Waldläufer Pilze 13.11.2016

Heute ist das Wetter sonnig und am Ith ist es um die 0 Grad. Im Schatten und am Hang sind es minus 4 Grad mit Schneeflecken. Ich gehe mal wieder in die Pilze. Heute bin ich mal auf der anderen Seite vom Ith. Hier geht der Pilgerweg von Hameln nach Hildesheim entlang. Im Sommer sieht man hier einige Pilger und Fernwanderer. Heute ist hier niemand, obwohl das Wetter schön ist. Mal schauen was an diesem Pilgerweg an Pilzen wächst. Pilgerwege gehen meist an den Höhenlinien entlang. Das ist kraftsparender und so können Pilger und Fernwanderer längere Wegstrecken zurück legen. Strecke machen nennt man das. Es heißt ja immer das die Pilger im Mittelalter nicht lesen und schreiben konnten. Bei diesem Pilgerweg kann ich mir das schwer vorstellen. Er ist seit eh und je schlecht beschrieben. Pilgerführer und Einzelpilger mussten Karten lesen können. Ich kann mir auch gut vorstellen, das sie einen Kompass hatten. Oder das sie zumindest wussten wo die Himmelsrichtungen sind. Es gibt bestimmte Pflanzen die ihre Blätter in Ost/West Richtung stellen. Einige Pflanzen stellen ihre Blätter Richtung Süden. Dann gibt es noch den Nordstern. Und je nachdem wie der Nordstern in Konstellation zum Großen-Wagen und der Wega steht, kann man auch die Uhrzeit ablesen. Das ist dann die Sternenuhr. Dieses Wissen gerät durch Smartphone Nutzung in Vergessenheit. Ist das Akku vom Smartphone alle und das geht sehr schnell, dann braucht man dieses Wissen um sich in unseren Wäldern nicht zu verlaufen. Die Pilger brauchten also auch im Mittelalter dieses Wissen um den Dom in Hildesheim zu finden und dort den Bischof zu besuchen. Und die Pilger mussten den Weg zur Weser finden, denn dort geht der Jakobsweg entlang. An der Weser sind einige Klöster die heute noch bewohnt sind, wieder bewohnt sind und ein Kloster wurde im Jahr 2000 sogar neu gebaut. Einzelpilger konnten somit Lesen, Schreiben und Rechnen. Pilgergruppen hatten jemanden dabei, der dies konnte. Die Mönche konnten schon immer Lesen, Schreiben und Rechnen.

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Ich laufe mal rechts und dann mal wieder links neben dem Weg durch den Wald. Es sind immer noch Massen an Pilzen vorhanden. Ich träume schon wieder von der Krausen-Glucke, Steinpilzen und Maronen. Nichts. Ich finde jede Menge Mousseron Pilze. Die Hüte vom Mousseron Pilz sind essbar, aber sie schmecken nach Knoblauch. Da habe ich heute keine Lust drauf, ich lass die Pilze stehen. Am Samstag habe ich im Laden frische Champignons gekauft, da ich im Wald doch meist nur giftige Pilze finde. Ich habe auch einige Rauschpilze gefunden, an die trau ich mich aber nicht ran. Rauschpilze haben schon so einige Menschen in die geschlossene Psychaitrie befördert. Da lass ich lieber die Finger von, so einen Rausch brauch ich nicht. Ich bin hier übrigens auch in dem Revier des Ith-Schamenanen. Der Ith-Schamane hat einige Videos auf Youtube, die ich mir genau angeschaut habe. So weiß ich wem ich hier im Wald begegnen kann.

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Früh wird es dunkel. Um 17 Uhr geht der Mond über dem Osterwald auf. Der Mond ist so hell, das ich keine Lampe im Wald brauche und der Weg gut beleuchtet ist. Zuhause gibt es dann ein leckeres Pilzgericht.

Frische Champignons in Kräuterkäse Soße. Dazu Nudeln für 2 Personen.

Wie kocht man das?

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2 bis 3 Zwiebeln, klein schneiden und in einer großen Pfanne mit Rapsöl anbraten.

1 Kilo frische Champignons in die Pfanne schnippeln. ½ Glas Wasser auf die Champignons geben, denn wir wollen ja etwas Soße. Deckel drauf und dünsten.

500 g Hartweizennudeln kochen.

Wenn die Nudeln fertig sind, dann sind auch die Pilze fertig.

Die Pilze mit Pfeffer und Salz würzen.

300 g Kräuterfrischkäse unter die Pilze rühren.

Gut durchwärmen lassen, aufpassen das der Käse nicht anbrennt.

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Hmmm lecker.

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Bis bald im Wald

Kati

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Die heutige Pilz Ausbeute als Foto´s