar der Kolkrabe frisst die Samen. Als Pilger und Waldläufer können wir ebenfalls diese Samen essen. Im Winter bleiben sie unter dem Schnee frisch um dann im Frühjahr zu keimen. Es entstehen neue Rotbuchen. Das Weserbergland besteht aus großen Buchenwäldern. Die Samen sind eine zusätzliche Nahrung für alle die im Herbst und Winter im Wald unterwegs sind und einen kleinen Snack für zwischendurch möchten. Buchensamen sind lecker und haben viele Kalorien.
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Alle Bäume und Pflanzen in unseren Wäldern sind sehr wichtig. Sie dienen uns als Nahrung und die giftigen auch als Medizin (z. B. Belladonna).
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In der Bibel steht:
Macht euch die Erde Untertan. Das heißt, wir sollen auf die Erde und deren Lebewesen aufpassen, damit es allen gut geht und nichts in der Natur zerstört wird. Denn nur dann geht es auch uns gut. Wird die Natur zerstört, dann zerstören wir uns. Das ist die Botschaft.
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Leider wird dies missbraucht. Gier, Neid und Mobbing sind daran schuld. Dies führt auch in der Wirtschaft und bei vielen Firmen zu Verlusten. Denkt einmal darüber nach und umarmt mal einen Baum. Friede sei mit euch. Schalom.
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Bis bald im Wald