Die Telefonleitung war defekt und somit auch das Internet

10.02.2017
Ein neuer Router kommt per Post und das Internet wird auf VDSL 25000 umgestellt mit Voip natürlich. Zuerst ist es wie Weihnachten, wir packen den neuen Router aus und freuen uns. Mein Mann sagt, Kati mach schnell, mal gucken ob auch alles geht. Der Router lässt sich ohne Probleme einrichten, aber er will nicht online gehen. Ok, na gut, ich setze den Router zurück auf die Werkseinstellung, es kann ja sein das ich etwas falsch gemacht habe. Und noch einmal einrichten, denkste nichts geht mehr. Ich rufe beim Anbieter an.
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18.02.2017 Hallo Frau Kati, Ihr Internet geht jetzt. Ok, neuer Versuch, Router starten und Passwort eingeben, denkste, wieder nichts. Ich rufe wieder beim Anbieter an.
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Waldläufer
19.02.2017 Ich treibe mich den ganzen Tag im Wald herum und verfolge Wildschweinspuren. Die Tierspuren führen zu einem versteckten Teich tief im Wald. Vom Weg aus ist der nicht sichtbar und von viel Gestrüpp und Bäumen umgeben. Ein Schild steht hier: Baden verboten für Menschen und für Tiere, Fische beißen. Es ist neblig aber schön an diesem Teich. Der Schnee ist inzwischen getaut und die ersten Pilze kommen schon wieder heraus. Hier werde ich noch einmal her kommen und einen Shelter bauen, er soll dann weder vom Teich aus, noch vom Weg aus sichtbar sein. Gut getarnt und versteckt. Das Internet vermisse ich noch nicht. Beim Pilgern und wenn ich im Kloster bleibe, habe ich ja auch kein Internet.
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21.02.2017 Es tut sich nichts und ich spiele mit der Software vom Router herum. Dabei entdecke ich noch ein paar neue Einstellungen, die ich vorher nicht kannte. Ich habe einen Hotspot für Gäste und kann eine zusätzliche Festplatte am Router anschließen, auf dem ich eine Datei anlegen kann, die die Gäste abrufen können. Soll ich da eine Bibel drauf packen? Oder lieber doch nicht? Schreibt mir mal.
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Waldläufer 26.02.2017

Ich muss einfach raus in dein Wald. Es ist bewölkt, kühl aber trocken. So ist es der Wald hinter unserem Dorf, der Ith. Zuerst bleibe ich noch auf dem Waldweg, aber dann treibt es mich mitten in das Gebüsch. Vielleicht findet sich ja ein neuer netter Lagerplatz. Das hat sich auch schon jemand anders gedacht und mitten im Wald einen Fischteich angelegt. Eine Bank aufgestellt und ein Holzkreuz an einen Baum aufgehängt. So schleiche ich weiter durch das Gebüsch. Damit ich mich nicht verlaufe habe ich einen Kompass dabei. Dann bin ich auf dem Kansteinweg. Biege aber wieder ab in das Gebüsch und verfolge nun Reh Spuren die zum Ithkamm führen. Es ist sehr anstrengend bergauf die Tierspuren zu verfolgen. Total verschwitzt und ausgepumpt komme ich auf dem Kamm an. Hier gibt es einen Kammweg, doch der ist zu gewuchert. Ich achte darauf das ich auf dem Kamm bleibe und krieche durch das Gebüsch. Nach einiger Zeit komme ich am Hohenstein raus. Ich stehe oben auf dem Felsen. Dieser Felsen ist eine alte germanische Kultstätte. Ich ruhe mich aus und schau mir dabei die Felsen rings herum ganz genau an, sie sind angeordnet wie eine Trutzburg. Es ist ein wunderschöner Platz zum meditieren. Da entdecken meine Augen etwas helles in einem Felsspalt. Was ist das denn? Ein heller Gegenstand in einen Felsspalt geklemmt? Ich kletter hin. Dort steckt eine Brotdose. In der Brotdose ist ein Zettel der Geocasher, ein Gipfelbuch, Stifte, jemand hat eine Murmel und einen Pin hinein gelegt. Ich habe nichts dabei was ich in die Brotdose tun könnte. So schreibe ich etwas in das Gipfelbuch, stecke alles wieder in die Brotdose und stecke alles wieder in den Felsspalt. Um jetzt wieder auf den Wanderweg zu kommen, muss ich über die Felsen nach unten klettern. Wie eine Spinne kletter ich nun langsam und überlegt zwischen den Felsspalten herunter. Es sind auch Ringe im Fels zum abseilen, damit würde es schneller nach unten gehen. Aber leider habe ich kein Seil dabei. Am Fuß des Felsens stehe ich nun an einem Steilhang. Au weia, da muss ich auch noch runter. Da hier viel Gestrüpp ist, kann ich dieses ähnlich wie ein Seil nutzen. Ich seile mich am Gestrüpp und an den Baumwurzeln ab. Einmal rutsche ich ab, kann mich aber am Gestrüpp wieder auffangen und festhalten. Langsam geht es nach unten. Es ist anstrengend. Auf dem Wanderweg angekommen, geht es nun zurück zum Dorf. Meine Muskeln sind schlapp. Das war anstrengend.
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09.03.2017
Was hat sich noch ereignet? Tja, schon wieder ein heftiger grippaler Infekt und ich muss mir Fieber zu Hause bleiben. Vom 03.03. bis 10.03.2017.
Unsere Telefonleitung und damit auch das Internet geht seit dem 10.02.2017 nicht mehr mit unabsehbarem Ende, die Leitungen auf dem Dorf sind marode. Ich muss alles schriftlich und per Post erledigen wie vor 35 Jahren. Viel mit dem Handy telefonieren. Vor 35 Jahren stand ich oft lange in der Telefonzelle, denn Handys und Internet hatten wir nicht. Vor 45 Jahren kam ich in die 1. Klasse, meine Mutter brachte mir an der Bushaltestelle bei wie ich den Fahrplan lese. Wie der Münzfernsprecher in der Telefonzelle funktionierte wusste ich schon vorher. Ich durfte immer die Groschen rein stecken und wählen, dann hat die Mutter telefoniert. Die Oma hat mir die Uhr beigebracht und so durfte klein Kati mit 6 Jahren alleine Bus fahren. Das war ganz normal. Mit 9 Jahren fuhr ich das 1. mal allein von Göttingen bis nach Garmisch Partenkirchen mit dem Zug, durch ganz Deutschland. Das war auch ganz normal. Und heute im Zeitalter des Internets? Die jungen Mütter lassen so etwas nicht mehr zu. Was hab ich doch für eine tolle Mutter. Na mal schauen wann das Internet wieder geht.
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Ein Anruf auf dem Handy vom Telefonnetzbetreiber. In unserer Siedlung ist eine Massenstörung, das heißt das so einige Telefonanschlüsse nicht mehr funktionieren, ich aber die erste wäre die sich meldet. Ein Bautrupp kommt in den nächsten Tagen raus und wird die Leitungen reparieren 🙂 Super ich freue mich, bald haben wir alle wieder Internet und Telefon im Haus. Das ist ja wie die Vorfreude auf Weihnachten.
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16.03.2017
Endlich die Telefonleitung ist repariert. Der Router und alle Geräte lassen sich problemlos einrichten. Alles funktioniert wieder. Die menschlichen Vieren, die so im Umlauf sind, machen mir immer noch etwas zu schaffen. Wenn das besser ist, dann ist erst einmal Fitness Training angesagt. Momentan bin ich echt zu schlapp für lange Pilgertouren.